Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1807. (2)

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(Die  Aufnahme  der  Berg=  und  Hütten=  Eleven
betreffend.)

Da  bei  der  gegenwärtigen  beschränkten
Anzabl  der  Berg=  und  Hütten=  Eleven  die
Aufnabme  einiger  neuen  Subsekte,  zufolge
einer  allerhöchsten  Entschließung  vom  20.
März  dieses  Jahres,  allergnébigst  bewilliget
worden  ist;  die  Auswahl  der  hiezu  fähigen
Individuen  aber  durch  einen  Konkurs  gescheben
  soll;  se  wird  biezu  der  20,  des  eingehenden
  Monaks  Mai  besilmmt,  und  diejenigen
  jungen  teuce,  welche  blezu  die  geeigneten
  Vorkenntnisse  besizen,  werden  hiemit
  aufgefodert,  sich  zur  Prüfung  an  dem
bestimmten  Tage  bei  der  unterzeichneten
Stelle  zu  melden,

Die  Vorkennenisse,  welche  man  von  einem
Kandidaten  fodert,  sind:  daß  er  nicht  nur
eine  gute,  leserliche  Handschrift  schreibe;  selbst
schon  einige  schriftliche  Aufsätze  verfasse,
und  im  Rechnen  wohl  erfabren  sey;  sondern
auch  die  öffentlichen  Schulen  besucht,  und,
wo  möglich,  die  ppysikalisch=  mathematischund
  naturbistorischen  Kufse  schon  vollendet
habe.

Zugleich  soll  derselbe  besonders  im  Planzeichnen
  schon  etwas  erfabren  seyn,  oder  doch  eine
gute  Anlage  zur  Erlernung  des  Zelchnens
beweisen;  auch  darf  er  in  seinem  Alter  nicht
über  24.  Jahre  vorgerückt  seyn,  und  muß
übrigens  einen  gesunden  und  soliden  Körperbau
  haben.

Den  vier  esseren  bei  dem  Konkurse  sich  auszeichnenden
  Subjekten  sind  zur  weiteren  Ausbildung

  goo  fl.  als  ein  Stipendium  zuge- 



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sichert;  andere  aber,  welche  sich  allenfalls
nech  auszeichnen  würden,  und  sich  dem  Bergund
  Hücttenfache  widmen  wollten,  müssen
im  Seande  seyn,  ihre  Bildung  aus  eignen
Mitteln  fortzusezen;  und  es  kann  denselben
nur  im  Verblinisse  ihres  Fleißes,  und  ibrer
Fortschritte  bei  der  näberen  usbildung  in  diesem
  Fache  einiger  Unterhalts-Beitrag  zugesichert
  werden.  München  den  2.  April  1807.
Königliches  oberstes  Bergamt.
Freiherr  von  Schwerin.

 

Beförderungen.

Vermög  Armee-  Befehl  vom  14.  Februar
erbielt  der  Unterlieutenant  des  6.  leichten
Infanterie-Bataillons  Taris,  Johann  Friedrich
  Spannmann,  die  nachgesuchte  Eutlassung.


Im  nämlichen  Bataillon  rückte  der  Junker

  Paul  Baron  Vassimon  zum  Unterlieutenant,
  und  der  Gemeine  Karl  Ziwny
zum  Junker  vor.
Vermög  Aermee,  Befehl  vom  16.  Februae
wurde  dem  Unterlieutenant  des  4.  leichten
Infanterie"  Bataillons  Zoller,  Klement  Senefelder,
  die  nachgesuchte  Entlassung  ertbeilt.


Vermög  Urmee:  Befehl  vom  18.  Februar
wurde  dem  pensionirten  General=  tieutenant
Grafen  RNogarola  erlaubt,  die  Uniforme
à  la  zuite  der  Armee  tragen  zu  dürfen,  —  und

Franz,  Prinz  zu  Hohenlohr-Schillingsfürst
  erbielt  den  Karakter  eines  Masors  der
Kavalerie,  mit  der  Erlaubniß,  die  Uniforme
à  la  suite  der  Armee  zu  tragen.