1804
Ang. 18
Aug. 19
228 Urkunden No. 746749.
Administration ich mit dem dortigen Departements-Chef concertiren kann,
um die Ueberschtisse an die schlesische Administrations-Casse einzusenden.
c|) dass vom Auslande verschiedene Revenues an schlesische Klöster
fallen, auch einige, wie z. E. das Augustiner-Stift zu Sagan, Güther in der
Lausitz besitzen, auf deren fernere Benutzung zum Bessten der Klöster die
Administration, nach wie vor, bestehen muss.
d) dass bey dem Kloster Paradies in Süd-Preussen, dicht an der schlesischen
Grenze, der Fall vorkommt, dass sich selbiges mit dem Abbe oommendataire,
Marquis AnticiÄ, durch Vergleich anseinander gesezt hat, ihm
im Schwiebusschen Creise 6 Güther und in Std-Preussen 2 Güther zur besondern
Benutzung zu tberlassen: daber auch schlesischer Seits stets die
Aufsicht und Verpachtung der Güther verblieben und bisher 1200 Rthlr.
getragen haben. Da es ursprünglich geistliche Güther sind und solche nach
des Abts Tode zur fernern Disposition anbeim gefallen, so werden E.M.
wohl auch jezt gleiche Grundsätze der Administration bey ihnen anwenden
zu lassen geruhen.«
747. Staats-Minister Frhr. v. Hardenberg an den Staats-Minister Gral
Hoym. Berlin 1804 August 19.
R. 46. B. 168. Concept, gez. Hardenberg.
Wegen der Zustimmung des Papstes zur Aufhebung der Schlesischen Klöster sieh!
Humboldt's Bericht noch aus; doch würde von solcher Zustimmung gegebenenfall
auch abzuschen sein.!)
Hoym hatte am 3. August 1804 wegen der Einholung der päpstlichen
Zustimmung angefragt; das Rescript an Humboldt deswegen war am 9. Juli
ergangen2): »Der Bericht des H. von Humboldt wird hierauf noch erwartet?.
Nach meinem Dafürhalten lässt sich indess auf eine bestimmte und unum
wundene Zustimmung des Päpstlichen Hofes wohl keine Rechnung machen,
hingegen aber auch eine eigentliche Gegenwürkung desselben (wie solches
bereits in dem Memoire!) des Hrn. p. Staats-Ministers Grafen von Haugwis
Exc. vom 8. Februar c. bemerkt worden) nicht besorgen. So wünschens
werth zu mehrerer Beruhigung der Gemüther, welche 8. K. M. nach der
Cabinets-Ordre vom 16. Febr. c.5) mit berüksichtigt sehen wollen, allerdings
eine Zustimmung nurgedachten Hofes sein würde, so glaube ich hiernach
doch, dass man bei der Ausführung des vorliegenden Planes auf dieselbe
es nicht weiter ankommen lassen noch warten könne, da es genügt, de
p. von Humboldt zur Abwendung aller etwa ungünstigen Einwürkungen des
Papstes hinreichend instruiret zu haben und tberdies eine Zwischenkuft
des letztern unsern Grundsätzen zuwieder ist, daher man auch schon bei
1) Cfr. No. 746. 2) No. 729.
3) Cfr. No. 744, vom 11. August 1804; der Bericht ging erst Ende Oktober
1804 ein, cfr. No. 763. 4, No. 681. 5) No. 688.