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waͤhnten Klassifikations-Anzeige mit Schluße
jeden Monats zur Provinzial-Hauptkasse,
welche sofort die Einsendung zur Zentral-Staatskasse
zu besorgen hat, unausbleiblich
einzubefördern. München den 25. Juli 1807.
Königliches General-kandes-Kommissariat
in Baiern als Provinzial-Etats-Kuratel.
Neumaier. Frhr. von Welchs. Frhr. von Widnmann.
von Schmöger.
Aufruf
an die neuen Vasallen der Provinz Neuburg.
(Die Muthung der ehemaligen Reichs= und fremdherrlichen
Lehen betreffend.)
Im Namen Seiner Majestät des Königs.
Seine königliche Majestät haben nach dem
Geiste des zu Preßburg abgeschlossenen Friedend
und der Rheinischen Bundes-Akte zu erklakren
geruher, daß sowohl alle Seuverdnitätsund
oberlehenherrlichen Rechte, welche nach der
ehemaligen deurschen ReichsVerfassung von
Kaiser und Reich in den dermaligen königlichen
Baierischen Staaten ausgeübt worden,
#an Allerhöchstdieselbe übergegangen, als auch
alle lehenherrlichen Rechte, welche ein konfs,
derirter Staat über die Unterthanen eines
anderen bisher auszuüben hatee, als wechselseitig
überwiesen anzusehen; somit alle Lehens
Güter, welche bisher einen auswärtigen un
mittelbaren Lehenherrn hatten, bei dem königlichen
einschlägigen Lehenhofe einzutragen,
und von des Königs Majestát künftig zu Lehen
gehend seyen.
In Folge dieser allerhschsten Erklärung werden
also alle diejenigen, die in dem Umfange
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der Provinz Neuburg, und in den derselben
einverleibten Souverainitäts-Bezirken Lehen
besizen, welche bisher «
1. von dem ehemaligen Reichslehenhofe, oder
2. von einem im Rheinischen Bunde begriffenen
Souverain verliehen wurden, oder die
3. von den durch den genannten Preßburger
Frieden und die Nheinische Bundes. Akte
mit Souverainität und Eigenthum anher gefallenen
Gebieten rühren, hierdurch ausgefodert,
diese Lehen binnen Jahr und Tag, vom Tage
des gegenwärtigen Aufruses an zu rechnen,
bei der königlichen Landes-Direktion dahier,
als dem ProvinzialLehenhofe, zu muthen,
und hiebei Folgendes zu beobachten:
a. Die einzureichenden Gesuche über jedes
sehen müssen auf Stempel" Papier geschrieben
seyn.
b. Der jüngste Lehenbrief oder Lehenschein
ist in Ur: und Abschrift zu übergeben, wovon
leztere nach vorgegangener Vergleichung beibehalten,
erstere aber zurückgegeben wird.
. Ist eine glaubwürdige Abschrift der über
die in den neuesten Zeiten entrichteten Lehen-Taxe=
und übrigen Gebühren erhaltenen Quntung
beizulegen.
d. Muß ein vollständiges Lehen-Verzeichniß,
mit Bemerkung sämtlicher Rechte und
Zugehörungen, dann der einzelnen Grundstücke,
mit Benennung der Anstäßer und Angränzer,
nebst genauer Angabe des Werthes
des Lehens, und dessen Erträgnisse, übergeben
werden, wobei auch die mit den Aster-Lehenleuten
sich ergebenen Veränderungen
angezeigt werden müssen.