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Erhaltung des natürlichen Landschaftsbildes.
Die Bekämpfung schädlicher Einwirkungen auf die
Erhaltung des Laudschaftsbildes.
Mit schmerzlichem Bedauern ist in den letzten Jahren immer
wieder festgestellt worden, daß unser Land sich stark in seiner Gestaltung
verändert hatte. Eisenbahnen und andere Verkehrsmittel
drangen in die stillsten Winkel, und in ihrem Gesolge kamen
Industrie und eine rationelle Wirtschaft, um rücksichtslos ihre Erwerbsinteressen
allen anderen voranzustellen. Aus Flur und Wald
verschwanden ganze Pflanzensamilien, seltene sür die Wissenschaft
wertvolle Gebiete wurden verändert, das von Sage und Dichtung
verklärte Naturdenkmal wurde vernichtet. Vor allem richtete sich
die Vernichtung gegen die Vogelwelt, aus der mancher namhaste
Vertreter verschwand. Aus vier Hauptursachen lassen sich die Zerstörung
des Landschaftsbildes und die damit verbundenen wirtschaftlichen
Folgeerscheinungen zurückführen, auf die Verkoppelung,
die Ausbreitung der Industrie, die Zunahme
des Verkehrs und die Gleichgültigkeit.
Es läßt sich nicht verkennen, daß durch die Verkoppelung die
Feldmarken wesentlich verbessert, ihre Erträge und der materielle
Wohlstand ihrer einzelnen Besitzer und der Gesamtheit durch zweckmäßige
Spezial- und Generalregulierungen ganz erheblich gehoben.
werden können, ja, daß der gewaltige Produktionsaufschwung, den
die landwirtschaftlichen Betriebe im 19. Jahrhundert genommen
haben, erst durch Separation, Konsolidation, durch Verleihung des
umneingeschränkten Eigentumsrechtes an den Boden möglich geworden
ist.
Diesem ossensichtlichen wirtschastlichen Nutzen stehen nicht
mindergewichtige Nachteile gegenüber, die leider vielen gar nicht,
andern erst ganz allmählich zum Bewußtsein kommen. Wir haben
sie schon im Kapitel „Allmende und Gemeinheiten-“
berührt.
Oder sind es nicht auch praktische Nachteile, wenn mit den
Hecken und den einzelnen Büschen und Bäumen, die die Verkoppelung
sämtlich beseitigt, der Windschutz im freien Felde und
die Brutstätten der Singvögel verschwinden, die das Ungeziefer
vertilgen helsen? Oder ist "½ gleichgültig, ob die Gemein
heitsteilung zur Stallfütterung und damit zur
Perlsucht der Kühe, zu ungesundem Fleisch und
zu ungesunder Milch führt?
Es muß hier auch hingewiesen werden auf den allerdings nicht
ofsensichtlichen Nachtein, den Heimgefühl und Heimatsinn bei der
Verkoppelung erleiden mußten.
Sohnrev. Begweller.
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