Full text : Blätter für Rechtsanwendung. Ergänzungsband zu Band 58. (58e)

108

die  beiden  Bergischen  Infanterieregimenter  als  28.  und  29.  Infanterieregiment,

die  beiden  Infanterieregimenter  der  Deutschen  Legion  als  30.  und  31.  Infanterieregiment,


ein  aus  Abgaben  der  Elblandwehr,  Westphälischen  und  Sächsischen  Landwehr
gebildetes  32.  Infanterieregiment  169).

Kragen  und  Aufschläge  blieben  provinzweise  verschiedenfarbig,
je  4  Regimenter  unterschieden  sich  durch  weißce,  rote,  gelbe,  hellblaue
Achselklappen  184).  Da  die  neuen  Regimenter  zum  Teil  sehr  schwach
waren,  besonders  die  aus  Freiwilligen  gebildeten  wie  das  Lützowsche,
das  seine  Freiwilligen  großenteils  nach  dem  Frieden  entlassen  mußte,
auch  die  beiden  Regimenter  der  bisherigen  Deutschen  Legion,  bei  denen
viele  Nichtpreußen  ausschieden,  wurden  sämtliche  13  Ersatzbataillone
nach  dem  Rheine  verlegt  und  die  Mannschaft  zur  Ergänzung  besonders
  des  30.  und  31.  ferner  des  18.,  19.,  24.,  25.  und  27.  Regiments
verteilt.  Die  Stämme  der  13  Bataillone  wurden  laut  A.K.O.  vom
12.  April  zur  Errichtung  von  6  neuen  Ersatzbataillonen  verschmolzen,
die  weiteren  Ersatz  aus  den  rheinischen  Gebieten  ausbilden  sollten.
Vier  Ersatzbataillone  (7.—10.)  wurden  in  dem  an  Preußen  gefallenen
Teil  von  Sachsen,  zwei  (11.  und  12.)  im  Großherzogtum  Posen  errichtet,
  endlich  stellte  das  Generalgouvernement  von  Berg  in  Düsseldorf
  ein  Bergisches  Ersatzbataillon  auf.

Die  Füsilierbataillone  der  neuen  Regimenter  wurden,  wenn
auch  bei  fast  allen  Regimentern  schon  einzelne  Bataillone  für  diesen
Dienst  besonders  bestimmt  waren,  endgültig  erst  durch  A.K.  O.  vom
6.  September  1815  festgesetzt,  bei  den  meisten  Regimentern  die  bisherigen
  3.  Bataillone,  beim  18.  Regiment  das  2.,  beim  22.  das  I.,
beim  24.  das  2.  Bataillon,  während  die  folgenden  Bataillone  und
Kompagnien  in  der  Nummervorrückten.  Beim  29.  (früher  2.  Bergischen)
Regiment  wurde  das  bisherige  Bergische  Grenadierbataillon  das  I.,
das  bisherige  1.  das  Füsilierbataillon.

Aus  der  Feldjägerkompagnie  der  bisherigen  Deutschen  Legion,
übernommener  Mannschaft  des  Sächsischen  Jägerbataillons  und  des
„Banners  der  freiwilligen  Sachsen“  wurde  auf  A.  K.  O.  vom  21.  Juni
1815  ein  neues  Jägerbataillon  errichtet,  das  am  29.  August  als
3.,  am  24.  November  aber  als  2.  bezeichnet  wurde.

2.  Kavallerie.  Die  5.  Eskadrons  der  beiden  Gardekavallerieregimenter
  wurden  auf  A.  K.  O.  vom  28.  August  1814  aufgelöst.  Gemäß
  A.  K.  O.  vom  21.  Februar  1815  wurden  errichtet:

189)  Das  32.  Regt.  sollte  aus  der  nach  der  Teilung  Sachsens  an  Preußen
gefallenen  Mannschaft  der  sächsischen  Infanterie  gebildet  werden,  die  aber  nach
der  Meuterei  in  Lüttich  unter  Ersatz=  und  Garnisonbataillone  verteilt  wurde.
Dafür  stellte  laut  A.  K.  O.  vom  5.  6.  die  Elblandwehr,  Westphälische  und  Sächsische
Landwehr  je  ein  Bataillon  für  das  32.  Regiment,  das  im  November  1815  in
Wesel  zusammengestellt  wurde.

184)  Nr.  1,  3,  4,  5  hellziegelrot,  2,  9,  14,  21  weiß,  8,  12,  20,  24  ponceaurot,
26,  27,  31,  32  lichtblau  mit  rotem  Vorstoß,  6,  7,  16,  17  karmoisinrot,  10,  11,  13,  15
gelb,  18,  19,  28,  29  rosenrot,  22,  23,  25,  30  krapprot.