Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Feuerẽͤtigleit

nglads·

243,  so
it  sachverfügt.

6  vorceähl.

ie  Zahl

ung  des
jam,  des
hat  ami
ig  aller

it.
April.
ause  trat
er  Proleit,
  dies,
t.  Wenn
m  Markte
rlich  das
lent.  Eriert
  wert
  Vferdebagerische

kten  aro-=heimisczn

ein  das
das  „Kind
!zu  liebsten
die  Olerig
  und  die
en  Nassen
engli'che
L

#.

ourde  von

1a40  Mi.
Müiler

Börse  ben

  zustellen

Vei  der

Roggender
  vorgeelllen
  binenden
  An-Portobin-

  bundert

—.
und  uns
ges  Ding.“

ßfolgerung,
iehen.  I
ôogeschlossen,
hatte  den
imien.  Ich
;  das  Aüul,ö
war,  war
1  misamm
t,  ihn
ch  auf  dem
t  er  einen
arbig,  sieif
verknüllt.

NKumssee  6

—.  —

EM·“EE

 

Mark,  u.  a.  bis  zu  600  Mk.  pro  Person,  genommen
  wurden.  Nun  wollen  die  Angestellten
den  Ziollrechtsweg  beschreiten.

Immenstadt,  14.  April.  Die  Osterfeierlage
  brachten  einen  kolossalen  Touristenverlehr
in  die  Algäuer  Berge.  Viele,  die  unternehmend
ausgezogen,  lind  durch  den  mäctigen  Ton  ner
der  Lawinen,  die  von  allen  Seiten  in  die  Hochtäler
  niedergingen  wohl  zu  ihrem  Glüt  —  abgehalten
  worden,  beabsichtigte  Hochtouren  auszuführen.
  Mächtige  Lawinen  lind  an  Orten
niedergegangen,  die  sonst  als  durchaus  lawinensicher
  gelten;  eine  Staublawine  hat  auch  heuer
wieder  das  Prins  uitpoldhaus  am  Hochnoge:l
leimgesucht.  Das  Dach  des  stattlichen  alpinen
  Unterlunftshauses  ist  vollständig  von  dem
Lawinenschnee  bedeckt,  ein  Vordach  ist  ausgerissen
  und  die  Ostergäste  mußten  sich  erst  mühsam
  den  Zugang  zur  Hüttentür  freischaufeln.
Eine  Anzahl  Slifahrer  kamen  in  kritische  Situationen.
  Am  Söller  bei  Oberstdorf  ging  eine
Lawin:  mieder,  eben  als  zwei  fremde  Slifahrer
das  Gelände  bei  der  Schrattenwanger  Alpe
querten.  Während  einer  der  Herren  aus  tbor
sich  rasch  bewegenden  Schneemasse  herausgewor.
sen  wurde,  slal  sein  Begleiter  bis  zum  Kopfe
in  dem  ichweren  Schnee  und  konnte  durch  den
Welährten  noch  aerettet  werden.

ll———  —

Vrannenburg,  14.  April.  Bei  vollständig
rerfülltem  Saale  fand  am  Ostermontag,  nachmiltags
  2  Uhr,  die  3.  Aufführung  des  Schau-Weeles
  „Lyra  oder  die  christliche  Sklavin“,  van

Joseuph  Faust,  statt.  Der  überaus  zahlrige
  Besuch  aus  Nah  und  Fern,  hat  gezeigt,
melch  große  Beliebtheit  und  welch  gute  Aufnohme
  das  Stück  bei  der  Bevölkerung  gefunden
lat.  Darsellung,  Szenerie  und  Kostümierung
sanden  and,  diesmal  ungeteiltes  Lob,  so  dab
sich  die  Theatergesellschaft  wahrscheinlich  wird
enlichliehjen  müssen,  das  Stũd  ein  paarmal  noch
nachzuĩpielen.  Nachsie  Spieltage  lind  Sonntag,
10.  April,  abends  128  Uhr,  und  Sonntag,  26.
April,  nachm.  2  Uht.  Die  Spieldauer  beträgt

i  Sunden,  während  die  Pausen  durch  musilealische
  Aufführungen  des  hiesigen  Orchesterreins
  ausgefüllt  werden

Bas  Aibling,  14.  April.  Im  landwirtsch.
Bezirksverein  sprach  der  erst  kurz  zum  ersten
Vorstand  Arwählte  Regierungsrat  Popp,  dem
ren  den  Vorstandsgeschäften  zurückgetretenen
Prauereibesitzer  Wild  Dank  und  Anerkennung
aus.  Abg.  Steininger  referierte  über  die  Waldbansektion
  Feldlirchen,  deren  bares  Vermögen
#.  It.  sich  auf  4090.34  Mk.  beläuft.  Der  bisherige
  Pflanzgarten  bei  Reith,  der  zirka  3
Tagw.  groß  ist,  wird  aufgelassen  und  der  Versteigerung
  unterstellt  werden.  Dagegen  wurde
ron  dem  Grunobesitz  der  Frau  Gräfin  Wilding
de  Radali  ein  neues  Pachtland  zu  äußerst  aün  ·

stigen  Preisen  für  Zwecke  der  Errichtung  einer
neuen  Pflanzstãtte  bereitgestellt.  Die  darauf
zu  betreibende  sorstliche  Anpflanzung  und  Verwaltung

  hat  Forstmeister  Stillkrauth  von  Holzlirchen
  übernommen.  Hieran  schlof  sich  ein  Vorkrag
  des  Herrn  Bezirkstierarzt  Kürschner  über
Viehzucht  u.  Zuchtviehhandelb,  Steininger  bebandelte
  die  Milchwirtschaft.  Zum  erstenmale
gelangten  heuer  6  Schweine  onstatt  der  Kälber

eer  Verlosung.  Die  Gewinner  sind:  1.  Messerer.
Weigl  in  Högling,  2.  Andrä,  Sporrer  in  Weseeerham,
  3.  Gemeinde  Beyharting,  4.  Guts,
betwaltung  Marlrain,  5.  Gemeinde  Tuntenbaufen,
  6.  Simon  Weber,  Kastl  in  Aufham.

lcufeld,  14.  April.  Am  Ostertage  früh
1  Uhr  ging  ein  aus  Krain  (Oesterreich)  stamnender

  Kaminlehrergehilfe,  nachdem  er  in  der
Uilerheufelder  Gastwirtschaft  gezecht  hatte,  nach
Abling.  Unterwegs  überfielen  ihn  zwei  Burichen,
  richtelen  ihn  böse  zu  und  nahmen  ihm
dann  die  Barschaft  im  Betrage  von  etwa  30

8  ab.  Die  Gendarmerie  fahndete  noch  in

eir  gleichen  Nacht  nach  den  Tätern  und  verbortete
  die  beiden  —  Burschen  aus  Heufeld
"rnd  Unterheufeld  —  mitten  aus  dem  Schlafe.
das  Geld  wurde  mit  Hilfe  des  Polizeihundes
ret  Station  Aibling  in  einem  Heustadel  versiedl
  aufgefunden.

Feilnbach,  14.  April.  In  der  Nacht  zum
dienstag  entstand  im  Schusterweber-Anwesen
kahier  Fcuer,  welches  in  kurzer  Zeit  den  Stadel
tiräscherte.  Dank  dem  energischen  Eingreifra
ser  Feuerwehren  Feilnbach-Wiechs  mit  Torfderl
  Feilnbach  konnte  das  Feuer  auf  seinem  Her-„
  beschränkt  werden,  sodaß  das  angebaute
Tohnhaus  und  die  Vachbarsgebäude  verschont

 

K

 

 
 
  
  
 
 
    
  
  
 
 
 
  

lieben.  Besitzer  des  Anwesens  ist  der  Spar=  und
erlehenskassenverein  Au,  welcher  es  andern.
gs  notariell  an  einen  hieligen  Bauerssohn

lauft  hätte.

.  Mit  Wasserlaufschuhen
abden  am  Ostermontag  einige  Münchner  Heren
  unter  Führung  des  Wasserläufers  Joseph
tiler  den  Chiemsee  von  Chieming  aus  über
en  Weitsee  nach  Prien  überquert.  Di:  Fläche
trägt  zirka  20  Kilometer.  Es  ist  das  die
ngste  trecke,  die  mit  Wasserlaufschuhen  seit
en  Einführung  auf  stehendem  Wasser  zurückbegt
  wurde.

Traunstein,  14.  April.  Der  Präsekt  des
dedt.  Erziehungeinstitutes  dahier  Herr  Sponi
  Pireltor  des  Pellchulvemtionates
Werburg  a.  J.  gewählt  worden.
Traunsteln,  14.  April.  Heuer  konnte  sick.
Georgiritt  in  seiner  ganzen  Pracht  ent-—.

  —
solten.  Und  eine  kolossale  Menschenmenge,  wie
sie  Traunstein  noch  lellen  gesehen,  dur  wogte
die  Straben,  namentlich  aber  den  Stadtplatz.
Schon  vor  dzin  Ritt  wurden  die  Ausstellungen
in  den  verschiedenen  Schaufenstern  einer  eingehenden
  Besichtigung  unterzogen.  Es  wurde
fast  durchwegs  Großartiges  und  Interessai.les
hgeboten.  Bald  nach  10  Ühr  setzte  sich  der  maierische
  Zug  in  Bewegung,  welcher  diesmal  wesentliche
  Neuerungen  aufwies.  Was  noch  nie
da  war  —  gegen  320  Pferde,  belebten  den  Zug.
Die  beiden  hiesigen  Theater  „Volkstheater“
(Thalia)  und.  „Bauerntheater“  (Gebirgskrachtler)
  hatten  sich  auch  in  den  Dienst  des  „Georgirittages“
  gestellt  und  dankbare  Zuschauer  gefunden,
  ebenso  war  das  Konzert  der  Kur.  und
Stadtlapelle  mehr  als  gut  besucht.

Traunstein,  14.  April.  In  einer  grohen
Zentrumsversammlung  wurde  eine  Resolution
gefaßt,  die  der  Kammer  der  Reichsräte  sowie
dem  Reichsrat  v.  Cramer-Kleit  Augesandt  werden
  soll.  Darin  wird  gebeten,  die  Petition  der
Traunsteiner  Bürgerschaft  um  Wiederaufnahene
des  gesamten  Salinenbetriebs  in  Traunstein
k„wohlwolleno  zu  verbescheiden  und  sie  konform
dem  Beschluß  der  Abg.  Kammer  der  Regierung
zur  Berückiichtigung  hinüberzugeben“.  Reichsrat
v.  Cramer  Klett  soll  sich  zur  Vertretung  der
Traunsteiner  Interessen  bereit  erllärt  haben.

Vier  Künde  erbraunt.
Bad  Uibling,  14.  April.

Ueber  das  schreckliche  Brandunglück  in  der
Bauersilze  bei  Eulenau  liegen  jetzt  nähere  Einzelheiten
  vor.  Darnach  kann  es  keinem  Zweifel
  mehr  unterliegen,  dah  leider  alle  vier  Kin—
der  des  Taglöhners  Seider  in  den  Flammen
umgekommen  sind.

Wir  leien  im  „Aibl.  Wochenhl.“:  Die  Torksiecherseheleute
  Josef  und  Re  ina  Seider  bewohnten
  in  der  sogen.  Bauerfilze  bei  Eulenan
eine  von  dem  Manne  erst  vor  14  Tagen  fertiggesrellte
  in  primitiosten  Verhältnissen  erbaute
Holzhülte,  die  einen  einzigen  Raum  von  5  Mtr.
Länge,  3  Mtr.  Breite  und  zirka  2.20  Mtr.  Höhe
enthielt.  Die  Leute  beschäftiaten  sich  tageüber
mit  Torfstechen  in  der  Schuhbräufilze,  (im  Winter
  verdienen  jie  ihr  Brot  als  Korbflechter  und
Besenbinder.)  Am  Abeno  des  Unglückstages
erhielten  sie  ihren  Lohn  mit  Vorschuß  ausbezahlt.
  Von  dem  Verdienst  ihrer  Arbeit  holte
die  Frau  des  Seider  in  Aibling  noch  am  Abend
Eßwaren  und  die  lonstigen  Bedürfnisse.  Der
Mann  beoab  lich  zu  seinen  Kindern  und  sott
am  eisernen  Oeferl,  das  sich  im  Raum  besfond,
die  Milch  für  das  Abewessen.  Außerdem  schaffte
er  noch  Dols  und  Torf  in  den  Innenraum.  Die
vjährige  Tochter  beauftragte  er  noch,  die  Hühner
  in  Verwahrung  zu  nehmen  und  hieß  die
Kinder  um  711  Uhr  zu  Belte  zu  geßen.  Nachdem
  er  vorher  das  Feuer  abgedämpft  batte,
verließ  er  die  Hütte  und  ging  seiner  Frau  nach
Aibling  entgegen,  um  ihr  beim  Tragen  der
Emkäufe  die  stets  gleich  für  eine  Woche  betätigt
  werden,  behilflich  zu  sein.  Beide  trafen
sich  in  Pullach.  Auf  dem  Heimwege  gegen  8
Ubr  kam  ihnen  der  Jäger  von  Eulenau  entgegen,
  der  ihnen  das  Schreckliche  des  Brandunglücks
  mitteilen  mußte.  Es  war  zu  spät,  da
nichts  mehr  zu  retten  und  zu  ändern  war.  Es
war  alles  verloren.  Schon  früher  hatten  sie  Z
Kinder  verloren,  nun  auch  mit  einem  Schlage
noch  ihre  ofer  Kinder.  An  lebendem  Getier
sind  mitverbrannt  zwei  Vögel,  ein  Hase  und  eige
Bruthenne  mit  9  Kücen.  Ueber  die  Ursache  de-Brandunglücks
  war  verschiedenes  Gerede  im  Umlauf,
  doch  ist  anzunehmen,  daß  die  Kinder  selblt
nicht  den  Brand  verursacht  haben.  Das  Zünsholz
  soll  nach  Mitteilunc  des  Brandleiders  siets
in  verschlossenem  Koffer  aufbewahrt  worden
sein.  Dagegen  wird  vermutet,  daß  eine  um  diese
Zeit  auf  der  Straße  beobachtete  Mannsperson
beim  Hineinleuchten  in  den  dunslen  Raum  vielleicht
  durch  Follenlassen  des  brennenden  Zündholzes
  das  Brennmaterial,  das  um  die  Dütle
herumlag,  entfündet  hat.  Die  Ausfindigmachung
dieser  Person  ist  bio  jetzt  noch  nicht  gelungen.

Ein  anderer  Bericht  lautet:  Bei  dem  Brande
des  Holzhäuschens  des  Taglöhners  Seider  zoischen
  Pullach  und  dem  Gute  Eulenau  im  Bezirlsamt
  Bad  Aibling  sind,  wie  nun  leider  feststeht,
  sämtliche  vier  Kinder  des  Ehepaares  in
den  Flammen  umgekeommen.  Nur  noch  ihre  verkohlten
  Leichen  konnten  aufgefunden  werden.
Herzzerreißend  war  der  Jammer  der  bedauernswerten
  Eltern,  die  ihre  Kinder  auf  so  gräßliche
Weise  verloren  haben.  Das  Entsetzlichste  aber
ist,  dah  Brandstiftung  vorliegt,  doch  ist  der
Täter  noch  nicht  ermittelt.  Nach  einer  anderen
Meldung  soll  sich  kurz  vor  dem  Brande  ein  unbekannter
  Mann  in  der  Nähe  der  Wohnhütle
herumgetricben  haken,  angeblich  um  ein  Nachtquartier
  aufzusuchen.  Der  Mann  habe  mit  !'is
Licht  in  die  Hütte  geleuchtet  und  durch  Weg
werfen  des  Jündhölzchens  den  Brand  oerel

t.

sach
Kicchliche  Nachrichten.

Ererzitien  in  St.  Ottilien.  In  den
Monaten  Mai  und  Juni  nu  folpende  Exerzitien
  siatt:  2.—6.  Mai  für  Jung#rauen;  7.
bis  13.  Mai  für  ledige  Mannspersonen;  20.
bis  24.  Mai  für  Männer;  25.—29.  Mai  für
Jungfrauen;  6.—10  Juni  für  Frauen;  13.

 

 

 

bis  17.  Juni  kür  Junzfrauenz  22.—26.  Juni

für  ur  gu  lierinnen  und  weibl.  Diensipersonak
fasrhösen  und  Klosiern;  27.  Juni  bis
.  Juli  für  Frouen.  Anmeldungen  wollen  soctestens
  8  Tage  vor  Beginn  der  Exerzitien  gerichtet
  werden  an  das  Ererzitienhaus  in  St.
Ottilien,  Post  Geltendorf,  Oberbayern.

Kommnnales.
Sitzung  des  WMagistrats-Kolleglums
Rosenheim.

11.  April.
ESchluß,)

Verehelichungszeugnisse  erhalten:  1.  Lohn.
schlächter  Josef  Knoll  mit  der  Köchin  Walbur  za
Gabler  von  Penzberg.  2.  Postpadmeister  Fram
Finsterwalder  mit  der  Köchin  Therese  Amberger
  von  Stätzling.  3.  Städt.  Elektromonteur
Ferd.  Weiler  mit  der  Oelonomenstochter  Maria
Promm  oon  Weißenburg  i.  B.  4.  Stadlkämmereibuchhalter
  Adalbert  Strickner  mit  der  Gastbofbesigerstochter
  Rosa  Eder  von  hier.  5.  Mag.=Offir.
  Joi.  Knödelmayr  mit  der  Bäckermeisterstochier
  Philamona  Kagerer  von  hier.

Das  Heimalrecht  wird  verliehen:  1.  Dem
Bureauasssistenten  “i  Jell  von  Prien.  2.  Dem

aurer  Simon  Prechtl  von  Asbach.  ZJ.  Dem
Maurer  Joses  Resch  von  Happing.  Abgem  esen
  wurden  die  Anträge  auf  Verleihung  des
Heimaksrechts  an  dig  Händlerin  Franziska  Ernst
von  Altötting,  die  Glasermeisterswitwe  Therese
  Mittermeier  von  Landshut  mangels  Erfüllung
  der  gesetzlichen  Voraussetzungen.

Auf  Ansuchen  wird  dem  Schreinermeister  Frz
Fuchs  von  hier  das  Bürgerrecht  und  zwar  un,
entgeltlich  wegen  ununterbrochener  20jähriger
Diensizeit  bei  der  Freiw.  Feuerwehr  verliehen.

Baugenehmigungen  erhalten:  1.  Hausbesitzer
Jolef  Roichl,  nbringung  einer  Lichtöffnung
in  der  Brandmauer  beim  Anwesen  Hl.  Geisistraße
  20;  2.  Zugführer  Josef  Ziegier,  Verlängerung
  eines  Balkons  im  Parterre  und  1.
Steck  des  Anwesens  Sandstraße  Nr.  7;  3.
Kofferträgerobmannofrau  Anna  Spruck,  Aufbau
  des  Waschküchengebäudes  Sandstraße  Nr.
3  4.  Maschinenfabrilant  Mart.  Beilhack,  Erbauung
  einer  Auto-Carage  im  Anweien  Kufsteinertraße
  30;  5.  Oekonom  Georg  Gabriel
„Wohnungsneubau  Kufsteinerstrabß:  51“.

Dem  Schutzmann  Friedrich  Streng  hier  wird
die  dienstliche  Bewilligung  -  Verehelichung
mit  der  Bauerstochter  Anna  Gschwendtner  von
Westerndorf  St.P.  erteilt.

Das  Cesuch  des  Gärtnereibesitzers  Martin
Fritz  knd  Gen.  um  Uebernahme  des  Unterhalts
  der  ienseits  der  Küpferlingerbahnüberfahrt
nach  Süden  führenden  Privatstraße  wird  abgelehnt,
  da  nach  Feststellung  der  Gde--Verwaltung
Westerndorf  diese  Straße  nie  als  Gde.-Verbiadungsweg
  erllärt  und  von  der  Gemeinde  Westerndorf
  auch  nie  unterhalten  wurde.

Die  Zuschrift  des  k.  Salinenamtes  vom  30.
vor.  Mts.,  wonach  der  zwischen  der  westl.  Grenze
des  Forstamtsgariens  und  der  Münchenerstraße
liegende  Grundstreifen  der  ehem.  Salinentorf.
bahn  dritten  Interessenten  vorbehalten  bleiben
soll,  dient  ohne  Erinnerung  zur  Kenntnis.

Von  der  Stadtgemeinde  Rosenheim  wird  auerkannt,
  dah  der  Privatier  Oskar  Huber  der
Stadtgemeinde  nur  in  siets  widerruflicher  Weise
die  Keuchis  eingeräumt  hat  auf  seinem  Grundsiück
  Pl.  Nr.  613b  an  der  Kufsteiner'trabe  zwischen
  Hammerbach  und  ehem.  Triftlanal  auf
ihre  Kosien  einen  Fußweg  anzulegen.

*  6  ·
Sitzung  des  Kolleglums  der  Gemeinbe=Bevollmächtigten
  in  Rosenheim
am  Mittwoch,  den  15.  April  1914,
vormittags  129  Uhr.

Anwesend:  18  Mitglieder.  Vorsitzender:  G.-“
B.  Finsterwalder.

Der  Vorsitzende  gibt  eine  Einladung  der
Feuerschbnenookelllchaft  zum  Königeschieben  beann


Die  verstorbene  Bierbrauereibelitzerswitwe
Krichbaumer  hat  Zuwendungen  zu  verschiedenen

Fonds  gemacht,  die  wir  im  Bericht  über  die
vorige  Magistratssithzung  schon  bekannt  gegeben
haben.  Das  Kollegium  erhebt  sich  zum  Zeichen

  des  Dankes  und  der  Anerkennung  von  den
Ploͤtzen.

Die  Rechnung  voer  Gemeindekalrse
für  1912.

Als  e  inziger  Punkt  der  Tagesordnung  für
die  heutige  Ehung  war  die  Prüfung  der  Rochnung
  der  Gemeindekasse  für  1912  ange-kündigt.
Berichterstotter  war  G.-B.  Ruedorffer.  Anz  der
Rechnung  erwähnen  wir  folgende  Ziffern,  die
wir  gelegentlich  der  Prüfung  der  Rechnung  im
Magistrat  am  30.  Januar  1914  schon  bekannt
Legeben  haben:

Die  Rechnung  der  Gemeindekasse  für  1)12
schließt  günstiger  ab  wie  im  Vorjahre.  Der  Anteil
  am  Oieingewinn  des  Elektrizitatswerkes  beträgt
  10000  Mk.,  des  Gaswerkes  2000  Mk.
und  des  Lagerhauses  2000  Ml.  Die  Hundegebühr
  brachte  347  Mk.  weniger  wie  Pche.
sehen,  dagegen  hatten  das  Stadtbad  und  ?
Eisbahn  Mehrerträge,  auch  die  Jahrmarite
gebühren  brachten  ein  Mehr,  dagegen  die
Schrannen  eine  Mindereinnahme  von  366  "(.—

 

ebenso  der  Biehmartt  infolge  der  Seuche.
Gebühren  für  Radfahrkarten  wurden  mit  r*5

Mark  Hnocietzt;  Tli-  TIroien  e  -
Doppelt

Die  Brnriehr  kuachten  ageen
nur  820  statt  1200  Mk.  Als  Ersatz  für
terbringung  1ur  Geisteskranken  wurden  880
Mark  vereinnahmt,  während  8072  Mark  “
gesetzt  waren.  Für  die  Kehrichtabfuhr  lind
2677  Mk.  eingegangen,  eingesetzt  waren  2600
Mark.  Für  die  Durchführung  der  Lundtagswahlen
  wurden  725  Mk.  rückvergütet.

Von  den  Umlagen  in  Höhe  von  307  395
Mark  lind  305  166.76  Mk.  einbezahlt:  2228.24
Mark  sind  noch  rückständig.  Die  Gesamteinnahmen
  betragen  445  534.08  Mk.  Auf  Erhebung
  der  Einnahmen  mußten  10  829  Mk.
ausgewendet  werden,  darunter  über  4000  Ml.
an  das  Rentamt.  Die  Perionalexiaenz  erfor:
dert  30  507  Mk.  Die  Realerigenz  nellt  sich  auf
13  918.66  Mk.,  ein  weniger  von  500  Mk.  Tie
Polizeirerwaltung  erfordert  für  Personglerigenz
  30  551.65  Mi.  Die  gemeindliche  Amtsführung
  erfordert  insgesamt  rund  91747  Mk.

Der  Zuschuß  zum  Schulkassenfonds  stollt  sich
aus  71281.31  Ml.,  einschließlich  der  Nuchgenehmigungen.
  An  die  Armenkasse  wurden
48  000  Mark  zugeschossen.  Für  Kohricht  abfuhr
wurden  3780  Mk.  verausgabt.  Für  die  Viehmarktkontrolle
  usw.  waren  nur  200  Mr.  eingeießzt,
  erforderte  aber  800  Mk  Für=  Kailerbad
  sind  12000  Mk.  verausgabt  worden.
Auf  Unterhaltung  von  Wegen  sind  14  700
Mark  aufgewandt  worden.  Für  Baur  orau

ren  an  nädt.  Gebäuden  waren  10  181.84  Mk.
erforderlich;  es  ergibt  sich  eine  Einsparung
von  1500  Mk.

Die  Pasiiolapitalien  der  Gemeindelasse  erkerdern
  einen  Zinsaufwand  von  22232.70
Mork,  die  Heimzahlung  12  925.30  Mark.  Die
Gesamtausgaben  betragen  428  636.06  Mk,  so
daß  sich  ein  Aktivrest  von  16  896.02  Mk.  erorht
  Es  ergibt  sich  ein  Reinvermögen  von
1583260  Mk.

Das  Reserat  nahm  etwa  21:  Stunden  in  Anspruch,
  ohne  indessen  belangreiche  Debakten  hervorzurufen.
  Auch  größere  Erinnerungen  gegen
die  Rechnungsstellung  haben  sich  nicht  ergeben.

Zum  Schluß  erörterte  man  noch  die  offenen  Kredite
  und  ihre  Uebertragung  auf  das  nächste
Jahr.  Sie  erreichten  im  Jahre  1912  den  Betrag
  von  2186  Der  Finanzausschuß  will
verhindert  sehen,  daß  ein  größerer  Aktiorest  aufgefüährt
  wird,  als  er  in  Wirtlichfeit  vorhanden
ist.  Im  ersten  Titel  der  Einnahmen  und  Ausgaben
  im  nächsten  Jahre  soll  nach  dem  Vorschlag
  des  Finanzausschusies  zur  Vermeioung
ron  Mifswerständnissen  auf  dieie  offenen  Kredite
  Rückicht  genommen  werden.  Das  Kollegium
  ist  mit  der  Beifügung  eines  in  diesem
Sinne  vehallenen  Zusatzes  einverstanden.  Die
Rechnung  wurde  schließlich  genehmigt.

Anträge.

Zum  Schluß  gab  es  noch  ein=  Gewerbegerichtsdebatte.
  G.-B.  Göpfert  brachte  folgenden  Antrag
  ein:  Angesichte  der  enormen  Ausgaben  für
die  städt.  Beamten  erwarten  die  Steuerzahler,
namentlich  die  Arbciter,  beim  Andringen  ibrer
Klagen  und  Gesuche  eine  humane  Behandlung,
wie  sie  rechtlich  und  gesetzlich  von  gebildeten  Menschen
  verlangt  werden  kann.  In  der  Begründung
wanote  rich  G.-B.  Göpfert  min  großer  Schärfe
gegen  das  Gewerbegericht,  sodaß  der  Vorfigende
genötigt  war,  diese  Anschuldigungen  zurückmmehen.
  In  der  Dedate,  an  welcher  sich  die  G.“
B.  Wendl,  Rais,  Breitenhuber,  Hölzmiene:,  Ruedorfjer
  und  Heliel  beteiligten,  wurde  hervorgehoben,
  daß  der  Antrag  nicht  vor  das  Kollegium
  der  G.=  B.  gehöre;  auch  seien  Klagen.
wie  sie  jetzt  vorgetragen  worden  wären,  noch
nie  belannt  geworden.  Wenn  der  Vorsizetk
des  Gewerbegerichts  in  die  Lage  komme,  energisch
  aufmireten,  so  sei  zu  einem  aroben  Teil
jene  Partei  daran  schuld,  die  es  meistens  an
iebhasiem  Tempcrament  nicht  sehlen  lasse.  Zum
Schluß  wurde  der  Antrag  mit  allen  gegen  die
Stimme  des  G.-B.  Gdpfert  abgelehnt.

Ein  weiterer  Antrag,  eingebracht  vom  G.  B.
Stegmaier,  wünscht  die  Entfernung  von  Kasßtanienbäumen
  in  der  Kaiserstraße  nächst  der
Turnhalle,  da  sie  durch  den  Stravenumbau
zum  Teil  in  die  Fahrstraße  zu  slehen  kämen.
Das  Kollegium  zeigte  auch  für  diesen  Antrag
keine  Geneigtheit  und  lehnte  ihn  ebenfalls  einsimmig
  ab.

Coetainachrichten.
Ros-uheim,  15.  Aorl.

Krantenkassenbeitröce.  Die  Beiträge
  zur  allgemeinen  Ortskrankenkasse  Rosenheim-Stadt
  pro  März  kind  am  Mittwoch,  Donnerstag
  und  Freitag  oieser  Wochs  einzuzahlen.  Es
sind  diesmal  5  Wochen  zu  zahlen.

Vom  Osterverkehr.  Wie  bereits  erwähnt,
  hat  der  Osterverkehr  dank  des  prächtigen
Wetters  große  Dimensionen  angenommen.  Das
zrigt  sich  auch  an  dem  Verkauf  der  Fahrtarten.
Darnach  ist  der  Verkehr  in  NRosenbeim.  Aibling
  uno  Prien  gegenüber  den  Ostertagen  des
vorigen  Jahres  bedeutend  geszirgen,  während
nur  Kufstein  eine  kleine  Abnahme  zu  verzeichnen
  hat.  Am  Karsamstag,  Ostersonntag  und
Ostermontag  wurden  in  Rosenbeim  10  782.  in
Kufstein  3974,  in  Aibling  750%  und  in  Prien
2622  Fahrkarten  verlauft.  Gegenüber  Ostern

 

1913  wurden  in  Rosenheim  3559,  in  Aiblinz
730  und  in  Prien  230  Fahrkarren  diesmal