Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1906. (33)

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*3.  Befreiungen.  Von  der  Stempelabgabe  befreit  sind:

a)  Freikarten  und  Freifahrscheine,

b)  Militärfahrscheine,

J)  Militärkarten  einschließlich  der  an  wehrpflichtige  Angehörige  der  österreichischungarischen
  Monarchie  ausgegebenen,

4)  Schülerkarten,

e)  Arbeiterkarten  einschließlich  der  Zeitkarten  für  Eisenbahnarbeiter,

k)  Fahrkarten  IV.  Klasse,

g)  Beförderungsscheine  für  Begleiter  von  Tieren  oder  Gütern,  wenn  sie  frei  oder  zum
Preise  von  2  Pfennig  für  das  Kilometer  befördert  werden,

h)  Fahrkarten  der  dritten  Wagenklasse,  soweit  im  Eisenbahnverkehr  eine  vierte  Wagenklasse
  nicht  geführt  wird  und  der  volle  Preis  für  die  Karte  der  dritten  Wagenklasse
  den  Satz  von  2  Pfennig  für  das  Kilometer  nicht  übersteigt,

i)  Fahrkarten,  wenn  deren  voller  tarifmäßiger  Fahrpreis,  bei  Zeitkarten  der  Gesamtpreis
  der  Zeitkarte,  bei  Fahrkarten  von  und  nach  ausländischen  Orten  der  Fahrpreis
für  die  im  Inlande  zurückzulegende  Strecke  den  Betrag  von  0,60  nicht  erreicht,

k)  Zuschlagskarten,  die  zur  Fahrt  in  einer  anderen  Zuggattung  (Schuellzüge,  Luxuszüge)
  oder  auf  einem  Dampfschiff  anderer  Gattung  (Eil-,  Luxusdampfer)  gelöst  sind,

1)  Platzkarten  und  Bettkarten.

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1.  Fahrt  (1)  Fahrkarten  über  Reisen,  welche  zum  Teil  im  Inlande,  zum  Teil  im  Auslande
ass  lür  zurückzulegen  sind,  unterliegen  der  Stempelpflicht  nur  insoweit,  als  der  Fahrpreis  auf  die
anßerdeutsche  Inlandsstrecke  bis  zu  oder  von  der  Grenze  entfällt.  Als  inländische  Bahnlinien  gelten  auch

Strecken.  solche  im  Auslande  gelegene  Strecken  einer  unter  deutscher  Verwaltung  stehenden  Eisenbahn,

auf  denen  sich  keine  Station  befindet.

(2)  Maßgebend  für  die  Feststellung  des  auf  die  Inlandsstrecke  entfallenden  Teiles  des
Fahrpreises  sind  im  Eisenbahnverkehre  diejenigen  Grundsätze  oder  Abmachungen,  welche  der
Abrechnung  zwischen  der  inländischen  und  ausländischen  Verkehrsverwaltung  zu  Grunde  gelegt
  werden.  Findet  keine  solche  Abrechnung  statt,  so  stellen  die  obersten  Landesfinanzbehörden

die  Grundsätze  über  die  Verteilung  des  Fahrpreises  fest.

8  88.

Für  Fahrtausweise,  welche  wahlweise  für  deutsche  oder  außerdeutsche  Strecken  gelten,
ist  die  Abgabe  nach  dem  Fahrpreisanteile  zu  berechnen,  der  bei  Benutzung  der  deutschen