matischen Verhandlungen ergebnislos, so bleibt für Seer und Seimat nur
der Rampf auf Leben und Tod. Ich bin mir der Tragweite dieses Schrittes
bewußt. Er muß aber unternommen werden. Die Besorgnls, es auf
einen Verzweiflungekampf mit dem deutschen Volke ankommen zu lassen,
kann die Entente zum #Einlenken führen. Entbrennt der KRampf trotzdem,
so bringt er zeltgewinn und damit die Möglichkeit politischer und militärischer
Deränderungen. Versagen beide Soffnungen, so bleibt der Rampf
um die Ehre. Dlesen sind wir uns, unserer Vergangenheit und Zukunft
schuldig. Der Entschluß zum ZSandeln muß unverzüglich gefaßt werden,
auch wenn das #Ergebnie der diplomatlschen Verhandlungen noch nicht
zutage liegt. Durchgreifende, bieher als unerhört geltende Uaßnahmen
sind notwendig. Alle RKräfte sind in den Dienst der natlonalen Verteidigung
zu stellen. Jede andere Rücksicht tritt zurück.“
Am gleichen Tage, als diese Gedanken zu Hapier gebracht wurden,
kämpfte General Ludendorff in Berlin im Kriegskabinett seinen schweren
BNampf um ihre VDerwirklichung. Die nächsten Tage zelgten, daß sich die
Regierung nicht dazu aufraffen konnte, dle Idee in die Tat umzusetzen.
KLudendorff siel. Damit gab die Zeimat den Rampf auf.
Kämpfe der Heeresgruppe in der zweiten Halfte des Oktober.
Das Zeer stand allein. Melne gläublge Zuversicht auf seinen Heldenmut
wurde nicht getäuscht. Seit dem 19. Obtober war der Gegner in Gegend
Vouziers, seit dem 25. gegen die inneren Flügel der 7. und 1. Armee zu
planmäßlgen Großangriffen übergegangen. Am 25. brach gleichzeitig der
selt dem Iô. erwartete Angriff gegen die Zermann-Stellung der 18. Armee
zwischen Oise und Serre los. Er wurde abgeschlagen. Trotzdem entschloß
sich die Seeresgruppe mangele Reserven zu einem weiteren vorbereiteten
Absetzen vom Gegner. In der rlacht vom 26. zum 27. wurde der linke
Flügel der 18. und der rechte Flügel der 7. Armee in die zweite Zermann-Stellung,
die lediglich erkundet war, in der Linie Guise — Dercy zurückgenommen.
Der Brückenkopf vorwärte der Serre war bereits in der
Nacht vom 21. zum 22. durch die 7. Armee geräumt worden.
Der seit dem 25. begonnenen Gffenstve gegen die inneren Flügel der
7. und I. Armee folgten täglich neue Angriffe. Die Lage der neuen
strateglschen Südfront wurde kritisch, zumal öfstlich der Argonnen die
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