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eine genaue Geschichte dieser Uebersetzung, ohne welche das
Zeugniß derselben gar nicht beurtheilt werden kann, wenigstens
allen meinen Lesern nicht gleich gegenwärtig, daß ich
sie also mit Nutzen voraus schicken darf. «
H.-14.
Isidorsche Uebersehung.
Schon im sünften und sechsten Jahrhundert findet man
man theils auf spanischen, theils auf gallischen Concilien
solche Canones angeführt, die weder aus der prisca, noch
aus der Dionps#schen Uebersetzung genommen sind 2). Auch
machte in der Mitte des sechsten Jahrhunderts ein Diakonus
zu Carthago, Fulgentius Ferrandus, eine abbreuiationem
canonum, und alle seine Concilienschlüsse nahm er offenbar
aus einer ganz andern Uebersetzung, als aus beiden obigen:
nur die Chalcedonischen Schlüsse nahm er aus der
prisca. Also um eben die Zeit, da Dionys zu Rom seine
Sammlung unternahm, eristirte außer der Prisca, auf die
er sich beruft, schon geraume Zeit in Afrika, Spanien,
Gallien, und vielleicht, auch Italien, noch eine andere-ihm
wahrscheinlich unbekannte Sammlung. Ein gemeinschaftliliches
Schicksal aller dieser ältesien Sammlungen ist es, daß
sie nicht gleich anfangs so waren, wie sic auf unser Zeital-*)
S. den dritten Canon der im Jahr 439 unter dem Vorsitz
des B. Hilarius von Arles gehaltenen Synode zu RZiez.
Auch in dem 31 ten Canon der im Jahr 517 gehaltnen Spnode
zu Epaon kommt der Ausdruck ancyritani canones
vor. Ein Ausdruck, der Isidors Uebersetzung vollkommen
charakteristisch eigen ist: denn in der prisca heißt es immer
Ancyrenses, und beim Dionvs Ancyrani. Vergl. Ballerin.
diss. P. II. C. II. Jc. 2. pag. vo. .