Volltext : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1811. (6)

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nanz:  Direktion  des  Salzach-Kreises  unterm
a.  vorigen  Menats  über  die  ihnen  durch  Unsere
  Verordnung  vom  3.  Februar  dieses  Jahrs
übertragene  Liquidation  und  Tilgung  der  Kriegs-Schulden
  des  ehemaligen  Inn:  und  Hausruck-Viertels
  erstattet  haben,  ist  für  Uns  die  beruhigende
  Ueberzeugung  hervorgegangen,  daß
von  beiden  Behörden  dieses  Geschäft  mit  dem
erforderlichen  Eifer  und  jener  Pünktlichkeit  behandelt
  werde,  welche  selne  Natur  und  Wich
tigkeit  in  Anspruch  nimmt,  und  daß  die  für
das  erste  Konkurrenz-Jahr  1812  ven  Uns
bewilligte  ausserordentliche  Kriegs=  Umlage
eine  zweckmássige  Verwendung  erhalten  habe.
Da  nach  eben  diesem  Berichte  an  den  lizuidirten
  und  noch  zu  liquidirenden  Foderungen
  im  laufenden  Etats-Jahre  abermal  eine
Summe  von  circe  100,  Oco  fl.  abzuführen  seyn
wird,  damit  die  völlige  Berichrigung  der
Kriegs-Schulden  in  dem  von  Uns  vorgesezten
Termine  erfolgen  könne,  so  wollen  Wir,  daß
auch  für  dieses  Jahr  1811,  so  wie  im  vorhergehenden,
  eine  ausserordentliche  Kriegs-Umlage,
  und  zwar:
1.  pro  Dominicali,
a)  mit  einem  Dritthei  der  ordindren  Dominikal
  Steuer,
b)  einem  Driteheil  des  Dominikal-Steuer-Zuschlages,

c)  einem  Dr##theil  der  Beamten-Steuer;
2  pro  kus'icali,
a)  mit  einem  ganzen  Ruͤst-Gelde,
b)  mit  der  Haͤlfte  des  geminderten  Pfenning-
  Beitrages,
erhoben,  upd  hlnsichtlich  der  Beitrags:  Hflich,

1670

tigkeit  durchaus  keine  Ausnahme  gestattet
werde,  indem  einzig  die  Staats-Domainen,
deren  Renten  die  französische  Regierung  waͤhrend
  des  Krieges  bezogen  hat,  von  derli  Beiträgen
  befreit  bleiben  mussen,  weil  hiefür  bei
Brechnung  der  abgelssten  Arreragen  eine
Aufrechnung  nicht  gestartet  wurde.

München  den  3.  November  1811.

Max  Josevpb.

Graf  von  Montgelas.
Auf  kdniglichen  allerhöcsten  Befehl

der  General-Sekretär
Baumuller.

(Die  Maut-Behandlung  der  Posiwägen  betreffend.)



Wir  Maximilian  Josepb,
von  Gottes  Gnaden  König  von  Baiern.

Da  die  jüngste  Maut-Ordnung  vom
#3.  September  l.  J.  Modifikationen  in  der
bereits  unterm  6.  Juli  1800  erlassenen  Instruktion
  rücksichtlich  der  Behandlung  der
Postwägen  norhwendig  machr:  so  haben  Wir
Uns  entschlossen,  folgende  dem  gegenwärtigen
Mautgeseze  anpassende,  und  zugleich  auf  die
Beförderung  des  Post-Dienstes  berechnste
Normen  festzusezen.

.  1.

Die  Postwägen-Kondukteurs  legen  bei
ihrer  Ankunft  an  der  Grenz-Eintritts=  Station
  sämtliche  Postwágeno-Karten  vor,  worin
sowohl  der  Werth  als  der  Inhalt  der  Frach'-stücke
  benenmr  seyn  soll.

Mit  dieser  Post-Karte  vergleichen  die

Grenz  Maut-Behörden  die  kadung  durch
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