Full text : Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band. (9)

55  —57.  1611  119

obra  licenciando  esta  gente.  EI  rey  va  juntando  la  suya  muy  de
proposito  y  ay  nueba,  que  van  acercandose;  muchos  Bohemios  se  le
van  inclinando.

Sim.,  Fass.  3497,  f.  9;  Or.

56.  Abschied  des  wormser  Partikulartages  der
Unierten.

Die  Versammlung  war  auf  den  6.  Februar  ausgeschrieben  worden,!
um  zu  beraten  und  zu  beschliessen,  wie  die  zu  Speier  auf  fernere
Handlung  gestellten  Vorschläge  wegen  nachbarlicher  Assistenz
unter  den  Unierten  ins  Werk  zu  setzen  seien.  Wegen  Abwesenheit  verschiedener
  interessierter  Stände?  wird  die  endgiltige  Vergleichung
auf  den  bevorstehenden  allgemeinen  Unionstag  verlegt  und  diesmal
Dur  „praeparatorie‘‘  geredet:  Die  zu  Speier  vorgeschlagene  Schickung
ist  beim  nächsten  Notfall  von  dem  zunächst  gefährdeten  Bundesmitglied
  ins  Werk  zu  setzen.?  Empfohlen  wird  sorgfältige  Kundschaft,
Verwahrung  der  Pässe,  gute  Korrespondenz  unter  den  Nachbarn,  allenfalls
Verständigung  durch  Zeichen.  Die  vorläufige  nachbarliche  Hilfe
kann  mit  eingeübtem  Landvolk  in  festgesetzter  Zahl  geleistet  werden;
den  Städten  ist  aber  freigestellt,  diese  Hilfe  mit  Volk  oder  Geld  zu  leisten.
Detailbestimnungen  über  Artillerie  und  Munition.  Wegen  des
Kommandos  golten  die  Bestimmungen  der  Unionsnotel.  Die  nachbarliche
Hilfe  geschieht  auf  Kosten  gemeiner  Union.  Geschehen  zu  Wormbs
den  31.  januarii  a.  1611.

Btg.,  Unionsacta,  IX,  f.  45;  Or.t

5%.  BRamö6e  mit  den  hohen  und  niedern  Bofehlshabern
des  passauer  Kriegsvolkes  an  Kaiser  Rudolf  II.

Dieses  kaiserliche  Kriegsvolk  und  besonders  dessen  Befehlshaber
  werden  von  jedermann  beschuldigt,  dass  sie  fortwährend  Ursache
suchten,  sich  nicht  abdanken  zu  lassen.®  Daran  geschieht  ihnen  —
namentlich  bis  zum  Aufbruch  von  Passau,  —  grosses  Unrecht;  seither

!  Das  Ausschreiben  des  Administrators  der  Kurpfalz  erging  am  10./20.
Januar  an  Ansbach,  Württemberg,  Hessen,  Baden,  Strassburg,  Worms,  Speier,
Weissenb  i.  E.  und  Landau  (Mb.,  119,3,  f.  41;  Kpt.).

?  nebas  ‚  Hessen  und  Strassburg  waren  nicht  erschienen,  Weissenburg
und  Landau  waren  ohne  Instruktion.

®  Vgl.  Briefe  und  Akten,  Ill.,  no.  294,  Art.  1.

*  Vgl.  Christian  Friedrich  Sattler,  Geschichte  des  Herzogtums  Würtemberg,
  VI.,  Ulm  1773,  8.  54.

5  Ueber  die  Ereignisse,  die  «diesen  Schreiben  vorausgiengen;  vgl.  A.
Gindely,  Rudolf  Il.  und  seine  Zeit,  II.,  8.  196.

Februar
10.

Februar
10.

Februar
12.