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Mark, u. a. bis zu 600 Mk. pro Person, genommen
wurden. Nun wollen die Angestellten
den Ziollrechtsweg beschreiten.
Immenstadt, 14. April. Die Osterfeierlage
brachten einen kolossalen Touristenverlehr
in die Algäuer Berge. Viele, die unternehmend
ausgezogen, lind durch den mäctigen Ton ner
der Lawinen, die von allen Seiten in die Hochtäler
niedergingen wohl zu ihrem Glüt — abgehalten
worden, beabsichtigte Hochtouren auszuführen.
Mächtige Lawinen lind an Orten
niedergegangen, die sonst als durchaus lawinensicher
gelten; eine Staublawine hat auch heuer
wieder das Prins uitpoldhaus am Hochnoge:l
leimgesucht. Das Dach des stattlichen alpinen
Unterlunftshauses ist vollständig von dem
Lawinenschnee bedeckt, ein Vordach ist ausgerissen
und die Ostergäste mußten sich erst mühsam
den Zugang zur Hüttentür freischaufeln.
Eine Anzahl Slifahrer kamen in kritische Situationen.
Am Söller bei Oberstdorf ging eine
Lawin: mieder, eben als zwei fremde Slifahrer
das Gelände bei der Schrattenwanger Alpe
querten. Während einer der Herren aus tbor
sich rasch bewegenden Schneemasse herausgewor.
sen wurde, slal sein Begleiter bis zum Kopfe
in dem ichweren Schnee und konnte durch den
Welährten noch aerettet werden.
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Vrannenburg, 14. April. Bei vollständig
rerfülltem Saale fand am Ostermontag, nachmiltags
2 Uhr, die 3. Aufführung des Schau-Weeles
„Lyra oder die christliche Sklavin“, van
Joseuph Faust, statt. Der überaus zahlrige
Besuch aus Nah und Fern, hat gezeigt,
melch große Beliebtheit und welch gute Aufnohme
das Stück bei der Bevölkerung gefunden
lat. Darsellung, Szenerie und Kostümierung
sanden and, diesmal ungeteiltes Lob, so dab
sich die Theatergesellschaft wahrscheinlich wird
enlichliehjen müssen, das Stũd ein paarmal noch
nachzuĩpielen. Nachsie Spieltage lind Sonntag,
10. April, abends 128 Uhr, und Sonntag, 26.
April, nachm. 2 Uht. Die Spieldauer beträgt
i Sunden, während die Pausen durch musilealische
Aufführungen des hiesigen Orchesterreins
ausgefüllt werden
Bas Aibling, 14. April. Im landwirtsch.
Bezirksverein sprach der erst kurz zum ersten
Vorstand Arwählte Regierungsrat Popp, dem
ren den Vorstandsgeschäften zurückgetretenen
Prauereibesitzer Wild Dank und Anerkennung
aus. Abg. Steininger referierte über die Waldbansektion
Feldlirchen, deren bares Vermögen
#. It. sich auf 4090.34 Mk. beläuft. Der bisherige
Pflanzgarten bei Reith, der zirka 3
Tagw. groß ist, wird aufgelassen und der Versteigerung
unterstellt werden. Dagegen wurde
ron dem Grunobesitz der Frau Gräfin Wilding
de Radali ein neues Pachtland zu äußerst aün ·
stigen Preisen für Zwecke der Errichtung einer
neuen Pflanzstãtte bereitgestellt. Die darauf
zu betreibende sorstliche Anpflanzung und Verwaltung
hat Forstmeister Stillkrauth von Holzlirchen
übernommen. Hieran schlof sich ein Vorkrag
des Herrn Bezirkstierarzt Kürschner über
Viehzucht u. Zuchtviehhandelb, Steininger bebandelte
die Milchwirtschaft. Zum erstenmale
gelangten heuer 6 Schweine onstatt der Kälber
eer Verlosung. Die Gewinner sind: 1. Messerer.
Weigl in Högling, 2. Andrä, Sporrer in Weseeerham,
3. Gemeinde Beyharting, 4. Guts,
betwaltung Marlrain, 5. Gemeinde Tuntenbaufen,
6. Simon Weber, Kastl in Aufham.
lcufeld, 14. April. Am Ostertage früh
1 Uhr ging ein aus Krain (Oesterreich) stamnender
Kaminlehrergehilfe, nachdem er in der
Uilerheufelder Gastwirtschaft gezecht hatte, nach
Abling. Unterwegs überfielen ihn zwei Burichen,
richtelen ihn böse zu und nahmen ihm
dann die Barschaft im Betrage von etwa 30
8 ab. Die Gendarmerie fahndete noch in
eir gleichen Nacht nach den Tätern und verbortete
die beiden — Burschen aus Heufeld
"rnd Unterheufeld — mitten aus dem Schlafe.
das Geld wurde mit Hilfe des Polizeihundes
ret Station Aibling in einem Heustadel versiedl
aufgefunden.
Feilnbach, 14. April. In der Nacht zum
dienstag entstand im Schusterweber-Anwesen
kahier Fcuer, welches in kurzer Zeit den Stadel
tiräscherte. Dank dem energischen Eingreifra
ser Feuerwehren Feilnbach-Wiechs mit Torfderl
Feilnbach konnte das Feuer auf seinem Her-„
beschränkt werden, sodaß das angebaute
Tohnhaus und die Vachbarsgebäude verschont
K
lieben. Besitzer des Anwesens ist der Spar= und
erlehenskassenverein Au, welcher es andern.
gs notariell an einen hieligen Bauerssohn
lauft hätte.
. Mit Wasserlaufschuhen
abden am Ostermontag einige Münchner Heren
unter Führung des Wasserläufers Joseph
tiler den Chiemsee von Chieming aus über
en Weitsee nach Prien überquert. Di: Fläche
trägt zirka 20 Kilometer. Es ist das die
ngste trecke, die mit Wasserlaufschuhen seit
en Einführung auf stehendem Wasser zurückbegt
wurde.
Traunstein, 14. April. Der Präsekt des
dedt. Erziehungeinstitutes dahier Herr Sponi
Pireltor des Pellchulvemtionates
Werburg a. J. gewählt worden.
Traunsteln, 14. April. Heuer konnte sick.
Georgiritt in seiner ganzen Pracht ent-—.
—
solten. Und eine kolossale Menschenmenge, wie
sie Traunstein noch lellen gesehen, dur wogte
die Straben, namentlich aber den Stadtplatz.
Schon vor dzin Ritt wurden die Ausstellungen
in den verschiedenen Schaufenstern einer eingehenden
Besichtigung unterzogen. Es wurde
fast durchwegs Großartiges und Interessai.les
hgeboten. Bald nach 10 Ühr setzte sich der maierische
Zug in Bewegung, welcher diesmal wesentliche
Neuerungen aufwies. Was noch nie
da war — gegen 320 Pferde, belebten den Zug.
Die beiden hiesigen Theater „Volkstheater“
(Thalia) und. „Bauerntheater“ (Gebirgskrachtler)
hatten sich auch in den Dienst des „Georgirittages“
gestellt und dankbare Zuschauer gefunden,
ebenso war das Konzert der Kur. und
Stadtlapelle mehr als gut besucht.
Traunstein, 14. April. In einer grohen
Zentrumsversammlung wurde eine Resolution
gefaßt, die der Kammer der Reichsräte sowie
dem Reichsrat v. Cramer-Kleit Augesandt werden
soll. Darin wird gebeten, die Petition der
Traunsteiner Bürgerschaft um Wiederaufnahene
des gesamten Salinenbetriebs in Traunstein
k„wohlwolleno zu verbescheiden und sie konform
dem Beschluß der Abg. Kammer der Regierung
zur Berückiichtigung hinüberzugeben“. Reichsrat
v. Cramer Klett soll sich zur Vertretung der
Traunsteiner Interessen bereit erllärt haben.
Vier Künde erbraunt.
Bad Uibling, 14. April.
Ueber das schreckliche Brandunglück in der
Bauersilze bei Eulenau liegen jetzt nähere Einzelheiten
vor. Darnach kann es keinem Zweifel
mehr unterliegen, dah leider alle vier Kin—
der des Taglöhners Seider in den Flammen
umgekommen sind.
Wir leien im „Aibl. Wochenhl.“: Die Torksiecherseheleute
Josef und Re ina Seider bewohnten
in der sogen. Bauerfilze bei Eulenan
eine von dem Manne erst vor 14 Tagen fertiggesrellte
in primitiosten Verhältnissen erbaute
Holzhülte, die einen einzigen Raum von 5 Mtr.
Länge, 3 Mtr. Breite und zirka 2.20 Mtr. Höhe
enthielt. Die Leute beschäftiaten sich tageüber
mit Torfstechen in der Schuhbräufilze, (im Winter
verdienen jie ihr Brot als Korbflechter und
Besenbinder.) Am Abeno des Unglückstages
erhielten sie ihren Lohn mit Vorschuß ausbezahlt.
Von dem Verdienst ihrer Arbeit holte
die Frau des Seider in Aibling noch am Abend
Eßwaren und die lonstigen Bedürfnisse. Der
Mann beoab lich zu seinen Kindern und sott
am eisernen Oeferl, das sich im Raum besfond,
die Milch für das Abewessen. Außerdem schaffte
er noch Dols und Torf in den Innenraum. Die
vjährige Tochter beauftragte er noch, die Hühner
in Verwahrung zu nehmen und hieß die
Kinder um 711 Uhr zu Belte zu geßen. Nachdem
er vorher das Feuer abgedämpft batte,
verließ er die Hütte und ging seiner Frau nach
Aibling entgegen, um ihr beim Tragen der
Emkäufe die stets gleich für eine Woche betätigt
werden, behilflich zu sein. Beide trafen
sich in Pullach. Auf dem Heimwege gegen 8
Ubr kam ihnen der Jäger von Eulenau entgegen,
der ihnen das Schreckliche des Brandunglücks
mitteilen mußte. Es war zu spät, da
nichts mehr zu retten und zu ändern war. Es
war alles verloren. Schon früher hatten sie Z
Kinder verloren, nun auch mit einem Schlage
noch ihre ofer Kinder. An lebendem Getier
sind mitverbrannt zwei Vögel, ein Hase und eige
Bruthenne mit 9 Kücen. Ueber die Ursache de-Brandunglücks
war verschiedenes Gerede im Umlauf,
doch ist anzunehmen, daß die Kinder selblt
nicht den Brand verursacht haben. Das Zünsholz
soll nach Mitteilunc des Brandleiders siets
in verschlossenem Koffer aufbewahrt worden
sein. Dagegen wird vermutet, daß eine um diese
Zeit auf der Straße beobachtete Mannsperson
beim Hineinleuchten in den dunslen Raum vielleicht
durch Follenlassen des brennenden Zündholzes
das Brennmaterial, das um die Dütle
herumlag, entfündet hat. Die Ausfindigmachung
dieser Person ist bio jetzt noch nicht gelungen.
Ein anderer Bericht lautet: Bei dem Brande
des Holzhäuschens des Taglöhners Seider zoischen
Pullach und dem Gute Eulenau im Bezirlsamt
Bad Aibling sind, wie nun leider feststeht,
sämtliche vier Kinder des Ehepaares in
den Flammen umgekeommen. Nur noch ihre verkohlten
Leichen konnten aufgefunden werden.
Herzzerreißend war der Jammer der bedauernswerten
Eltern, die ihre Kinder auf so gräßliche
Weise verloren haben. Das Entsetzlichste aber
ist, dah Brandstiftung vorliegt, doch ist der
Täter noch nicht ermittelt. Nach einer anderen
Meldung soll sich kurz vor dem Brande ein unbekannter
Mann in der Nähe der Wohnhütle
herumgetricben haken, angeblich um ein Nachtquartier
aufzusuchen. Der Mann habe mit !'is
Licht in die Hütte geleuchtet und durch Weg
werfen des Jündhölzchens den Brand oerel
t.
sach
Kicchliche Nachrichten.
Ererzitien in St. Ottilien. In den
Monaten Mai und Juni nu folpende Exerzitien
siatt: 2.—6. Mai für Jung#rauen; 7.
bis 13. Mai für ledige Mannspersonen; 20.
bis 24. Mai für Männer; 25.—29. Mai für
Jungfrauen; 6.—10 Juni für Frauen; 13.
bis 17. Juni kür Junzfrauenz 22.—26. Juni
für ur gu lierinnen und weibl. Diensipersonak
fasrhösen und Klosiern; 27. Juni bis
. Juli für Frouen. Anmeldungen wollen soctestens
8 Tage vor Beginn der Exerzitien gerichtet
werden an das Ererzitienhaus in St.
Ottilien, Post Geltendorf, Oberbayern.
Kommnnales.
Sitzung des WMagistrats-Kolleglums
Rosenheim.
11. April.
ESchluß,)
Verehelichungszeugnisse erhalten: 1. Lohn.
schlächter Josef Knoll mit der Köchin Walbur za
Gabler von Penzberg. 2. Postpadmeister Fram
Finsterwalder mit der Köchin Therese Amberger
von Stätzling. 3. Städt. Elektromonteur
Ferd. Weiler mit der Oelonomenstochter Maria
Promm oon Weißenburg i. B. 4. Stadlkämmereibuchhalter
Adalbert Strickner mit der Gastbofbesigerstochter
Rosa Eder von hier. 5. Mag.=Offir.
Joi. Knödelmayr mit der Bäckermeisterstochier
Philamona Kagerer von hier.
Das Heimalrecht wird verliehen: 1. Dem
Bureauasssistenten “i Jell von Prien. 2. Dem
aurer Simon Prechtl von Asbach. ZJ. Dem
Maurer Joses Resch von Happing. Abgem esen
wurden die Anträge auf Verleihung des
Heimaksrechts an dig Händlerin Franziska Ernst
von Altötting, die Glasermeisterswitwe Therese
Mittermeier von Landshut mangels Erfüllung
der gesetzlichen Voraussetzungen.
Auf Ansuchen wird dem Schreinermeister Frz
Fuchs von hier das Bürgerrecht und zwar un,
entgeltlich wegen ununterbrochener 20jähriger
Diensizeit bei der Freiw. Feuerwehr verliehen.
Baugenehmigungen erhalten: 1. Hausbesitzer
Jolef Roichl, nbringung einer Lichtöffnung
in der Brandmauer beim Anwesen Hl. Geisistraße
20; 2. Zugführer Josef Ziegier, Verlängerung
eines Balkons im Parterre und 1.
Steck des Anwesens Sandstraße Nr. 7; 3.
Kofferträgerobmannofrau Anna Spruck, Aufbau
des Waschküchengebäudes Sandstraße Nr.
3 4. Maschinenfabrilant Mart. Beilhack, Erbauung
einer Auto-Carage im Anweien Kufsteinertraße
30; 5. Oekonom Georg Gabriel
„Wohnungsneubau Kufsteinerstrabß: 51“.
Dem Schutzmann Friedrich Streng hier wird
die dienstliche Bewilligung - Verehelichung
mit der Bauerstochter Anna Gschwendtner von
Westerndorf St.P. erteilt.
Das Cesuch des Gärtnereibesitzers Martin
Fritz knd Gen. um Uebernahme des Unterhalts
der ienseits der Küpferlingerbahnüberfahrt
nach Süden führenden Privatstraße wird abgelehnt,
da nach Feststellung der Gde--Verwaltung
Westerndorf diese Straße nie als Gde.-Verbiadungsweg
erllärt und von der Gemeinde Westerndorf
auch nie unterhalten wurde.
Die Zuschrift des k. Salinenamtes vom 30.
vor. Mts., wonach der zwischen der westl. Grenze
des Forstamtsgariens und der Münchenerstraße
liegende Grundstreifen der ehem. Salinentorf.
bahn dritten Interessenten vorbehalten bleiben
soll, dient ohne Erinnerung zur Kenntnis.
Von der Stadtgemeinde Rosenheim wird auerkannt,
dah der Privatier Oskar Huber der
Stadtgemeinde nur in siets widerruflicher Weise
die Keuchis eingeräumt hat auf seinem Grundsiück
Pl. Nr. 613b an der Kufsteiner'trabe zwischen
Hammerbach und ehem. Triftlanal auf
ihre Kosien einen Fußweg anzulegen.
* 6 ·
Sitzung des Kolleglums der Gemeinbe=Bevollmächtigten
in Rosenheim
am Mittwoch, den 15. April 1914,
vormittags 129 Uhr.
Anwesend: 18 Mitglieder. Vorsitzender: G.-“
B. Finsterwalder.
Der Vorsitzende gibt eine Einladung der
Feuerschbnenookelllchaft zum Königeschieben beann
Die verstorbene Bierbrauereibelitzerswitwe
Krichbaumer hat Zuwendungen zu verschiedenen
Fonds gemacht, die wir im Bericht über die
vorige Magistratssithzung schon bekannt gegeben
haben. Das Kollegium erhebt sich zum Zeichen
des Dankes und der Anerkennung von den
Ploͤtzen.
Die Rechnung voer Gemeindekalrse
für 1912.
Als e inziger Punkt der Tagesordnung für
die heutige Ehung war die Prüfung der Rochnung
der Gemeindekasse für 1912 ange-kündigt.
Berichterstotter war G.-B. Ruedorffer. Anz der
Rechnung erwähnen wir folgende Ziffern, die
wir gelegentlich der Prüfung der Rechnung im
Magistrat am 30. Januar 1914 schon bekannt
Legeben haben:
Die Rechnung der Gemeindekasse für 1)12
schließt günstiger ab wie im Vorjahre. Der Anteil
am Oieingewinn des Elektrizitatswerkes beträgt
10000 Mk., des Gaswerkes 2000 Mk.
und des Lagerhauses 2000 Ml. Die Hundegebühr
brachte 347 Mk. weniger wie Pche.
sehen, dagegen hatten das Stadtbad und ?
Eisbahn Mehrerträge, auch die Jahrmarite
gebühren brachten ein Mehr, dagegen die
Schrannen eine Mindereinnahme von 366 "(.—
ebenso der Biehmartt infolge der Seuche.
Gebühren für Radfahrkarten wurden mit r*5
Mark Hnocietzt; Tli- TIroien e -
Doppelt
Die Brnriehr kuachten ageen
nur 820 statt 1200 Mk. Als Ersatz für
terbringung 1ur Geisteskranken wurden 880
Mark vereinnahmt, während 8072 Mark “
gesetzt waren. Für die Kehrichtabfuhr lind
2677 Mk. eingegangen, eingesetzt waren 2600
Mark. Für die Durchführung der Lundtagswahlen
wurden 725 Mk. rückvergütet.
Von den Umlagen in Höhe von 307 395
Mark lind 305 166.76 Mk. einbezahlt: 2228.24
Mark sind noch rückständig. Die Gesamteinnahmen
betragen 445 534.08 Mk. Auf Erhebung
der Einnahmen mußten 10 829 Mk.
ausgewendet werden, darunter über 4000 Ml.
an das Rentamt. Die Perionalexiaenz erfor:
dert 30 507 Mk. Die Realerigenz nellt sich auf
13 918.66 Mk., ein weniger von 500 Mk. Tie
Polizeirerwaltung erfordert für Personglerigenz
30 551.65 Mi. Die gemeindliche Amtsführung
erfordert insgesamt rund 91747 Mk.
Der Zuschuß zum Schulkassenfonds stollt sich
aus 71281.31 Ml., einschließlich der Nuchgenehmigungen.
An die Armenkasse wurden
48 000 Mark zugeschossen. Für Kohricht abfuhr
wurden 3780 Mk. verausgabt. Für die Viehmarktkontrolle
usw. waren nur 200 Mr. eingeießzt,
erforderte aber 800 Mk Für= Kailerbad
sind 12000 Mk. verausgabt worden.
Auf Unterhaltung von Wegen sind 14 700
Mark aufgewandt worden. Für Baur orau
ren an nädt. Gebäuden waren 10 181.84 Mk.
erforderlich; es ergibt sich eine Einsparung
von 1500 Mk.
Die Pasiiolapitalien der Gemeindelasse erkerdern
einen Zinsaufwand von 22232.70
Mork, die Heimzahlung 12 925.30 Mark. Die
Gesamtausgaben betragen 428 636.06 Mk, so
daß sich ein Aktivrest von 16 896.02 Mk. erorht
Es ergibt sich ein Reinvermögen von
1583260 Mk.
Das Reserat nahm etwa 21: Stunden in Anspruch,
ohne indessen belangreiche Debakten hervorzurufen.
Auch größere Erinnerungen gegen
die Rechnungsstellung haben sich nicht ergeben.
Zum Schluß erörterte man noch die offenen Kredite
und ihre Uebertragung auf das nächste
Jahr. Sie erreichten im Jahre 1912 den Betrag
von 2186 Der Finanzausschuß will
verhindert sehen, daß ein größerer Aktiorest aufgefüährt
wird, als er in Wirtlichfeit vorhanden
ist. Im ersten Titel der Einnahmen und Ausgaben
im nächsten Jahre soll nach dem Vorschlag
des Finanzausschusies zur Vermeioung
ron Mifswerständnissen auf dieie offenen Kredite
Rückicht genommen werden. Das Kollegium
ist mit der Beifügung eines in diesem
Sinne vehallenen Zusatzes einverstanden. Die
Rechnung wurde schließlich genehmigt.
Anträge.
Zum Schluß gab es noch ein= Gewerbegerichtsdebatte.
G.-B. Göpfert brachte folgenden Antrag
ein: Angesichte der enormen Ausgaben für
die städt. Beamten erwarten die Steuerzahler,
namentlich die Arbciter, beim Andringen ibrer
Klagen und Gesuche eine humane Behandlung,
wie sie rechtlich und gesetzlich von gebildeten Menschen
verlangt werden kann. In der Begründung
wanote rich G.-B. Göpfert min großer Schärfe
gegen das Gewerbegericht, sodaß der Vorfigende
genötigt war, diese Anschuldigungen zurückmmehen.
In der Dedate, an welcher sich die G.“
B. Wendl, Rais, Breitenhuber, Hölzmiene:, Ruedorfjer
und Heliel beteiligten, wurde hervorgehoben,
daß der Antrag nicht vor das Kollegium
der G.= B. gehöre; auch seien Klagen.
wie sie jetzt vorgetragen worden wären, noch
nie belannt geworden. Wenn der Vorsizetk
des Gewerbegerichts in die Lage komme, energisch
aufmireten, so sei zu einem aroben Teil
jene Partei daran schuld, die es meistens an
iebhasiem Tempcrament nicht sehlen lasse. Zum
Schluß wurde der Antrag mit allen gegen die
Stimme des G.-B. Gdpfert abgelehnt.
Ein weiterer Antrag, eingebracht vom G. B.
Stegmaier, wünscht die Entfernung von Kasßtanienbäumen
in der Kaiserstraße nächst der
Turnhalle, da sie durch den Stravenumbau
zum Teil in die Fahrstraße zu slehen kämen.
Das Kollegium zeigte auch für diesen Antrag
keine Geneigtheit und lehnte ihn ebenfalls einsimmig
ab.
Coetainachrichten.
Ros-uheim, 15. Aorl.
Krantenkassenbeitröce. Die Beiträge
zur allgemeinen Ortskrankenkasse Rosenheim-Stadt
pro März kind am Mittwoch, Donnerstag
und Freitag oieser Wochs einzuzahlen. Es
sind diesmal 5 Wochen zu zahlen.
Vom Osterverkehr. Wie bereits erwähnt,
hat der Osterverkehr dank des prächtigen
Wetters große Dimensionen angenommen. Das
zrigt sich auch an dem Verkauf der Fahrtarten.
Darnach ist der Verkehr in NRosenbeim. Aibling
uno Prien gegenüber den Ostertagen des
vorigen Jahres bedeutend geszirgen, während
nur Kufstein eine kleine Abnahme zu verzeichnen
hat. Am Karsamstag, Ostersonntag und
Ostermontag wurden in Rosenbeim 10 782. in
Kufstein 3974, in Aibling 750% und in Prien
2622 Fahrkarten verlauft. Gegenüber Ostern
1913 wurden in Rosenheim 3559, in Aiblinz
730 und in Prien 230 Fahrkarren diesmal