50 Zweites Kapitel.
4. Übereinandergestürzt, d. i. gestürzte übereinandergestellte
Hüte (gestürztes Pfahlfeh).
5. Gegeneinandergesetzt (Gegenfeh), wenn eine Reihe
aufrecht, die darunter befindliche gestürzt ist und die Hüte
gerade übereinanderstehen, so daß die Grundlinien der aufrechten
und der gestürzten darunter aneinander stoßen.
6. Verschoben, wenn die unteren gestürzten Hüte gegen
die oberen verschoben erscheinen (Buntfeh, Abb. 97).
7. Gespalten, wenn die Hüte sowohl als die dazwischenliegenden
Gegenhüte zur Hälfte blau, zur Hälfte weiß sind,
also jeder von Blau und Weiß gespalten ist (Feh in verwechselten
Farben).
Abb. 97. Abb. 98.
Zu den Heroldsstücken rechnet man, wenngleich nicht ganz
folgerichtig, auch die Einfassung, Bord oder Bordüre;
sie entsteht, wenn im Schilde mit dem Rande parallel laufend
und in geringem Abstand von demselben eine Linie gezogen
wird, wodurch der Schild von einem größerem Schilde umgeben
oder wie auf einen solchen aufgelegt erscheint; der
dazwischenliegende, schmale, in der Regel / der Schildbreite
einnehmende Platz von anderer Tinktur bildet dann die Einfassung
des Schildes. An ihr sind oft die Ausgänge einer
Heroldsfigur, des Schachs, der Spaltung, Ständerung usw.
sichtbar, so daß man sie als den Rand eines Schildes betrachten
kann, auf den ein kleinerer aufgelegt ist. Die Einfassung
kann daher geschacht, gerautet, geständert usw. sein.
Ist die Bordüre sehr breit, so bildet der mittlere Platz ein