Full text : Kronprinz Wilhelm. Meine Erinnerungen aus Deutschlands Heldenkampf.

Bodenschwierigkeiten  eingetreten.  Das  drohte  unserer  braven  Infanterie
die  letzte  Kraft  zu  nehmen.  Die  beim  Stellungswechsel  liegenbleibenden
schweren  Geschütze  verursachten  ernste  Verzögerungen  und  Verstopfung  der
Wege.  Seine  Majestät  nahm  am  25.  Februar  den  Vortrag  über  den
bisherigen  Verlauf  der  Schlacht  in  melnem  Hauptquartier  entgegen  und
ließ  allen  Truppen  seine  Anerbennung  und  Glückwünsche  für  ihre  Zeldenleistungen
  aussprechen.

Am  26.  Februar  bonnte  bei  wieder  günstigerem  Wetter  das  VII.  R.  R.
seine  Sicherungen  nach  Thampneuville,  auf  den  Talou-Rücken  und  den
Steinbruch  nördlich  Vacherauville  vorschieben.  Das  XVIII.  A.  R.  saß
aber  im  Anschluß  daran  vor  stark  verteidigten  Zindernissen  in  der
Schluchtlinie  der  Wälder  südlich  Louvement  fest.  Auch  das  III.  A.  Z.
hielt  zwar  das  Fort  gegen  heftige  Anstürme  frischer  Truppen,  bonnte  aber
das  zäh  verteidigte  Dorf  Douaumont  nicht  einnehmen.  Links  von  ihm
erstieg  das  V.  R.  R.  die  Maas-Zöhen  und  gewann  das  Sardaumont=Werk
  mit  den  südlich  vorgelagerten  Gräben.  In  der  #bene  reichte  seine
Rampflinle  bie  Dieppe.  Anschließend  daran  drang  das  XV.  A.  R.  bie
in  die  Linle  Abaucourt  —  Serméville—Ie  Bourbeau  Ferme  vor  und  hielt
westlich  Ville  en  Woszwre  Derbindung  mit  der  Armee-Abteilung  v.  Strantz.
Die  erfreulichen,  auf  die  Gesamtlage  indessen  einflußlosen  Fortschritte  in
der  Wbene  erklärten  sich  durch  geringen  Widerstand  des  Feindes  und  die
Frische  unserer  dortigen  Truppen.  Aber  oben  im  Zaupthampffeld  der
Cötes  hielten  sich  unser  Angriff  und  die  nunmehr  vom  General  HPétain
offensiv  geführte  Verteidigung  der  Franzosen  schon  dite  Wage.  Ws  entsprach
  nur  einem  unumstößlichen  pspychologischen  Gesetz,  wenn  der  himmelstürmende
  Angriffsschwung  unserer  Truppen  der  körperlichen  und  seelischen
Ermattung  im  Ubermaß  kraftzehrender  Rampf=  und  Geländeschwiertgkeiten
zu  erliegen  begann.

Der  Angriff  kommt  zum  Stillstand.

Ein  in  der  Macht  zum  27.  Februar  vom  VI..  R.  R.  beabsichtigter
Maas--Übergang  bei  Samogneur  —  Regnéville  scheiterte  an  verborgenen  Flußbindernissen,
  so  daß  auch  das  VI.  R.  K.  nicht  auf  Forges  angriff.  Vergebens
  mühte  sich  noch  das  XVIII.  A.  R.  Gelände  zu  gewinnen;  vor  dem
III.  A.  R.  brachen  feindliche  Angriffe  zusammen.  Es  wurde  bklar,  daß

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