Aummer 218
Die Soldatennot in Frankreich.
Bordeaur, 20. Sept. Der neue Kriegsminister
Millerand räumt mit den Drüceber-=gern
aufs; sie werden im Heere eingrslellt. Der
„Temps, erzählt allerhand Amüsantes üler
die Knisse, welche diese Leute anwendeten, um
sich der Dienslpflicht zu entziehen. Sie wussten
sich zumeist allerlei Ernennungen zu verschafsen,
um zu Hause oder hinter der Front bleiben
zu können. So gab es Verwalter der eroberien
Provinzen, Beobachter der Flirger, Regitratoren
der Milchlühe usw. Obendrein lezogen
biese Leute auch noch Gehalt.
Warum Eugland Krieg führt.
Romt, 20. September. „Giornale d'Italia“
bringt ein Interview mit dem Senator Wrafen
di San Martina, der von einer Reise durch
England und Frankreich zurüdkehrte, woraus
jolgende Sätze besonders interessant sind: Am
72. Juli fand ein Diner statt, an dem Grey,
Coschen und der frühere Schatzminister Mur
10 leilnahmen. Grey äußerte sich dahin. die
Vergange in Irland seien gar nichts im Ver
geeich mit dem Konflit4, der Europa drohe. Lady
Müurray, eine eifrige Parteigängerin Uislers,
sprach über die Schwierigkeiten in Irland und
sagte: Riemand ist gewillt, nachzugeben, des
halb war die Konferenz bei dem König vergeblich.
Der Kampf wird täglich heitiger. Wir stehen
vor einem Bürgerkriege. Ich sehe nur einen
Ausweg nur der Krieg gegen Deulschland
lann noch alle wieder einigen.
an die Türlei?
Nach Pariser Meldun-Tripelentente
ein Ultimatum
an die Türlei zu richten wegen der Ersebung
der britischen Admirals Limpus durch den
deulschen Admiral Sonchon im Kommando der
lürlischen Flotle.
Ullimatum
Gens. 20. Sept.
gen erwägt die
Deutschland und der Friede.
Verlin, 20. Sept. „Reuter“ meldet aus
#s ington: „Der Reichslanzler von Velhy-
ninnn Hollweg hat dem amerilanischen Voliajter
Herard bei der Besprechung des Verniitlungsangebotes
des Präsidenten Wilson
95 fagl, ein eltwaiges Angebot müsse von den
erbündenen ausgehen, da diese sich verpflichtet
nur gemeinsam Frieden zu cchließen.“
Reichslanzlers
Er heiss!, wenn die Verbündeten das
Bedurinis nach Frieden empfinden wecden,
dann mögen sie sich melden. Im ulrigen
haten Friedensverhandlungen im sexigen Augenblic
nicht die geringste Aussicht irgend welchen
Erfolges.
Der Sinn dieser Antwort des
i:
* "
Ein bayerisches Bravdurstüds.
. : dem Oberchaß. wird der Fraulfurter
rrung neschrieben: In den Gefechien, die in
der egend Gebweiler-Tann sich ab'pielten, wurden
eima 50 Bayern von den Franosen abgerinen
und gefangen genommien. Die Frende
er FJranofen mar groß, denn die ebenso geenuie
gefurchteten Bauern gefangen genen
zu haben, war eine große Heidentat.
Scen bei der Entwaffnung suchten die Franzsen
ihr Mütchen an den Gefangenen zu jühlen,
Webei sie wenig gentlemanlile vorgingen. Ei-
—
Wie Dentschland aufgetellt wer den goll.
Unseren Lesern teigen wir heule eine neus
Deutschland Karle, das hethl, wie umere (e#1.
ner sie sich laut einem in Frankreich erichienenr n
Plan gedacht haben. Von allen Seiten ahen sie
sch ein schönes Stuck abgeschnitten, und ur
Thüringen ist übrig gellielen. Daß unier Verbündeter,
Oesterreich, Bayern haben sollte. und
1.—— fnm —.
*½
2
.Sb#ere#
# häta !
» .
vis-nenlmhTuncsnuttcingoß-uEsstckoon
Ilsdncutiihunduitdol)ne.,u)csiklinsei-lett
LumcrnlctbklcmbtvcheuJouncnhcsoottuiut
Aber mehr wird die Triple-Entente woll staunen,
wenn in einer nahen Zuluft ihr eine andete
Karte unterbreitet wird
s &. hetl
. 2
und da die Gefangenen willig mitgingen, ĩd oll
de Franzosen allmählich der Kamm, und iie
machten ihrem gepreßten Herzen in Flachen uber
die verdammten Bayern und in forlwährendem
Antreiben zu schnellerem Marichieren Lufl. Die
Zayern waren wütend, do## noch war er leine
Zeit und Geiegenheil zum Rausen. Im Dorse
M., unweit der Gremte, suhlien sich ie Frau—
r dien jo sicher, daß sie besch ien. sin T Dorfwirtbaus
ihren Durst #### loschen. e Lieien jedch
rehn Mann zur Bewackung der eangenen *
rüd. Jetzt war die Seit für die Bayern gelonmen.
Sich auf die Verachungemannschafjen
stürzen und sie beim Halse fassen war eins.
Naähem sie abgetan waren, bemächtigten fich
aie Bapern der in Pyramiden miammengesegten
Gewehre und jeßt hinein ins Wirtshans.
DA0n den Franzosen enttam leiner, die
Aruern mackten glatte Arbeit. Auch die franischeen
Kolben bewährten sich beim Dreinschlagen,
und standen in nervigen BVayernsännen
den deutschen Kolben wenig nach. Mitl fran:.
sisckher Bewaffnung 2ogen die Vayern dannwohl
gemut wieder heimwärts, und es gelang ilnen
sogar, auf dem Rudwege noch eine Vran#zöfische
r viantlolonne von vier Wagen miigehen eu
lassen. Mohlbehalten kamen sie bei ihrem ’NRegiment
an, wo sie jubelnd begrüß: wurden.
7 e
Die deutsche Feldhaubinyr.
Verlin, 20. Sept. Wie fur-ötd ic die Wir
lung der deurschen Feldhaubitzen auch ari abe
Entsernung ist, geht aus einer Schilderung ei
nes Kriegsteilnehmere hervor: Am 20. August!
sing gegen 3 Uhr abends bisstlic
wir uns gerade ind Luartier hegeben n
ein Gesecht an und ehe wir es lns vrinnnr
waren wir mittendrin. Es war ein #0/lier
Sieg. Die Nacht schliesen wir im -Steßen
graben. Es war sehr lalt. Am nächiten Zane
Die Franzosen jroben
Sedan zu. Unierwege
Vilder, ganz besonder?
ging die Sache weiler.
auf der Sivraße nach
sahen wir grauenvolle
bzicte ’aren berni.se!. Das Ganze spielte sich
in 10 Minuten * Ein Hauptmann Wilhelmi
haite die Franzosen uberrascht und auf 30.:
Meier mil Geldhaubitzen beschossen. Er seirn
erhiel: einen Schuß in die Vrufl. Ein fran:
sisch geOftinier, der ganz zufällig abseils gewe
sen mar, und nur verwundet wurde, erzählte,
es Ware 19 gicien. daß man bänne den Veriand
Lerli## tonnen. Dieses gram###volle: Bid
werde er nie vergessen. Zwei Kilome:er
lang nichls wie Geschutzreihen und Tferde-Kadaver.
* * ½
5 Millionen Pferde in Deutschland.
Verlin, 29. Sept. Nach den bisherigen
Erl.ebungen murde jeügeslelll, daß in Deutsch
land rund 5 Millionen Pferde vorhanden sind.
Den greßiten Venand hiervon weist Preußen
mit dreicinhalb Millionen auf.
Die 14. bayerische Verlustliske.
Hünchen. 20.
Die 1.1. Panerische
Sept.
Verlustlie umiaßt kas.
S. Vataillon des 12. Jufanteriereia Nien
ulmi) und weiit 303 Ramen auf. abeh iIno
lol, 42, schwer verlegi 75, verwwinen 44 leicht
verletzt 163, vermißl 6.
Auf die einzelnen Kompagnien verleiten sich
die Verluile wie folgt: 9. Komp.: 10 to,
15 schwer verlett, 6 verwundet, 46 lecht #Le#rleöt,
2 rermißt. 10. Komv.: 13 t#,
10 sa,er verwundel, 2 verwundel. 22 leint
rerlen!, 1 vermißt. 11. Komp.: ot,
EEIIIIIIIDDEII leicht ver
lei, 1 1soi 12. Komp.: 12 19:. 27
leiht verletzt, 2 nermißl.
srer verlet
b schreer verlezi,
Majch Frnge a. Kompagnie:
lieicht verlett,
Dauon tresien auf
Veriusie: Gefreiter d.
Tölz, leicht verwundet:;
unsere Gegend folgende
R. Mar Goßmann au?s
Reservii Joh. Piel
Dienstas, 22. Seplember 7977
Gschwendiner aus Unterseifriedem BM Wasserburg,
leicht verwundet, rechter Arm: Nelenvist
Joseph Sommer aus Lauschutt, BR
Cberoberg, leicht verwundet, KNopf.
Berschiedene Nachrichten.
Budapest. 20. Sepl. Geilern nack mitiag
geriet die Elisabelh-Dampfmuhle in Brand.
Das Lösch en war durch die umliegenden Holz—
magazine bedroht. Das Feuer entuand imolge
Heißwerdens einer Walze; nach einer haiben
Ttunde war dem Prand das ganze Muhlengelaude
zum Cpser gesallen. Der Schab#en im sehr
ledentend. Uu. a. nd 40000% Za äce und 24
Waggons Mehl rerbrannt.
Hof- und Personalnachrichlen.
München. 2. Sept. Der Konig hat ungeordnet,
daß die Tierärzlliche Hochschule in
Munden vom 1. Ollober 1614 ab ale selbü
siändige Slaalsannalt aufnehoben und der
Lndwig Maximilians Universität München ale
Tierärzlliche Fakullät angegliedert wiro.
—————
Regensburg, 20. Sept. Der (bens#rmenmörder
Paul Ludwig, der vor einigen Tagen
auf dem Transport aus dem Zuge sprang,
iit von der Gendarmerie in Regeniftauf verhaftet
worden. Auf seine Verhaftung wurden
500 Marl Belohnung ausgesegt.
Augsburg, 20. E# Geschick von er-
Sept. Ei#-
schütternder Tragil walte:t uber der va niilie
des Maurers Raile in Lechtanien. Dieier
Tage wurd: die #llähr. Eheftau- Ereiisiz,
die schon bei Torteg inres Mann: lodlrark
arniederlag. zjur letzten Ruhe beftalte:. Vier
lleine, weinendr Kinder umanden den -arg
der Mutter, während der Ernährer und Vater
schwer verwundet im Lazarelt mit dem Tode
ringt.
J
Bauerisches Dderland.
Bad Aibling, 29. Sept. Der Grune des
Todes des freiwillig aus dem Leden geichiedenen
Kulschers: Nilolaus Hölzl om immer
mehr ans Licht. Die Kellnerin Cbribnr 2 Siegl,
ulebt im Oin in Vruckmühl, ichentte im
rorigen Jahre einem unehclichen Kin be das
Leben. Ein als Kindsvrater angegebene: Müil—
lerbursche berinn die BVaierschaft und bezichnete
Holzl als Nebeubunler. Am Z. Jmnar 1613
lam' nun die Valerschaftsllage zur Verhandlung.
Vorher halle schon die Rindsmuite: Chrifine
Siegl den Mut, an den Veriebten (Hölzl)
zu schreiben. In dieĩem Briefe zwang iie ihn
förmlich. der Wahrheit zuwider zu beschwêren,
daß er nicht beleiligt war. ## Dt Bꝛ -
tzandlung schworen dann die beid'
schen Eid. Gegen die Siegl i ein «
inqenUrcsiud1nNNu1s»Mit-ON ein
geleitet. Hölzlh. von (d#e#issensbissen gere elmil,
hat seinem Leden durch Erhangen ein Erde
gemacht.
Un, –WG. Sernt Di Ol bedie
hic denernie, in hier im vollet ang. Der
Leiond: dir. Mepiel
Crn ag in quantativ gur
nd teilmeise au Vir nen. Der Hwetich—
gemertrag it vieileicht nicht Gau * aut, di: däl zz-
niae Fuß tritie mit grobt genagelten bayerischen : *r- .
Wimirstieseln lehrten die Franzosen jedoch in einem Walde, wo auf einer schnurgeraden schacher aus Fraunders, Bä. Trauriein, tomi r vor; an gen in ichäßen. Leider "er:7J er
ahd beflicker sein, worauf auch unsere 7 Bayerntraße zwei franz. Feldartillerie. Regimenter JufJoseph Berger aus Gricstätt. BA. Wa laartige Wind 31 ieen en Schade n den öbt
% reinbar in ihr Geschic ergaben. Der Ab-- Pänzlich vernichtet worden waren. die Geschutze serdurg. rerwundei: Reseroit Js M#n - angerichiei. Der Pr Frn der leuer
Uie pori n#ad, Frankreich sollle: staitfinde n, und J sianden in Warschlolonne, die 2 ror je ger aus Winlel, Bu. Mut ldor. leickt #er junt urrs. W da sichder iarkie-n n Cir.
#: esahrlichkeit der Bayern Rechnung tradem Protzenwagen lagen wie vom Siage 99. Kndeln Inf. Jol. Heufelder aus Arzbanb. * orn hemerfar Mrat
Ernd waren den 50 unbewaffneten Gefangenen rührt tot da. Und ringsum die Manisueist. Tolz, leicht verwondel, rechler Acm: N.0 VBerchtesgaden, 2. Aal. Sf
saerbewaffnete Begleitmannschaften mit= t#en und Offiziere, 28 Geschue mil den Pr.1 serrin Zoh. Argsderfner aus Schnaine, leicht ddireltion gencehmite aut cite dingabe des
gegebean worden- Durch vinige Dörfer“ ging es, Lzeu und sämtliche Mannsch: aften und Ofji- verwundet, linler Fuß. Reservin Joseph rdein trau l#n einen erlolten Abichuf, „von
1oa ogẽ nlas wer Kien nichts entkecken. Wie ein iorin ; ge tan iu sie däberhei
sogar Oroßgetan mit seinen Ungezogen .Papa wird in zwei Stunden hri U Sinin, 5 Der Fruhituckeiuch war gedest, und Dürens, geran- it. mitn —9 i?
und wir werden deinen Geburtsag ie be- Magen kunrte. Aue- es ware ihm nicht ein: Aber war
wird seinen Lohn Eanwfungen Gundelchen,
dente nicht mehr an den Unhold!" Du
solist. dug“ nun zunächst erholen und 8 wieder
nach den großen Ferien zur Schuie gehen.
Jehzt jahren wir .wo du Altersgenofsinnen
findest und Freiwotschasten schließen
ktannst. Dann wirst du dich langsam erholen,
und die aufregenden, häßlichen Bilder aus
Niner! Leidenszeit werden mehr und mehr ver-Gundula
hatte ausmer#sam ghen und
ein warmer Schein w lasses Ge-1n
Kohuscht. Donn "ober bbeshe % traurig
n Ko
„Wenn ich mit dir gehe, Onkel Olto, hat
Papa Var keinen mehr, dann ist er ganz verlessen.
Ich muß bei ihm bleiben, Papa hat ja
lo oft. gesagt, daß ich seine einzige Freude bin.“
Papa hat vor allem seine Freude an
deinem Glück. Und soviel er auch von dir
bält, Gundel, ich glar ube, er ist doch froh über
diese Wendung. Er bekommt bessere Tage,
wenn du sort bist. Du warst der Stiefmutter
stets ein Dorn im Auge, und wenn sie au
liug genug ist, dem Papa das ulcht offen 44
zeigen, zu fsühlen bekommt er es doch.
die beständige Unruhe um deine kleine Person
zehrt an ihm.
Welch ein beruhigendes Gefühl wird es
für deinen Papa sein, dich unter meinem Schutz,
in meiner gärklichen Fürsorge wohlgeborgen zu
wissen. Er wird aufatmen, Le0e du dem Pers“
der sgsiigen. Gehässigen wieht, entsonnen
unt. Ich loter an Popachelch rieben und
Mei - 4s in du seinen l#golhelten ge ·
gehen. Dann nimmist du Absched von Pa#,
und morgen in aller Frühe reisen wir ab. Das
soll ein Leben werden! Stelle dir einmal vor,
statt der ewigen Angrifsfe und Henereien wirst
du Liebe empfangen, wohin du auch lomat.
Und wenn du einen Wunich hast, Kind, er int
dir im voraus erfüllt. Das gilt nicht nur für
heute und morgen, sondern für alle Zeu.“
mochte dem Kinde langsam die Erkenntnis
des unschägbaren Glücksumftandes
dämmern, der sie, die Geduldete, Mißachtetc,
mit einem Schlage zu einem beneidenswert glücklichen
Menschenkinde ma chte.
Sie schlang beide Arme um den Hals ihres
Oheims und küßte ihn in überwallender Dank.
barkeit. .
,Ibistfogulundllnq,OnkelOtto,ich
gehe mit dir und will auch immer bei dir
bleiben.“
„So ist's recht, mein Liebling,“ sagte er,
ihr goldiges Haar zärllich streichelnd, „du sollst
es nie bereuen, dich mir anvertraut zu haben.
Wir gehen ganz sort von hier. In H., wo ich
mir eine schöne Villa gekauft habe., wirst du
leben wie eine Prinzessin.“
11. Kapitel.
Seit jenem denlwürdigen Tage waren volle
acht Johre verflossen. Wieder lachte ein warmer
Sommertag, und die Sonne glühte am wolkenlolen
Himmel.
Ouo Düren stand auf der blumenumwucherten
Veranda, von der aus man den
Hößten Teil des Gartens überschauen konnte.
boer wohin er auch spãbte. er tonnte naon Gun-
geiatien, aliein zu essen. So zündete er sich
eine Zigarre an und piif dann einem Windspiel.
„Geh und such'’ die Gundel, * sagte er laut,
asuch' die Gunde!l, Aulo
Minerva blickte den Herrn aus llugen
Augen an und sprang dann in langen Sägyen
davon.
Mit tiefem Behagen rauchte Düren seine
Zigarre, und Wohlbebagen. tieisten Seelenfrieden
spiegelten auch seine Züge wider. Düren
war in den acht Jaoren vollftändig ergraut,
wohl eine Folge der in Amerita ausgestandenen
Strapazen. Um jo jugendli cher wirkte sein
frisches, rotes Gesicht, das in bluhender Gesundheit
strahlte.
Er stieg die wenigen Stuien zum Garten
hinunter und wandelte hier langsam auf und
ab. Gedankenverloren ließ er die Jahre, wo
Gundula in seinem Hause lebte, an seinem
Geiste vorüberziehen. Es war eine wolkenlos
glückliche Zeit gewesen. Mit dem Kinde war
Inhalt in sein Leben gekommen, es ging nicht
mehr zwecklos dahin, die Leiden und Freuden
der Ingend nahmen ihn mit in Anspruch.
Aber gerade heute war wieder so ein ,
dei-iuahiiiliiiiililiiiiieii’"’»eiid»p.iiiliinihrem
aleichmäßigen Zusammenleben bedeutete.
Ungeduldig wartete Düren auf das Erscheinen
seiner #uchur. Er hatte ihr eine wichtige
Mitteilung zu machen. Kam sie denn nicht?
Sie war doch nicht etwa, ohne Adieu zu sagen,
ausgegangen?
Doch da tauchte schon ihr welßes Kleid
l1nt demölendeid llaren
2e# 1 aienden Augen und der
o. delonden Hagres?
Was iar alls den VUoorseht oren
bleich'uchtinen Midchen 91
wunderiame Sde
Teint, den i
kleinen
en! Liebevolle
öblrpers
Pflege der Soce und Baite ein
Wunder voller (Ann e h zu einer
Schönneit erien Nang :
IIiirniseiiiolinlpiH iiiilii herrlicher
Wuchs und ihr be zaube in des Amun sesselie ihr
reizendes, latmrilder esen, der holdielige
Ausdruck in ihren och fan noch lindlichen
Zügen.
So wie ihr Obeim es propde zeit, war
alles eingetrosien. Alle Herzen flogen Gundula
enigesen. wohin sie kam, weckte und empfing
sie Lieve
Der Meichum ihrer Ohrims wob eine
Glorie um ihr blonder Kopichen, deren Snahlen
schon jenzt — im letzten Wi inter war sie erst in
die Geselischait ngefuhn worden — viele Bewerber
anlockte
Doch Gund 9 lindlich harmloses Wesen
hatte es den jungen Lemen ichwergemacht, sich
ihr zu nähern: sie erlannten. daß sie dem
schönen Madchen unsagbar aleichgu.g# waren
und Zogen iim en., uicht zuruch.
Nur einer hatte an Ausdauer die anderen
weit übertroffen und sich durch Gundulaos Gleichgültigteit
nicht abschrecken laisen, ein Italiener,
welcher sich Conte Giovanni Bethoni nannte.
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