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Nr. 53.
Herr Bienvenu-Martin, stellvertretender Minister des Aeussern,
an Herrn de Fleuriau, Geschäftsträger in London.
Paris, den 26. Juli 1914.
Herr Pal&ologue richtet folgendes Telegramm an mich:
« Herr Sasonow rät der serbischen Regierung, die Vermittlung
der englischen Regierung anzurufen. >
In Uebereinstimmung mit Herrn Paul Cambon glaube ich,
dass die französische Regierung nichts anderes tun kann, als
die Hoffnung aussprechen, die englische Regierung möge annehmen,
wenn ihr ein derartiges Anerbieten gemacht würde.
Wollen Sie sich in diesem Sinne bei dem Foreign Office
aussprechen.
Blenvenu-Martin.
Nr. 54.
Herr Paleologue, französischer Botschafter in St. Petersburg,
an Herrn Bienvenu-Martin, stellvertretenden Minister des
Aeussern.
St. Petersburg, den 26. Juli 1914.
Der Minister des Aeussern fährt mit einer löblichen Beharrlichkeit
fort, Mittel zu suchen, um einer friedlichen Lösung die
Oberhand zu verschaffen. « Bis zum letzten Augenblicke >», erklärte
er mir, « werde ich mich zu Verhandlungen bereit zeigen.
>
Von diesem Gedanken geleitet, hat er soeben den Grafen
Szapary zu einer « offenen und loyalen Auseinandersetzung » zu
sich bitten lassen. Satz für Satz hat Herr Sasonow vor ihm das
österreichisch-ungarische Ultimatum kommentiert, wobei er die
beleidigende Art der hauptsächlichen Bedingungen hervorhob.
« Die Absicht, unter dessen Einfluss das Dokument entstanden
ist », sagte er, « ist berechtigt, wenn Sie nur den Zweck verfolgt
haben, ihr Gebiet gegen die Anschläge der serbischen Anarchisten
zu schützen; aber das Verfahren, welches Sie eingeschlagen
haben, ist nicht zu verteidigen. » Er schloss mit den Worten
: « Nehmen Sie Ihr Ultimatum zurück, mässigen Sie dessen
Form, und ich garantiere Ihnen für das Resultat. >