Ein „Kriegserlebnis“ gibt es aber doch in unserer Che!
Die Kronprinzessin hat mich 1915 einmal für zwei
Tage in meinem Haupkquarkier in Skenay besucht. Am
Morgen des zweilen Tages um vier Uhr früh begann
ein französischer Fliegerangriff, der sich offenbar lediglich
auf mein Haus richkeke, das damals noch beinen
bombensicheren Keller oder Untkerstand hatte. Ein Vollkreffer
hätte sicher ganze Arbeit gemachk. Der Angriff
dauerke zwei Skunden. In dieser Zeit warfen vierundzwanzig
Flugzeuge ihre Bomben rings um das Haus —
gezählk wurden einhunderkundsechzig Bomben. Mehrere
von ihnen schlugen nur wenige Meter von dem Haufe
enkfernk ein, sie forderken leider eine Anzahl von Men—
schenleben. Es war der schwerste Fliegerangriff, den ich
bis dahin erlebk hatte. Auch bei dieser Nerwenprobe erwies
meine Frau ihren Mut und ihre gefaßte Ruhe.
Prachkvoll hak sie sich gehalken!
Im Anschluß an meine nun bereiks dreijährige Lehrzeit
und Dienstzeik als Kompaniechef im 1. Garde-Regimenk
zu Fuß sollke ich nun eine Eskadron bekommen.
Ich bat Seine Majestät durch Exzellenz von Hülsen,
mir eine Schwadron des Regiments Gardeducorps anzuverkrauen.
Seine Majestät wollke mich zu den Leib-Garde-Husaren
kun. Schließlich gab der Kaiser nach;
er kommandierke mich im Januar 1906 zur Führung
der Leib-Eskadron des Regimenks Gardeducorps, verlieh
mir aber nichk die schöne Uniform des Regimenkts,
londern bestimmke durch eine besondere Kabinekksorder,
daß ich die Uniform der 2. Kürasstere Königin kragen
sollte.
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