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faͤlles werden vorlaͤufig folgende Bestrafungen
festgesezt: .
a. Diejenigen Braͤuer, oder Braͤnntweinbrenner,
welche außer dem Abfalle der Braͤuereien
noch andere Stefse nehmen-und gebrauchen,
und hierüber nicht die wöchentlichen
Polleten für eine bestimmte Zabl der
Brände von dem Unteraufschläger vorläufig
erholen, bezablen zur Strafe den zwanzigfachen
Aufschlag im Anschlage, als ob alle
Tage in der Woche gebrannt worden wäre.
b. Eben dieselbe Strafe baben alle diesenigen
zu bezablen, welche sich mit der Branntweinbrennerei
abgeben, und ohne Erbolung
der Pollete in der Woche Branntwein brennen,
so, daß sie den zwanzigfachen Betrag
von der ganzen Woche zu bezahlen haben.
c. Diejenigen, welche öfter brennen, als
die Wochen-Pollete besagt, bezahlen für
jeden Brand über den Inhalt der Dollete
den zwanzigfachen Betrag des bievon trefsenden
Aufschlages.
dG. Diese Strafen verstehen sich nur auf den
ersten Falle, im zweiten Betretungsfalle
wird diese Strafe doppelt auferlegt, und im
dritten Falle wird die Erlaubniß oder Konzession
des Branntweinbrennens gänzlich
eingezogen, und der Kessel konfiszirt.
Unvermögliche werden mit verhältnißmässigen
Gefängnißstrafen belegt; Alle übrigen
Straffälle werden analogisch nach dem in
Malzausschlags-Sachen erlassenen Mandate
bebandelt.
13. Von den vorstebenden Strafen erhalten
die Aufbringer oder Anzeiger die Hälfte dieses
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Betrages; die andere Haͤlfte wird in der Aufschlagsrechnung
in Empfang gestellt.
14. Diejenigen Unteraufschlaͤger, welche
solchen Defraudationen wissentlich nachsehen,
oder auf Erfahren nicht sogleich anzeigen, haben
die naͤmlichen Strafen zu bezahlen, in
welche der Defraudant selbst verfaͤllt wird, und
werden nebenbei der Unteraufschlägerstelle sogleich
entsezt; diejenigen Unteraufschläger
aber, welche diesen Geschäften nicht mit Eifer
und Fleiß vorstehen, sind ohnhin sogleich zu
entlassen.
I5. Die Jndikatur in allen diesen Gegenständen,
so wie überhaupt die ganze Behandlung
steht denselben Stellen und Personen zu,
welchen solche in dem in Malzaufschlagssachen
erlassenen Edikte übertragen ist.
10. Die Polleren werden von den Unteraufschlgern,
welchen nach dem anliegenden Formular
die nöthige Zahl gegen Auszeigung abzugeben
ist, denjenigen, welche sich mit Branntweinbrennerei
abgeben, zugesiellt.
Diese Unsere allerböchste Verordnung, welche
Wir allenthalben genauest beobachtet, und
befolgt wissen wollen, ist demnach durch das
Regierungsblatt sowohl, als auch durch Vertbeilung
der besonders abzudruckenden nöchigen
Anzahl Eremplare zu Jedermann= Wissene
schaft schleunig offentlich bekannt zu machen.
Gegeben in Unserer Haupt und Residenzstadt
München, den 26. Jänner 1808.
Max Joseph.
Freiberr von Hompesch.
Auf königlichen allerhöchsien Befehl.
G. Geiger.
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