der 34. J. D. des Generals Zeinemann wurde um 9% vormittage gegen
Malavillers zum Angriff angesetzt. Südlich davon war die 67. Infanterie-Brigade
über Sancy entfaltet. Sie besetzte mit einem Regiment Anderny
und stieß über Murollle— Bonwillers vor, ohne in erhebliche Rämpfe zu
geraten. Erst abende konnte das Generalkommando durch Meldung der
die linke Armeeflanke sichernden 6. R. D. die Uberzeugung gewinnen, daß
von dorther keine Gefahr drohte. Während die 34. J. D. noch mit drel
Regimentern im Rampf um Mercy le Saut lag, wurde nunmehr die
33. J. D. unter General v. Reitzenstein in nordwestlicher Richtung über
Signy — Hreutin angesetzt. So reifte hier leider erst spät abends die siegreiche
Entscheidung heran. Die 34. J. D. nahm im Sturm Mercy le Saut
unter schweren Derlusten für den Feind. Sie verblieb nachte südlich
Joppéecourt, wo sie die Derbindung mit ihrer 68. Infanterie-Brigade
wiedererlangte. Die 33. J. D. war hinter dem weichenden Feinde bis
westlich Tiory Tircourt gefolgt.
Wir waren uns beim Armee-Oberkommando am Abend des auf der
ganzen Armeefront fast lückenlos errungenen großen Schlachterfolges innerlich
bewußt. Aber man hatte nach der gewaltigen Vervenanspannung der
ununterbrochenen Tlachrichten= und Sefehlsarbeit mit ihren zwischen
Sorge und Befriedigung wechselnden Eindrücken ernste Gedanken. Mit
dem frohen Bewußtsein sicheren Sieges rang die dunkle Ahnung von
ungeheuren Opfern der tapferen Armee. Jubelnde Freude fand im engeren
Stabe keinen Raum.
Auf Grund der Schlußmeldungen der Generalkommandos meldete
das Oberkommando an das Große ZSauptquartier den errungenen Sieg
über den feindlichen Angreifer und die Absicht, die eroberten Linien am
23. August zunächst nicht zu überschreiten. Longwy sollte weiter beschossen,
dle Derbände geordnet, Munition ergänzt und das Schlachtfeld aufgeräumt
werden. Die Zeranzlehung der fünf Landwehr-Brigaden aus der bedeutungslos
gewordenen WMied-Stellung zur Verstärkung des linken Armeeflügels
wollten wir abwarten.
Die Lage beim Feinde und bei den VNachbar--Urmeen war ungeklärt.
Ausnutzung des Sieges blleb zwar der leitende Gedanke aller Erwägungen
und Dorträge im Gberkommando. Aber die Drehpunktaufgabe der Armee
gegenüber dem starben Seerlager Verdun legte Fesseln an, die nur von
der O. S. L. gelöst werden konnten. Deohalb war Stärkung der Rampf-34