1669
nanz: Direktion des Salzach-Kreises unterm
a. vorigen Menats über die ihnen durch Unsere
Verordnung vom 3. Februar dieses Jahrs
übertragene Liquidation und Tilgung der Kriegs-Schulden
des ehemaligen Inn: und Hausruck-Viertels
erstattet haben, ist für Uns die beruhigende
Ueberzeugung hervorgegangen, daß
von beiden Behörden dieses Geschäft mit dem
erforderlichen Eifer und jener Pünktlichkeit behandelt
werde, welche selne Natur und Wich
tigkeit in Anspruch nimmt, und daß die für
das erste Konkurrenz-Jahr 1812 ven Uns
bewilligte ausserordentliche Kriegs= Umlage
eine zweckmássige Verwendung erhalten habe.
Da nach eben diesem Berichte an den lizuidirten
und noch zu liquidirenden Foderungen
im laufenden Etats-Jahre abermal eine
Summe von circe 100, Oco fl. abzuführen seyn
wird, damit die völlige Berichrigung der
Kriegs-Schulden in dem von Uns vorgesezten
Termine erfolgen könne, so wollen Wir, daß
auch für dieses Jahr 1811, so wie im vorhergehenden,
eine ausserordentliche Kriegs-Umlage,
und zwar:
1. pro Dominicali,
a) mit einem Dritthei der ordindren Dominikal
Steuer,
b) einem Driteheil des Dominikal-Steuer-Zuschlages,
c) einem Dr##theil der Beamten-Steuer;
2 pro kus'icali,
a) mit einem ganzen Ruͤst-Gelde,
b) mit der Haͤlfte des geminderten Pfenning-
Beitrages,
erhoben, upd hlnsichtlich der Beitrags: Hflich,
1670
tigkeit durchaus keine Ausnahme gestattet
werde, indem einzig die Staats-Domainen,
deren Renten die französische Regierung waͤhrend
des Krieges bezogen hat, von derli Beiträgen
befreit bleiben mussen, weil hiefür bei
Brechnung der abgelssten Arreragen eine
Aufrechnung nicht gestartet wurde.
München den 3. November 1811.
Max Josevpb.
Graf von Montgelas.
Auf kdniglichen allerhöcsten Befehl
der General-Sekretär
Baumuller.
(Die Maut-Behandlung der Posiwägen betreffend.)
Wir Maximilian Josepb,
von Gottes Gnaden König von Baiern.
Da die jüngste Maut-Ordnung vom
#3. September l. J. Modifikationen in der
bereits unterm 6. Juli 1800 erlassenen Instruktion
rücksichtlich der Behandlung der
Postwägen norhwendig machr: so haben Wir
Uns entschlossen, folgende dem gegenwärtigen
Mautgeseze anpassende, und zugleich auf die
Beförderung des Post-Dienstes berechnste
Normen festzusezen.
. 1.
Die Postwägen-Kondukteurs legen bei
ihrer Ankunft an der Grenz-Eintritts= Station
sämtliche Postwágeno-Karten vor, worin
sowohl der Werth als der Inhalt der Frach'-stücke
benenmr seyn soll.
Mit dieser Post-Karte vergleichen die
Grenz Maut-Behörden die kadung durch
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