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und Gegenwart mit ihren Nöten und Kümmernissen, die durch einen
Mangel an Erfahrung verursacht werden, nur die Mittel für eine
bessere Zükunft. Diese Ansicht, die sich allein auf eine Entwicklungstheorie
stützen kann, hat nicht nur eine uns verständliche Möglichkeit
für sich, sondern sie bietet auch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit,
und fie bietet sogar die Aussicht, daß mit der Zunahme der Erfahrung
selbst ihre Gewißheit festgestellt werden kann, womit dann
selbstverständlich auch das Dasein Gottes dem Verständnis näher gebracht
ist.
Wenn wir den Zweck des Menschen und hiermit überhaupt das
Zweckmäßige im Weltgeschehen in einer Entwicklung des Menschen zur
Vollkommenheit sehen, so müssen wir ohne weiteres zu der Frage kommen,
worin sich nach dieser Ansicht die Vollkommenheit desselben im
irdischen Dasein äußern kann. Auch hier kann uns der entwicklungsgeschichtliche
Materialismus eine befriedigende Antwort, die sich mit
den Tatsachen nicht in Widerspruch befindet, geben. Wie schon bemerkt,
können wir uns von diesem Standpunkt nur ausschließlich als Materie
ansehen, d. h. als Körper, der zwar ein geistiges Leben aber keine Seele
hat, die unabhängig existenzfähig ist. Wir sind also nur Materie, die
sich aus bewußtseinloser Form bis zu sich empfindender schon entwickelt
hat, und die nur noch sich erkennende werden kann. Und zwar sind wir
letztere, wenn wir auf dem Höhepunkt der Entwicklung unseren Daseinszweck
erkennen. Einen Höhepunkt der Entwicklung muß es aber
geben, da die Erde in ihrer gegenwärtigen Bedeutung ein Ende nehmen
muß, wenn sie einen Anfang gehabt hat; letzteres ist aber für eine Entwicklungstheorie
die Voraussetzung. Anderseits kann man sich auch eine
aufsteigende Entwicklung ins Unendliche nicht denken.
Inbezug auf unsere Wahlfreiheit haben wir, wie bereits hervorgehoben,
den Höhepunkt der Entwicklung erreicht, wenn die Gesamtwahlfreiheit
für die Menschen ein Maximum und damit für den einzelnen
ein Optimum erreicht hat. Damit ist die Quelle der Ungerechtigkeit
beseitigt und die Erde mit ihrer Bevölkerung in das Zeichen des
Weltfriedens getreten. Wenn wir jetzt als sich bewußt empfindende
Materie gottähnlich sind, so sind unsere Nachkommen jener Epoche als
sich erkennende Materie Gott gleich. Die ganze Erde ist dann ein
Paradies, von gottgleichen Geschöpfen bewohnt, dessen Freuden aber
nicht mit der Harmlosigkeit spielender Kinder, sondern mit der Würde
gereister Männer genossen werden.
Mit dieser Betrachtung müssen wir zu der Überzeugung kommen,
daß die Entwicklung von bewußtseinloser Materie bis zu sich erkennender
das Zweckprinzip nicht nur der Menschen, sondern der Welt überhaupt
ist. Für uns Menschen auf der gegenwärtigen Entwicklungsstufe be-