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durch eines Theils diese Gelegenheit haben,
ihre schon mit dem Wesentlichen der Kunst
binlänglich bekannte Schüler unter ihren
Augen, eder nach ihren Zeichnungen grössere
Werke ausführen zu lassen; andern Theils
die öffentlichen Gebäude sich gegen geringe
Kosten mit guten, und nach löblichen Mustern
ausgefährten Darstellungen schmücken
könnten.
XIX Preise.
Alle Jahre sollen die Zöglinge der er-Kten
und zweiten Klasse um einen Preis konkurriren.
Die Aufgabe hat in einem Akte
nach der Natur, und einer Zeichnung nach
einer Staiue zu bestehen. Der tandschaft-Mahbler
liefert ein Studium nach der Namr.
Der Bildhauer eine Zeichnung oder
ein Modell nach einem Kunstwerke. Der Architekt
die Kopie eines Ornaments. Als Prmium
soll irgend ein unzliches Kunstbuch die
Stelle der ebemals üblichen Medaillen vertreten.
Der Preis, Errheilung soll jedesmal eine
öfentliche Aussiellung vorangeben, zu welcher
alle Künstler ihre Werke zu senden, eingeladen
werden.
Alle drei Jabre soll eine grosse und all:
gemeine Preis-Bewerbung statt sinden, zu welcher
auswärtige, wie einheimische Künstler
mit den Zöglingen der dritten Klasse konkurriren.
Der Mabler har den aufgegebenen Gegenstand,
der ans der Geschichte oder Motholo-=gie
zu nehmen ist, in einer reinlich ausgeführten
Zeichnung zu bebandeln, der Bild=—
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bauer aber ein Modell in Erde zu verfertigen;
der tandschaft-Mahler liefert eine selbsterfundene
kandschaft gemahlr.
Der Preis bei dieser Konkurrenz soll für
den einheimischen Künstler in dem Auftrage bei
steben, ein Gemählde, eine Starue oder Buste
auszuführen, wozu er ein Arbeitszimmer,
die Modelle und Materialien frei erhält. Die
auf diese Art unrer den Augen der tehrer
entstandenen Werke sollen sedann um einen
billigen Preis zur Auszierung öffentlicher Gebiude
gekauft werden, nach welcher Rücksicht
auch, so weit es thunlich ist, die Wahl der
Gegenstände getroffen werden kann.
Für den auswärtigen Künstler soll der
böchste Preis von 50 Dukaten im Werthe,
oder nach seinem Gefallen in eben soviel an
Gelde bestehen; jedoch bleibt der Akademie
überlassen, den Preis nach Befund der Umstände
ganz, oder auch nur zum Theil zuzuerkennen,
oder denselben zwischen mehreren
zu tbeilen.
Der Gegenstand der Preis-Anfgabe soll durch
ein eigenes Programm der Akademie jedesmal
nach der Kunstaue stellung des zweiten Jahres
bekannt gemacht werden; der Termin soll bis
Ende Juli des folgenden Jahres geben; im
August bierauf eine öffentliche Ausstellung
sämtlicher Konburrenzstücke in einem Saale
der Akademie statt sinden. Am Ende derselben
werden die Preise durch einen Beschluß
der Akademie zuerkannt, und die Preis-Vertbeilung
durch ein eigenes Programm bekannt
gemacht, welches die motivirten Urtheile