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Die Leistungen sind alsbald in das Abrechnungsbuch und in das Cassetagbuch, beziehungsweise
in die von dem Kastenknecht zu führende besondere Frucht-Rechnung einzutragen.
Natural-Gefälle, welche in Natur geliefert werden (zu vergl. §. 3 der Verfügung vom
25. Mai 1848), find sowohl hinsichtlich der Aufbewahrung, als der Verrechnung, völlig abgesondert
von den kameralamtlichen Natural-Vorräthen, im Uebrigen aber nach den für die Verwaltung
der letzteren bestehenden Grundsätzen und Vorschriften zu behandeln.
Da die Liefernden nicht mehr als Gefällpflichtige, sondern als Ablösende anzusehen sind,
so kommt weder der frühere Ablieferungsort, noch die bisherige Erhebungsweise nach dem
Unterschiede zwischen kasten= oder tennfälligen Früchten in Betracht; es haben vielmehr die
Cameralämter, unter geeigneter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse, den einzelnen
Liefernden die Frucht-Speicher zu bezeichnen, auf welche sie ihre Lieferungen zu machen haben.
Ferner werden an die Liefernden keinerlei Lieferungs-Gebühren abgereicht, indem da, wo
derlei Gegenreichnisse seither stattfanden, deren Werth an dem Ablösungs-Schillinge in Abzug
kommt.
Endlich haben die Liefernden nicht nur die Belohnung des Kastenknechts, so wie alle
übrigen mit der Aufbewahrung und Verwerthung der zu Kasten kommenden Naturalien verbundenen
unvermeidlichen Kosten und Abgänge, sondern auch alle durch zufällige Ereignisse
entstehenden Verluste auf sich zu nehmen; wogegen die Natural-Vorräthe gegen Feuersgefahr
auf Kosten der Liefernden durch die Cameralämter zu versichern find.
8. 7.
Verwerthung der Naturalien.
Zum Zwecke der Abscheidung der Naturalien nach ihrer besseren oder geringeren Qualität
und der Auseinanderhaltung der verschiedenen höheren oder niedereren Erlöse im Interesse
der einzelnen Liefernden, sind die zu Kasten kommenden Früchte nicht nur nach Jahrgängen,
sondern auch nach den einzelnen Orten, wohin dieselben geliefert werden, getrennt
zu halten, und es ist sofort der erzielte Erlös den nach der eben erwähnten gedoppelten Abscheidung
in eine Gemeinschaft tretenden einzelnen Liefernden, nach Abzug der in dem vorhergehenden
Paragraphen bezeichneten Kosten, Abgänge und Verluste, in dem ihren Naturallieferungen
entsprechenden Durchschnitts-Betrage gut zu schreiben.
Der Verkauf der Früchte hat in der Regel im Aufstreiche zu geschehen, zu welchem
Zwecke einzelne Parthieen in angemessenen Zwischenräumen mittelst öffentlicher Bekanntmachung
zum Verkaufe auszusetzen sind.