516 Bienenstich — Binden.
Bienenstich. Bekanntlich läßt die Biene, wenn sie sticht, ihren Stachel
zurück. Nach kurzer Schwellung und Rötung und Entfernung des giftigen
Stachels ist die Wirkung des Stiches bei vielen vorüber; bei anderen kann
er auch zu Fieber, Ohnmachten und heftigen Schmerzen führen. Es reagieren
nicht alle Menschen in gleicher
Weise auf Bienengift.
— 1 Behandlung. Mit den
———. Fingern oder feiner Pinzette
. G 14 (Fig. 296), welche jede Mutter
für solche und ähnliche
bereit halten müßte,
ziehe man sofort den
Stachel heraus, wasche
dann die gestochene
Fig. 25. Aulenuug iner auspeigenden Zirkelbinde. — Ral,
ßen Schmerzen etwas
Mandelöl darauf, oder lege einen Lehmaufschlag auf, der prächtig
kühlend wirkt. Sonst ist auch ein feuchtwarmer Verband genügend
und sehr wohltuend. Auch ein Ganzdampfbad mit tüchtiger Schweiß- Fig. 296.
erzeugung ist bei anhaltender schmerzhafter Geschwulst notwendig. Pinzette.
Bier. Es besteht aus Wasser, Alkohol, Kohlensäure, Essigsäure,
Milchsäure, Traubenzucker, Eiweiß, Hopfenbitter. (Siehe Fig. 45 und
„Unsere Getränke“ im I. Teil unter „Ernährung“.)
Von einsichtsvollen Arzten wird ihm höchstens bei kleinen Mengen eine
4 die Verdauung anregende
Wirkung zugesprochen
(vorübergehendl);
über seinen
geringen Nährwert,
— » über die durch Bier
Fig. 297. Geschwollene, blaurote, absterbende Hand infolge entstehende Fetteiner
zu festen Binde. Nach v. Esmarch. leibigkeit und die
Magenkatarrhe usw.
sind sie jetzt aber bald einig. Man lasse das Biertrinken daher nie zur
Gewohnheit werden und halte Kinder vollständig fern davon.
Bindegewebe ist eine Art Gewebe, das Lücken im Körper ausfüllt und
innere Organe umgibt. Auch im Becken findet sich viel Bindegewebe zwischen
den Blättern des Bauchfelles und ist, da es von feinen Gefäßen durchzogen
wird, oft der Sitz von Entzündungen oder von Ausdünstungsmassen.
Binden. Man unterscheidet Binden zu Verbänden, zu Packungen
und zur Aufsaugung von Ausflüssen. Je nach ihrem Zweck sind sie von