Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

Uummer  127

emelnes  vom  sitleg.
Zur  Mge#  schaffung  der  Tortur

Die  von  Vertretern  Deutschlands  und  Fraul.
reichs  kurzlich  in  Bern  abgeschlossenen  Tereinbarungen
  uber  Gesangenenbehandiung  enthalten
auch  eine  Beiflimmung.  dasß  mililärische
Aussagen  von  Wenn  ngenen  nicht  mehr
rpreft  werden  dursen.  Diese  Bellimmung  gleicht
in  ihrer  Bedeutung  %  u#in  Erlaß  Friedrichs  de:
Groben,  der  die  Abschaffung  der  Foller  /15
einer  menschenunwurdigen.  miltelalterlichen  Un
sitte  bemirlie.  Denn  die  franzofischen  ..  Streiler
für  Zivilisation  und  Mienschenrechie“  haben  er
für  würdig  besunden.  diese  (Vedreäuche  mittel
alterlicher  Oenlereinechte  wieder  einzuführen.  un
pflichlireue  denisude  ldaten  zun  Valerlands
verrat  zu  zwingen.  Die  deulsehen  Auslanichgesangenen
  und  Heit  2  brten  bestatigen  dies
mitl  ihrem  Eide:  Die  dvon  ihnen  mitgeleilten  Vei
Wricle  laisen  eriennen.  daß  die  Frümiasen  die
Tortur  iu  einer  io  beilialchen  Nasjiniertuei#n'
enlwickelt  haben.  daz  selbi  di:  Greurl  der  In
auisiliomnn  rie  berlilassen.  Wichtiger  als  s  Imn

 

 

haften  unserer  gesangen  en  Landelderen
  unbengsamen  Wideriand  der  Feind  selbn
durch  diese  grauiame  Sleige#ung  #Liner  Zzwangs.
inittel  benatigl.  Oi#  ledenhaften  Leiden  dieser
schweigenden  Maner  lind  #urle  mamsicher
Chlaralternürle  und  ine-  erihen  Asiüchtbewußt

 

seins,  die  den  glauzenden  nuen  des  Schlacht
seldes  gleichwertig  #ind.  #er  dies  Malurimn
soll  den  Vraven.  die  auf  dem  Schlachlselde

ihre  Treue  bewiesen  haben.  lunftig  eribart  wer
den.  Ce  gibt  Mllicl,  den  Feind,  der  unlerm
Eindruck  seiner  n  Miuersolge  alle  Sal
tung  verloren  hat.  uin  Cinbalicn  seiner  Ver
pflichtungen  n

eiige  m—

Die  wonl  sinna.  die  der  Eualänder  nom
Kriege  I  1.  in
Cöldnern  u#ur

 

 
 

e#  1o  bon  Ktüämnern  und
F#  dem  einen  so  gut  wie  für
den  anderen,  i.  Krieg  ein  Getht  iĩt.  (e
schaftegein  und  Nak#et  der  Angeliseusen  ver
cinigte  u  sich  zu  der  spelulaitinen  Vin.  ichtung  bon
Prämien  und  Mpig#e#ldern  fur  weis:  und  sarhige
englische  on  und  I  Bool  Föllen.  Wie
erren  rnem  oln  it  en  Goe  giicht- 



  
 
            
   

 

luir  wis  inr
EIIIB  muser  nreuun  im
Tölen  #lalusnet  ielr-.  Zeinde.  Wer  hat  noch
nicht  Elel  rruen  bei  der  gelegentlilhen  Lel
lure  cehni'scher  Orne  417.,  welnn  dort  un
sachlich  eim  #  *  Gn  auch  l  den  ii.  nifen  Unter
nel  E  «
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Tüin  ei  We  1%  Lo  und.

Mit  irier  As  sicht  lreien  die  englischen  Soldalen
  zum  mupie  n  nd  di:  Führung  1nt  ihr
Maglichiten,  die  Be  i.  voilende  zu  entieiseln.
ECin  Iuri  %  iilm  uh  nzislnbungen  imn

Zugverlnn.  kilan  dgellen  boin  enalischen  (vde

 

 

 

neral#ul  un  #hen  #r  111  itreiit  vis  Vorzige
der  Vaion#ll#mitl  en  Wor-  eten  letaus:  „Der
Baionetidanri  erreat  den  Turit  nach  Blut'“
GWroduces  luit  oji  blaad.  d  L  i  dem  Zug
führer,  sich  u#  Bet  #er  Leule  dadurch
zu  crürren.  nit  in  und  ilel-  



1
zu  laten  und  seinen  Leu

eilnd--danach

  lrachtter.
ten  dazu  zu  verlelten“.

Eritannlich  ins  er  Unter  diesen  Umitänden  wirl
lich  nicht,  dai;  ein  neuĩeeläudiĩcher  Disizier,  Lent
nanut  Trevor  Tlomas  bom  2.  Wellingten?  Ba
laillon,  der  aum  2.  April  bei  Hehuler  ne  in  unsere
Geijangenschait  grriet,  dem  den  hen  Lugeroffi
zier  mit  nachten  Morien  sagle.  daß  bei  der  dem
nächst  in  ermar!  bteiden  sioe  greinen  englischen  Ge
genoffensive  die  U#nscclänkter  sicher  nicht  allz
viel  Gesangene  ummisen  wurden.  Erstaunlich  iit
nur  das  ircche  Vertrauen  auf  die  deutiche  Groß
mut.  das  ihn  zu  seiner  Zzynischen  Bemerlung  ermutigle.


Ein  anderer  bezeichnender  Fall  in  der  solgende:
Am  10.  Mai  unternalhm  der  Feind  in  Slärle
von  seche  Kompagnien  einen  ortlichen  Angriff
im  Aveclun  Wald,  der  im  ubrigen  völlig  mißnlückle
  und  und  einige  esangue,  darunter  zwei
Offiziere,  einbrachte.  Der  ehensall;  erbeutete
Angrifsolesel!  des  Oberlen  15  Parkinson,
Kommandeur?  des  15.  deeen  des  Welsh
Regimente,  l#zeichuert  als  zmeck  des  Aunresffe
eine  kleiie  Verbesserung  der  englischen  Stellung.
und  in  durren  Worten  wird  es  gesagt:  mög
lichit  viele  Feiner  ½u  tölen  vder  gefangen  eu  neh.
men.  Wie  gänzlich  bder  jrüher  dem  Engländer
nachgerühmte  Simn  für  „fair  plan“  verschwunden
ist,  geht  aus  einer  anderen  Stelle  des  Befehls
hervor,  die  solgendermaßen  lautet:  „Mit  allen
Gefangenen,  die  Tchriftitücke,  Karten  uso.  Hernichten
  oder  wegwerfen.  ist  summarisch  zu  versahren.“
  Ein  bei  dem  Unternehmen  gefangener
Hauptmam,  Capt.  Strange  vom  14.  Bataillon

   
 

 

 

 

 

Kosenheimer  Anzelger

des  Welsh-Regiments,  bestätigte  mit  brutaler
Offenheit,  was  unter  summarischem  Verfahren
zu  verstehen  sei.  Auch  spricht  er  sich
darüber  aues,  daß  es  für  den  Engländer  immer
wieder  nur  darauf  ankommen  dürse,  moglichst
vicle  Deutsche  zu  tölen.  Zu  diesem  löblichen
Zwecke  müsse  er  auch  die  roheslen  seiner  Hilssvöller
  sreudig  willlommen  heißen.  Anstraliner,  Neuseceländer
  und  Farbige,  so  verächllich  diese  im
ubrigen  auch  seien.

Unmengen  eingebrachter  Dum  Dum-Munition
bezengen  es,  daß  dem  Engländer  jede  zur  Aus.
rotlung  tangliche  Waife  recht  in.  Farrikmäßig
mil  hohler,  aluminium  oder  bariergesüllter
Spitze  bergesteltt.  unlerscheidet  sich  dier  Dum-ö
Dum,  dessen  Spli  llerwirlung  die  sürchierlichsten
Wunden  schlägt,  äußerlich  in  keiner  Weise  von
geuöhnlicher  Munition.

Auf  unserer  Seile  mußte  im  eigeniten  Inleresse
  der  sechtenden  Truppe  immer  mieder,  und
oft  vergerlich  ine  unangebrachte  Milde  unserer
Krieger  und  aiegegerichle  belampft  werden,
nenn  es  gali,  die  Strenge  der  Kriegsgesetze  zur
Anwendung  zu  bring#=  n.

Auslund.

Unter  Amerilar  Schutz.
*“  Waspington,  1.  6.  Renter  meldet:
Lansing  gibt  bekannt,  daß  die  B

Vereiniglen  Staaten
  mit  Spmpatliic  den  nationalen  Bestretungen
der  Tichechbil#waken  und  S#dflamen  gegenuoergue
  in.

HFos-  und  Personalnachrichien.

München.,  3.  Juni.
Königspaar  in
Oesterreich.
*  Wien,  1.  6.  Der  König  und  die  Königin
  von  Vaner.  u  sind  nach  herzlicher  Verab,
schiedung  vom  Kaiserpaar  abgeretn  und  haben
sich  n  lurem  Ausenthall  nach  den  Bii#tzngen
der  Könige  miuch  Sarvar  in  Win  iieygeben.

 

—
Tas

Uayer.

 

Sagerische  Bachrislen.

Gatteumord.  Tie  Gütlersfrau  Has
mam  in  Godelsam  lei  Pfarrkirchen  murde  von
ihrem  Shemanne  im  Streile  erschlagen.  Ale
ihr  Mann  eingernät  war,  führte  die  Ha#mann
einen  leichttinnigen  #renowandel.  SZie.  überließ
ilhre  drei  Kinder,  von  denen  das  jüngite  2
Zuak’re  alt  in,  eimach  ihrem  Schickial.  Die  Jau
verlautle  auch  den  größt  u  Teil  des  Viehd
ünber,  nahm  Duarlehen  auf  und  versuhelte  tr

estllschaft  Keichgeiinnter  Verehrer  5000  bis
un)  Marl.

In  den  Flaummen  numgelomme  n.  Das
le  alle  rhterchen  des  Drehers  Siegell
1u.

60

 

      

    

  

in  *#.  uru  u  seiner  Mutter  ruit  schweren
Braur  dw  nunden  in  der  Wehnung  ausg-  funden!
zunde  ctlag  das  Kind  den
„  Unneil  enlitanden  imn,
wird  sich  laum  fe  vul:  lleu  lassen,  da  auster  dem

Kin
B

Bruderchen  im

de  nur  ihre  114  Jare  und  18  Wochen  alten
Himnier  waren.  die  aber  von  den
Flammen  verschent  geblieben  waren.
Tödlicher  Unfall.  Die  Landebuter  Zei
lun  *  s  kl’xlImTi«ltistIr(i(tc-1"tisc"srslrls
der  Bauer  Wiichgel  Sadnenl-  huser  von  Unterlenglach,
  der  mit  seinem  #  Muhlewer!  ver
ungluckte,  sodaß  ilm  ein  Bein  argefahren  wur- 



 

 

de.  Er  frat  Slarrirampf  dam,  welchem  der
ersi  Syjlrige  Mann  erliegen  muhtr.

Zwei  Flieger  ahgeUlr  zt.  In  Sonlhofen
  i#t  ein  n  3  agellüret  Oe  zwei  Insassen,
  ein  Ri#scchel  und  em  Soeldat  wurden
sosort  getoe.

l#eber=  hren  und  getötet.  Die  Ar5

beiler##oan  Balbina  Virlmam  ron  ECnzg.  bu#r#
(Regens  ehurg  wurde  am  „0.  Mai  bei  dem  Bersuche.
  in  der  Stalion  **  auf  einen  falrenden
  Zug  ui'#t-  #rn  und
geloiel.

Verunnglückt.  Beim  Putzen  an  der  hinler
  ihrem  Wohnhause  in  Nördlingen  vorübersliehenden
  Eger  stürzte  die  Frau  des  Kupferschmedes
  Luther  in  den  Fluß.  Hirzukommende
Nachbarolente  reticten  die  hillslose  Frau.  Wiederbelebungorersuche
  waren  anfärg  ich  von  Cr.
lolg.  Leider  i#  die  COährige  FKran  dann  gegen
  11  Uhr.  wohl  idolgeGu#igefretener  Herzschwächte
  verschieden.

Abgestürzter  Flieger.  Der,  22jährige
Fegerleutnant  Mar  Gebbert  vom  10.  Feld-Art.
  Regiment.  der  ror  seiner  Abreise  an  die
Front  seiner  Mutler,  der  Fabrilbesitzerin  Geb—
bert.  in  ihrer  Rilla  in  Urtenreuth  bei  Erlangen
  einen  Besuch  mit  seinem  Flugzeug  abstatlen
wollte,  isl  gestern  aus  ciner  Höhe  von  75  Metern
  abgestürzt.  Er  erlitt  cinen  Schädelbruch,
an  dessen  Folgen  er  nach  10  Minuten  verstarb.

l—————

Liederausorf,  1.  6.  Leichenfeier.  Unler
  überaus  zahlreicher  Anleilnahme  von  Leiotragenden
  aus  nah  und  fern  wurde  verhangenen
Dienskag  im  hiesigen  Gottesacker  die  irdische
Hülle  des  so  jäh  aus  dem  Leben  geschiedenen
weit  und  breit  bekannten  und  angemein  belieb.
en  Herrn  Joses  Kaindl,  Gasthof-,  Realitätenund
  Gutsbesitzer  zur  nuben,  dem  Schöße  der
geweihten  Erde  übergeben.  Der  amtierende
GEeistliche  rühmte  in  einem  ehrenden  Nachruf

 

5  .  v#

 

 

die  Frömmigkeit  und  tiefe  Religiosität  des  Verewigten
  und  zeichnete  ein  Lebenobild  dieses  wak.
ieren  Kathliken.  Der  Verstorbene  hat  im
baher  ischen  Inntal  und  im  Nachbarland  Tirol
ein  bleibendes  Andenken  geschaffen  durch  Einführung
  der  schönen  Schweizerfleckviehs  und  des
berühmten  prächligen  Oberländerpferdes.  Belannt
  als  tüchtiger  Gastwirt,  beliebt  umd  geachtet
  cls  reeller  H#ndelomann  und  Muslerlandwirt
  schied)  Kaindl  allzufrüh  anus  diesem  #  Leben,
keweint  und  betrauert  von  den  Seinen,  von
zahlreichen  Freunden  und  Belannten.
Oberandorf,  1.  6.  Unsere  Pferde-Zucht.
  Jose:  Hôenadl,  Gastwirt  zum  Kaiserblick
  dahrrr,  verlaufte  zwei  dreijährige  schöne
brachtige.  sch.vere  flaligs  ängige  Rappen  an  Josef
Vren,  Dmossägwerlehesiger  in  Tiefenbach  bei
PranneenkurgZ  um  den  hohen  Preis  von  18000
ark.

Vad  Aibling,  2.  6.  Volksversammlung.
  Am  Sonntag.  den  9.  Juni  nachmitlags
  123  Uhr  sendel  im  Garnreitherschen  Saale
in  Bruckmühl  eine  öffentliche  Vollsuver  ammlung
statt,  in  welcher  der  Landtagsabgrordnete
Auer-München  über  Krieg,  Frieden  u.  Sozial.
demokratie  sprechen  wird.

Bad  Aibling,  2.  6.  Veranst  altu  ng
zur  Ludendorff-Spende.  Am  Sonn.
lag,  den  9.  Juni  findet  dahier  eine  Verankaltung
  zur  Ludendorff-  Ep  nde  stait,  beste
bend  in  einer  Feldmesse  am  rotmittag.  Stand
mmusil  von  11  12  Uhr  und  nachmitlags  Konzert
der  Standortmusik  !  München  vom  Irnfanteri:=Leil--Regiment.
  Die  Musik  wirkt  auch  bei  der
Feldmesse  mit.  Die  Veranstalt:  ing  wird  im
Kurpark  abgehalten;  sie  bezweckt  di:  Beibringung
  groer  Mittel  für  unsere  Kriegsbeschädigten.
  Die  Haussammlung  fur  die  allgemeine
Ludendorff.  Sxende  wird  in  der  2.  Halste  des
Jun  durchgeführt.

Micsbach,  1.  6.  Der  Bandalismus
der  letzten  Feiertagsausflügler
überstien  diesmal  die  gewi  b  nicht  enggestedlen
Grerzen  de:  Gewohnten.  Die  Teger  ster  Hütt
wurde  in  barbarisch=  r  Weise  erbrochen.  geshäudel
  und  geplündert.  Auf  der  Bernauer  Alm
wurden  einer  Hütte  sämtliche  Türen  eingeschlagen,
  das  ganz=  Geschirr  demoliert  und  die  Hütte
mit  Kot  besudelt.  Trostlos  sah  es  stellenweise
auch  an  belebten  Straßen  und  Wegen  aus.  wo
Gärlen  beraubt  und  Witsen  zertretin  wurden.
Der  Weg  ror  dem  Vahnhof  war  mit  wiggeworsenen
  Virmen  und  Blüüten  übersät.

Verchtesgaden,  2.  6.  Schneefall.  Un
sere  Vergriesen  Watzmann,  Hechtan  r  und  Göll
tragen  seit  mehreren  Tagen  Neuschut#e

BVas  Reichenhall,  1.  6.  Vora  nichlag

des  Kommunalver  dander.  Mit  einem
*t  etrag  von  319  00  rk  wird  im  Vor
anschlag  des  Kammunalrer=  #andes  fer  1918
gerechn#n,  z'  dessen  Deckung  die  Erhebung  einer
Gem:  indenmüla:  ge  von  206  Dreozent  nötig  wäkre.

 

0J.

Der  Magistrat  besezloß  nun  mie  in  den
letzten  Kriegsfarren  cine  Schuldaufnahme
iu  Höhe  ron  130  000  Mark.  so  laß  die  Gemeindeumlage.

  bei  roller  Einhallung  der  Schuldentilgung
  auf  150  Przent  statt  wie  bisher

175  Prozent  sestpesetzt  werden  lonnte.  De:  sehr
hohe  Febibetragq  isi  auf  ganz  bedentende  Mindereinnahmen

  des  Malzund  Vin  raufschlase.
des  Schlachthofes  usw.  bei  gesteigerten  Anfo
derunden  auf  allen  Gebitten  zurü#cz  mühren.
Jad  Reichenhall,  1.  6.  Todesfall.
Heute  verschied  nach  schwerem  Leiden  im  29.
Lebensjahr  der  pralt.  Arzt  Dr.  Wilhelm  Berns.
-  seit  ktober  1917  hier,  hat  er  in  der
lurzein  Zeit  s.  ines  Hierfeins  (Nilla-  Elisabeth),
umter#tüt#t  durch  cine  gut:  Praxiz,  die  sich  wiederum
  auf  Liine  perfönliche  Tüchtigkeit  begrün
dete,  sich  allseits  Achtung  und  Freunoschaft

erworben.
Cokalnachrichten.
*  Rosenheim,  3.  Juni.

Der  erste  Sonntag  im  Juni  zeigte
Neigung  zu  regnerischer  Witterung.  Der  Himmel
  hielt  jedoch  dicht.  Die  geringe  Luftwärme
und  ein  rauher  Bergwind  ließen  kein  sommerliches
  Empfinden  aufkommen.  Im  Hochgebirge  ist
Neuschnee  hefallen.  Der  Fronleichnamssonntag
wurde  hier  in  althergebrachter  Weise  gefeiert.
Die  Prozession  nahm  unter  Beteiligung  von
Schullindern,  Vereinen  und  Mitgliedern  der
Stadtverwaltung  und  städtischen  Kollegien  den
kürzeren  Weg  in  der  inneren  Stadt.  Wieder
entrollte  sich  in  den  würdig  geschmückten  Stras.
sen  das  herzerfreuende,  farbenfrohe  Bild.

Entlaufen.  Der  141  jährige  Karl  Henninger
  von  Ingolstadt  ist  seiner  Mutter  am  9.
Mai  cr.  entlaufen.  Er  ist  ca.  1,40  Meter  groß,
kräftig,  hat  schwarzes  Haar,  irägt  grau  und
schwarz-larierten  Anzug,  blauen  Filzhut,  grünen
WMan  mit  Arbeitskleidern.  Sachdienliche  Mitteilungen
  an  den  Stadtmagistrat  Nosenheim  erbeten.

MWas  alles  gestohlen  wird!  Am  31.
Mai  wurde  min  Fahrrad  Model!  201,  Fabr.
Nummer  603  213  aus  der  Stallung  des  „König
  Otto“  rnestohleen.  —  In  der  Nacht  vom  31.
Mal  auf  1.  Juni  c.  wurden  aus  einem  verschlossenen
  Auslagelasten  in  der  Bahnhona  mittels
  Nachschlusses  um  ca.  t  Sinschharn
waren  gellob  en.  In  der  Nacht  vom  31.
auf  1.  6.  wurde  in  der  Kunstmühlstraße  ta
i  mit  5  Jungen  gestohlen.  —  NM

 

 

1.  Juni  wurden  in  der  Turnhalle  der  Prralse  us

 

Dienstas,  4.  Juni  1918

ein  Paar  dunkelbraune  Schnürschuhe  und  aus
der  Räderhalle  der  Altienfunstmüße  ein  Fahrrad
  Marke  „Vistoria“  Fabr.  Nr.  357  633  gestohlen.


DTer  Ortsausschuhß  für  die  Ludendorffspende
  tagle  heute  unter  dem  Vorsit
des  Herrn  Hofrat  Wüst  im  Nathaussaale.  Es
wurde  über  die  Mittel  und  Wege  beraten  zu

einer  mögl.  wirksamen  Geilaltung  der  Sammlung

  in  Rosenheim.  Sonntag,  den  23.  Juni  ist
Straßensammlung,  während  bie  Haussammlung
am  Montag  den  24.  Juni  statlfinden  wird.  Am
22.  Juni  wird  voranssichuich  ein  Theaterabend
zu  Gunsten  der  Spende  stattfinden;  für  den
Tag  der  Straßensammlung  ist  man  um  die  Gewinnung
  einer  Militärklapelle  zu  Standmusiken
bemüht.  Ein  Arbeitsausschuß  zur  Erledigung
der  Vorarbeiten  wurde  gebildet.

Die  Ludendorffspende.  Die  Firma
Krupp  überwies  der  Ludendorffspende  die  Summe
  von  2  Millionen  Marl.  Da###hlen-Sndilat
  seinerseits  slistete  für  den  gleichen  Zweck
Million,  die  „Gule  Hoffnung“  Hülte  eine
häalle  Million  Mark.

Jungendabteilung  des  K.  F.  B.  Zu
W  kleinen  Frühlingsfeier  rief  die  Jugendbteilung

  Mitglieder  und  Gäste  Izten  Freitag
ins  kath.  Gesellenhaus,  wo  das  anmutig  mit
Blumen  geschmückte  Vereinszimmer  sie  empfing.
Ein  sinniger  Prolog  leitete  über  zu  dem  den
Grundton  der  Feier  benmimmenden  Vortrag
über  den  „Frühling“,  in  dem  HH.  Venefiziat
Stafsler  in  poetischen  Worten  den  Lebensfrüh
ling  in  verschiedenen  Stusen  des  jugendl.  Al
ters  sch  lderte,  zum  Schlufse  binweisend  auf
den  ewigen  Frühling  im  Jenseits.  Auf  der  ge
schidt  improvisierten  Bähne  spielten  sich  cinige
lustige  Einalter  ab,  betitelt:  „Schwerhörig“,
„Aus  der  guten  alten  Zeil“  und  „Der  Bet'
ter“,  die  den  Darstellerinnen  alle  Ehre  machten
und  der  ugendlichen  Verfasserin  aus  den  eigenen

Reihen  des  Vereins,  Frl.  Verchtenbreiter,  volles
Lob  eintrugen.  In  der  frischfröhlicken  Slim
mung,  die  der  gut  besuchte  A  bend  geschaffer
ging  man  sohli  ehlich  noch  daran,  einen  Aus  *#  ug
zu  planen,  der  auch  voraus  sichtlich  am  Sonntag
den  23.  de.  nach  Maria  E  Eck  stattfinden  wird
und  zu  Jen  allgemeine,  freundliche  Einladung
ergett

Leb  Jouintelverlrn.  Ab  Mitt
wock,  den  5.  ds.  kann  gegen  Bezugsmarke  1
Marmelad:  bezagen  werden.  Mit  Beitellmar
ie  I  in  bis  einishl.  Donnerstag  Kaffee  Ea#
zu  bettellen.  Montag  nachmittag  sind  in  dem
Feinlostgeichäft  Franz  Huber  frische  Seefische
erhälnich.  Käse.  Fetl,  und  Eierverteilung  wie
in  der  Vorwoche.

Die  Leim  ocer  Klebstossoxrarbeitenden
  Gewerbe  kömnen  ilren  Bedarf  für
den  nächiten  Versorgungsakschnitt  Juni  Ang.
lefort  lei  der  „Gemerbe  jörderung  NRosenheim"“
melcen.  Nach  dem  15.  Ju'  cinlaufende  Mel
dungen  lönnen  auf  eine  Berücsichtigung  nicht
moehr  rechnen.

Errichtung  eines  Fonds  für  Feuerwehrlameraden.
  Der  Vancrise  Larde:s
Feuerwehr-Verband  seurt  h.  ncr.  Wie  sch-n  kurz
mitgcleilt,  in  5-Hähriges  Benehen.  Um  din-“
sen  Gedenltag  der  jetzigen  Zeit  entiprechend:
begeben,  hat  der  Landes  Ausschu  bei  (Wasen
von  einer  größeren  F  Feier  abzufehien;  dafür  soll
aber  für  di:  Feuerwihrmönner.  w.  al;  In
valide  oder  liank  vom  Felde  zurselren.  Lin
Fond  errichtet  werden.  wrraus  diesen,  wenn  si:
in  Notl  gerat  n.  eine  Unterstutzung  g  whel  wer
den  kann.  Der  Lundesausschuß  ha##imen  Aurus
  an  alle  Feuerwehrlameraden  erlass  u.  die
les  Unternehm:  n  nach  Krästen  jöld'r  in  hel'en
im  Sinne  des  Wahlspruches:  Einer  fur  Alle

Alle  für  Emen!

Erteilung  von  Tanzusterrich:  )*l
stcllvertr.  Generallommando  des  2.  Bayer.  A.
K.  erläßt  eine  Bekamimachung  belr.  Erleilung
von  Tanzunterricht,  wonach  der  Unterriäzt  nur
von  berufsmäßigen  Tanzlehrern  und  =  Lehrerinnen
  erteilt  werden  darf,  die  bereits  vor  dem
1.  April  1018  bierfür  Gewerbesteuer  bezahlt
haben.  ·

Verbot  der  Versteigerung  des
Obstes  auf  dem  Baume.  Die  Bayerische
Landeosielle  hat  die  Versteigerung  des  lünftigen
Ertrages  von  Obstpflanzungen  (Obst  auf  dem
Baume)  verboten,  um  Preistreibereien,  welcht
gewöhnlich  bei  den  Versteigerungen  einsetzen  und
spätere  Preisüberschreitungen  des  Höchstpreises
zur  Folge  haben,  hintanmhalten.  Ausnahmsweise
  könnten  die  Kreisstellen  für  Gemüse  und
Obst  solche  Versteigerungen  zulassen;  voch  dürfen
sie  die  Genehmigung  nur  unter  Aufla  en  erteilen,
  welche  Preistreibereien  und  Ueberschreitun
gen  der  Höchstpreise  bei  späterem  Absatz  des
Obstes  vorbengen.

Starler  Fremdenverkehr  in  Bayern.
  Nach  den  bisherigen  Mitteilungen  hat  es
den  Anlschein,  als  ob  in  diesem  Jahre  der  Fremdenzustrom
  nach  Vayern  besonders  stark  „werden
  soll.  Nach  den  Anmeldungen  überk.ifft
die  Zahl  der  Fremden  in  einzelnen  Berirken
die  Friedensbesuchsstärke.  So  wird  z.  B.  von
Tölz  berichtet,  daß  sich  bioher  800  Fremde,
zum  großen  Teil  aus  anderen  Bundesstaaten,
angemeldet  haben,  gegen  200  um  die  gleiche
„Zeit  des  letzten  Friedensjahres.  Mit  der  Zahl
der  Fremden  wachsen  natürlich  auch  die  Ernährungsschwierigkeiten.
  Man  wird  jedoch  veruchen,
  ohne  weitere  Einschränkungen  durchzu-—