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dete Klagen gefuͤhrt worden; denn ohne vorgaͤngige
Beschwerdefuͤhrung entdeckten Verzoͤgerungen
wurde alsbald abgeholfen, die
zu spaͤt Bemerkten traf unnachsichtliche Ahndung.
Das vorgesezte hohe Ziel einer durchaus
guten Justizpflege wird unverruͤckt verfelgt,
und es ist kaum zu mißkennen, daß
jeder billige Anspruch befriediget worden sey.
Aus den Uebersichten B. und D. ist mit Rückblick
auf die vorhergehenden Jahre ersichelich,
daß die den Gerichten zustehenden Seraffälle,
besonders die kriminellen, abgenommen
haben, indem die minder strafbaren
Handlungen aufgehbrt haben, als Verbrechen
betrachtet zu werden, und von den Zivil
Strafgerichten oder von den Polizeibehörden
bestrast worden sind. Eine unsch#zbare
Wohlehat des neuen Strafgesezbuches,
welches durch so zahlreiche Befreiung von der
Kriminal Strafe so manche Individuen, ja
so manche Familien in der öffentlichen Meinung
bei Ehren erhielt, und es ihnen möglich
machte, der begangenen strafbaren Handlungen
ungeachter, als nüzliche Glieder der
bürgerlichen Gesellschaft ferner fortzubestehen!
Wenn diese Verminderung der gerichtlichen
Straffälle überhaupt, und der Verbrechen
insbesondere nicht auch eine Vermin--derung
der den Gerichtshöfen obliegenden
Arbeiten zur Folge hatte, so findet sich der
Aufschluß darüber in dem größeren Schuze
der persönlichen Freiheit und Rechte, in der
ausgedehnten Anwendung der Vertheidigungs-174
mittel, und in der staͤrkern Beschraͤnkung
der richterlichen Willkühr im Untersuchungsgerichte
sowohl, als im Strasgerichte, welche
das neue Gesez gewährt, aber ohne Vermehrung
der Form nicht gewähren konnte.
Die Tabellen selbst enthalten folgende
Resultate:
I.
Ober Appellazionsgericht.
A. In Zivil Rechtssachen.
(Tabelle A.)
1) Der gesammte Einlauf betrdgt 3115
Numern.
2) Die eingekommenen Berufungen wurden
durch 77 abweisende Erkennenisse ohne
die Vorakten, und 804 Enrschliessungen auf
Einsendung der Akten erlediget.
3) Erkenntnisse aus ganzen Akten sind
335 gefüllt worden, die höchste Summe gegen
alle vorhergehenden Jahre.
4) Die Anzahl der Berichte zur allerhöchsten
Stelle besteht in 82.
5) Die Summ aller übrigen Enrschliessungen
mit und ohne Akten ist 1188.
6) In Bergwerkssachen waren im Jahre
1814 keine Gegenstände zu entscheiden.
7) Am Schlusse des Jahres blieben 08
Akten unerlediget.