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gegebenen Vorschriften (Vorschriften, welche von den Aerzten bei der Ausführung
des Impfgeschäfts zu befolgen sind, 88. 5 ff.) gewonnen ist. Sie darf unvermischt
frisch vom Körper des Kindes oder nach Aufbewahrung in sorgfältig geschlossenen
Haarröhrchen, mit reinstem Glycerin vermischt entweder frisch oder
in Haarröhrchen beziehungsweise in sterilisirten, mit desinfizirten Pfropfen wohl
verschlossenen Gläschen aufbewahrt, auf das Thier übertragen werden;
. Thierlymphe in der zur Menschenimpfung zugelassenen Beschaffenheit;
. die festen und flüssigen Bestandtheile der natürlichen Kuhpocken und der echten
Menschenblattern, wenn bei Verwendung der letzteren alle Vorsichtsmaßregeln
beobachtet werden können, welche zur Verhütung der Uebertragung von Variolagist
auf Menschen oder Anstaltsgegenstände erforderlich sind.
S
S. 25.
Die Abnahme der Lymphe vom Thiere hat vor dem Eitrigwerden des Inhalts der
Blattern, und bevor sich eine erhebliche Röthe der Umgebung derselben eingestellt hat,
stattzufinden.
§. 26.
Sorgfältige Reinigung der ganzen Impffläche mit Seife und warmem Wasser und
Entfernung aller den Blattern anhaftenden Borken und Schorfe hat der Abnahme voranzugehen.
Eine Desinfektion der Impffläche durch geeignete Mittel und Behandlung
mit Alkohol und Aether ist erlaubt.
S. 27.
Nur gut entwickelte Blattern sind zur Abnahme von Lymphe geeignet. Wiederholte
Benutzung einer und derselben Blatter ist nicht gestattet.
S. 28.
Die Abnahme der Lymphe kann mittelst der Lanzette, des scharfen Löffels oder des
Spatels vorgenommen werden. Das Gewebe der Blatter ist bei lebenden Thieren durch
Abkratzen unter scharfem Drucke möglichst blutfrei zu entfernen. Wiederholtes Kratzen
an derselben Stelle ist nicht erlaubt. Wo es die Verhältnisse gestatten, kann das Thier
vor der Lympheabnahme geschlachtet werden.