Full text : Feldzüge der Bayern 1643, 1644 und 1645

fichert  foldhed  zu  emportiren,  wann  fie  dan  würden  Phiffippburg  has
ben,  müfte  Straßburg  fihon  pfeiffen  ond  fye  nemmeten  vundbeffen
daraus  mad  fhe  SKönden.

Nit  debouchir  oder  Werbung,  fehe  ich  nit,  wie  e8  rathfamb
fein  over  bißhero  gemwefen,  bdifeweil  erftend  nicht  jedermann  zu  trauen
ift,  2.  die  Srangofen  fo  außreiffen,  Kommen  nicht  herein  in  die  Statt,
3.  die  Teutfchen  fo  außreiffen  wollen,  warten  bi8  fhe  über  Rhein  fom«
men,  e8  fein  zwar  etliche  Teutfche  Dieher  Kommen  aber  e8  war  Dero
nicht  werth  gemweft,  mich  depmwegen  zuentvedhen,  zu  deme  ift  albir  ein
apitain  Schor  genannt,  der  feine  eigene  leuth  darauf  beitelt,  Pakhet
fie  gleich  an  ond  verftreicht  zwar  Guarnison  Wann  aber  der  Palvia
weer  herein  fommen,  wolte  ich  mit  Inie  Conferirt  haben,  mwaß  weiter
Pajfirt  berichte  Ich  mit  nechflen  und  verbleibe

Straßburg  24  Dftb.  1643.

P.  S.

@3  wer  guet  wann  eine  anftalt  zu  Stolhofen  gemacht  wurbt,
daß  die  fchreiben  zu  Pferbt  von  dannen  gleich  weih  getragen  wurden,
ben  ed  würd  nit  viel  lang  mehr  anftehen.

6,

Durcleuchtigfter  Herkog,  Gnädigfter
Churfürft  und  Serr.

Em:  Churfr:  Dril:  Habe  ich  hiemit  onderthenigft,  dife  guete
Zeitung  zu  berichten,  nit  unberlafjen  follen,  Nacdhveme  ich  vor  meinem
aufbruch  von  Durlach)  den  Obrift  Wolff  mit  feinen  Tragonern  nad)
Horb  Commandirt,  das  ich  nachgehents,  auch  den  Obriften  Spordh
mit  500  pferdten,  in  der  meinung  zu  Ime  gefhidht,  zumahl  die  vermuetung
  gefaßt  worden,  ba8  ber  feind  fich  weit  außbreiten  werde,  das
mit  deme  vermitlft  eine8  einfahl8  oder  fonjt,  wie  got  Iob  gludhlid)