das Erdbeben in Ilalien.
Rem, 15. Jan.
de: „Messaggero“ schreibt: Nach den Beleckmnungen
glaubt man, daß 110 Menschen
in Aue’ ano begraben wurden. * Cappadocia
sind alle Haͤuser unbewohnbar, die Kirche ist
e rgastürtt, die Bevöllerung lan. Lie t1 im Freien
am dem S#chner. In Castilte Fin: in sind jast
eite Häu er eingenrtt. Mian jet
Tot herror, bejurchiet aber, 23 iten 30
d. unter den Trümmern befinde: Lo.i Alba
Fucenie ijt nichts übrig ge Dkblieden. C scheint,
daß niemand gerettet worden ist. Die Dölte
- Marsiana ist eingenr 1. Hundvere
ron Ton liegen unter den Trümmern.
Veon dem mehr als 30: Einmolnern sind nur
0 dem Tode enthangen.
Cin Fluckhling zu: Mgli.no den Marsi b
ric leie, daß in rarser Gegenẽ 10: Menschen
nelölet worden seien. Die Zahl der Ueber
lelenden ettase dori beinahr 20.1 Cs sei
ene - -ri..1o«. die dat. Jer
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3
Von mer- ae alt 50% Ein-###e#n blieben
aelle Ma:fi in L1, Itandi-Di
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Orcz:, find legralen. Ebesio f. d
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ierteln rirri. Die Toren ueroen aui 40
neul azt. das ist die Hällte der Gevollerung.
Von dei Itien des Betirt
. Aneimno sind
die S#i#n FVaerne und Capel.e # füändig zer
flöl!. *5 erno ichüßt man die Toten auf
10 ½ Mitr 18. *70 Einn ohnern. Samgelino liegt
leinahe gan in Trümn gr u. #r i160# Sinnunsnfr
C 101.
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(b’Wnnte UD'lalia“ miro aus Pescina
hier ie. die zahl der Oo#er gan: lenu
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brte: llieu#en nur 150°0 lebend. Sie „Tribung'“
zneldet, daß aus dem Friroh n So Er
Nralien ron einem Metern La aige entstanden
lint, voraus S# efeldämpse um heißes, schme
selhlaltigee Wasser auelien.
Der Bisckof von Marsi telegrarhierle an den
Papst: Die Dib ese Marsi ist in einen Kirch
nof bverwandel!. Nrn1 2ono, Capelle und Palerno
sind dem Erdl oben gleickgemacht. Fast
alle Einuchner der Ortschaften #ind umgelon:
men. Der Bild,of bit:et un den pa##- lichen Segen
jür die Uebe erlebenden und die gauze Diö
rie. Der Panst ließ dem Bischof durch Karoinal
Gasxarri r imen Smer: auodrücken und ihin
mitleilen, er bete für d die Seelen der Toten um
Frieden und für die tlererlebenden um Trosi.
Er iegne brisei. Loll und Helfer.
Das .Clornale lalia“ mieldei: Eine
kKremdländicche ale 5/2 außerte höflicherweise
den Wunisä, im Auslande eine Aktion bugu: sien
er ron dem Ertbeben Betroffenen einseiten zu
hürien, ehenfto zis damals bei dem Erdbeb##en
uo:ni Mce iina. ie ofiitiös briragte italienische
Negierung errlän aler kurz herau-, daß im
negenwärtl'gen Augenkblick leine auswärtige Untlernützung
angenommen werden lönnte. Diese
#Antmort beruht auf der heillen und ernsten
internatsenalen Lage und richete sich ebenso
an die neutralen Mächte wie an die Kriegfüh.
zenden. Das Blatt billigt die Entscheidung der
Negierung, metck: dem allgemeinen Empfinden
und der offlentlichen Meinung entspreche.
· s %
Erdbeden= Katmaserophen und ihre
Opfer.
709 u. Ehr. Ausbruch de. O##nuos. Zerstörung
ron Lertusanum und P) mveji. Angeblich
30000 Tot
1631 nu. Ehr. Ausbruch dies Befuvs. 20 000
Tote.
1067. Erdleben im Kaulazus. CO Tote.
1063. Ausbruch des Aetna. Zwrölf Orte zerstErt.
25 0|0 Tote.
1893. Erdleben aus Si#lien. 100000 Tote.
1703. Erdleren in Jaxan. Veddo zerstört.
200 O00O Tote.
1731. Erdbeben in China. 10/000 Torc.
1755. 1. Nov. Erdbeben in Lissabon. 50 170
Tote.
1733. Erdbeben in Calabrien. 10 1000 Tote.
1797. Erdberen in Panama. 40 0010 Tole.
1368. Erdbeben in Peru. 20 1100 Tote.
1883. Ausbruch des Vullans auf Kratatau.
(Zava#l. 40½000 Tote.
1395. Erdtbeben in Japan. 20 000 Tote.
1902. 8. Mai. Ausbruch des Mont Pele auf
Martinique. 32 0006 Tote.
1905. 8. Sept. Erdbeben in San Francisco.
50.) Tote.
1908. 26. Dez. Erdleben in Calabrien und
Silien. Rund 80 000 Toie.
S#l- and Personainschrichten
Maori, 16. Jan. Havas meldet: Die Königin
von Spanien ist an Scharlach erkrankt
und muß das Betl hüten.
Ortuckor
.-legsohlen,
Deos Erdbebeungebiet in Jtoll##.
...—
Runceneꝛ Deriplesict.
Nünchen. 15. Juu. Acht Voilslüchen jind
für die Dauer des Krieges hier errichtet und
man hofft. damit ausmiommen. Vis jetzt wurde
aus vier solchen Küchen in 40 000 Zällen
Miltagelost an Bedürftige abgegebes.
München, 15. Jan. Die oberbayer. Milch
wwoduzentenveremigung beschäftigte sich heute in
einer Obmännerversammlung mit der Milch
preisfrage n München. Der Vorsitzende bezeiconele
den mit den Grohhändlern verein
baiten Preis von 161= und 17 Pl.. al. den
Verhälnisten enespreck- end. Dagegen belreiren
die Kleinhänd ler die Notwendigieit einer
Preiserhohung. Der fäüdt. Lebensmillelaus
schuß habe sich ehenfalls gegen eine Crho
hung ausgesprochen. Zetzt verlanglen bie
(GGroshändler ron den Prednzenten ein Prelsermähigung
um einen halven Pfennig. gegen
di. lich arer die Pr duzenten mit aller Enl#
schiedenheit aus'prechen zunsien. In der Aussprache
wurde namentli auf die Presssteigerung
aller landwirtschaftlichen B. darfsariilel
bingewiesen. Der Vorsinende verwahrte sich dagegen,
daß er im Lebenomittelausschuß eine
Preisermäßigung dure) neue Verhandlungen
eingesta. den hätte. Die Versammlung beschloß
eintt limmig. an dem vereinbarten Milchpreis unter
allen Umständen für die ersten drei Monate
festzuhalten. Also berichten die „M.N.N.“.
öpareliches Leeria#
Bad Albling, 15. Jan. Die freie Hand
werkerinnung Aibling beruft auf Sonntag, den
31. Hanar eine außerordentliche Versammlung
ein, welche fic mit Statutenänderungen zu besasfen
hat. Die Versammlung wird nachmittags
2 Uhr beim Vauernwirt in Aibling abgehaiten.
Frlèkirchen, 15. Jan. Herr Hauptlehrer
Baronner und dessen Gemablin feierten am vergangenen
Dienslag im Kreise ihrer Familie
ihr 30jähr. Eheinbiläum.
Ising, 15. Jan. An das Ordinariat Münchn
gelangte durch den deuts schen Arineebischof
die Mutreilung, daß der Kölner Dioisionspfarrer
Jojsej lemens Meyer, Nitter des Eisernen
Kreu. es, ehemaliger Erxositue von Ising am
Chiemje: (1302 1900) von den Nussen auf
dem östlichen Kriegoschauplatz völkerrechtswidrig
gesangen genommen und, obwohl durck die Gender
Konvention geschutzt, nach Sibirien verschleppt
worden ist.
Orlssammelslelle für Liebesgaben
Magi'trat Zimmer Nr. 16, 1. Stock.
Wie wir früher schon mitgeteilt haben, wurden
in biesigen Gaühünsern, Jigarren- und
Spezereiläden Sammellästen für Jigarren und
Zigarellen zu Gunsten unserer Krieger aufgestellt.
Bei der jungst ersolgten Entleerung der
50 Sammeltästen zeigte sich, daß deren Inhalt
sehr verschieden war; in einigen waren
nur 19 Siua, während in einem 442 Stück gezählt
werden konnten. Im Ganzen betrug die
Gesamtzahl 4722 Etüick Jigarren und 4235
Stück Zigareiten; auch wurde ein Gesamtgeldbetrag
von 17.52 Marl in den einzelnen
Kästen vorgefunden.
Wir sehen diesmal davon ab, die Namen
der einzelnen Geschäfte und Gasthäuser, sowie
die Zahl der dort gesammelten Zigarren und
Zigaretten z u veröfsentlichen, möchten aber doch
den Gebern" und ganz besonders den Geschäftsleuten
und Gaftwirten für die bereitwillige
Hilfeleittung bei diesem Liebeswerke besiens danken,
zugleich aber auch damit die Bitle verbinden,
da die Sammelkästen während der
gunzen Kriegsdauer ausgestellt sind, auch für
die Folgezeit im Geben nicht z erlahmen,
vielmehr weilere Spenden von Zigarren und
Zigar##tten oder auch Geld dafür in die S Smme
llästen einzuwerfen.
Des Weiteren möchten wir mitteilen, daß
in der abgelaufenen Woche verschiedene Liebesgaben.
ineesndeé Kerzen, Wachsstöcke, Ein-Schuhsett,
sowie an Geld 368 Mark
abgegeben wurden. Ganz besonderes Lob verdient
die Mädchenschule, die uns 38 Jacken,
100 Leibbinden, 90 Paar Socken, 20 Paar
Pulowärmer, 90 Mützgen, 5 Slurmhauben überbrachte.
Bei dem sortgesetzten Bedarf im Felde bürsen
wir jedensalls nicht nachlassen im Wohltun,
müssen vielmehr „durchhallen“. Gar manchmai
hört man d ie Acußernun: „Wir haben doch
schon jo viel gegeben!“ Aliein, was beden
lei ein vorübergehendes Opfer an Geld gegenüber
den täglichen Orxfern, welche unsere
Soldaten mit ihrem eigenen Leben, ihrer Gesundheit
und allen Entbehrungen dem Vaterlande
darbringen. Darum nochmals die Aufderung:
„Nicht ochlassen im Wohltun, sondern
durchhalten.“
——
Kosenheim, 16.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Anton Vayer, Krämerssohn aus Bad Aibling.
Magistratsass: stent in Landau a. J., Einj.-Frei-Uilliger-Unteroffizier
im 12. Res.-Jus. Ral.;
Gcorg Kiesl, Niederersohn von Nied (Mwolina,
Landwehrmann im 12. Res.-Juf.-Rgk.; Landwehrmann
Friedrick Krens anus Traunstein,
Vinder de Malers OÖtlo Kreu- daselbst; Josef
Munger, Mödlerbauersjohn in Thalbam, Pfar
lei Eiselsing. Ers.-Res. im 16. Ins.-Rgt.; Jakob
Huber, Maierbauer von Polemhoan, Pfarrei
Baten am, Landwehrmann beim 2. Landwehr
Ins. Ngt.
Daw= Eiserne Kren:. Mlil dem Cisernen
Kreu- W- serner aurge eichnel: Johann
Keisets #. Vergmann aus Ha#sham, Soldal im
2. Inf. 2 Uneitojsi; ier Georg Rimsl aus
Traumein: Unteroffiei ier Haus Bämanr, Kauf
mansfohn von Marquartstein: Res. Jsef
Sd irme ndinger ——2 Laienbruder des
Redemptorinenlicsters in GCars u. J.; Anton
NRadlinger aus Unternenlirchen, Bräugehilfe in
der Schloßtrauerei Tüßling.
Militärdienst. Bejördert wurde zum
Oberleutnant Rechtranwall Johann B. Numpf
in Bad Akbling, welcher dem mobilen bayer.
Landsturm-Iufanterie Bataillon Rosenheim zugeteilt
ist.
Gendarmeriedienst. Der Gendarmerie-Oberuachtmeister
Johann Geiger in Verchtesgaden
(früher in Sckliersee) wurde ab 1. Februar
1915 auf sein Ansuch en auf die erledigte
Oberwachtmeisterstelle in Bad Aibling versegst.
Gedächtnisgottesdienst. Heute Samstag
wurde in der Kapuzinerlirch e von Seite des
Kgl. Gymnajiumo ein feierlicher Tranergollesdieust
abgehalten für den in Frankreich auf dem
Felde der Ehre gefallenen Akfolventen Anton
Vondon, Kriegofreiwilliger Cefreiter im 16.
Inf.= Rat. Alle latholischen Schüler, das Lehrerlollegium
erwiesen dem jungen Helden, auch
unsere Verwundeten aus dem Kaiserbad dem
sameroden die letzte Ehre.
Jan.
Todes sall. Ein langjähriger Beamter unserer
Stadt ist heute aus diesem Leben geschie
den. Es ist Herr Magistratsoffiziant a. D.
Michael Kog, welcher ein Alter von 67 Jalmen
erreicht hat. Als städtischer Beamter fülrte
Herr Kosz hauptsächlich die standesamtlichen Geschäfte,
bie er vor einigen Jahren schon in
den Ruhestand trat. In weiten Kreisen erfreute
er sich allgemeiner Wertschätzung. Er ruhe in
Frieden!
Goldablieferung. Mit dem heutigen
Tage hal die Goldablieferung der Königl.
Filialbank Rosenheim an die Reichsbank schon
die zweite Million überschritten.
Wobltätigteitovorstellung des
Rosenheimer Bolkstheatere. Der von
dem Nosenheimer Vollstheater (Direktion Al.
Vach) veranstalte ten Wohltätigleitsvorstellung
war ein g#ter si. a. Leller Ersolg besch eden. Dem
Ortsausschuß zur Fürsorgetätigkeit für die Angehörigen
der Kriegsleilnehmer floß als Reinertrag
des Abends die Summe von 321 Mark
15 Pfg. zu. Dieser Betrag ließ sich nur dadurch
ermöglichen, dah die Mitglieder des
Theaters in uneigennützigster Weise ihre Kunft
und Zeit in den Dien't der guten Sache stellten.
Der Ortsausschuß dankt allen, die den Abend
ermoglichen halsen, aufs herzlichste
Die Sperre des Stigebietes von
Bayrischzell, die wegen der Vornahme militärischer
Uebungen verhängt war, ist nunmchr
wieder aufgehoben. Es besleht deshalb in vollem
Umfang die Möglichkcit, das zir Ausübung
des Skisports besonders beliebte Gelände besuchen
zu können.
Deutsche Reservisten auf der Heimreise.
Am Mittwochabend kamen 127 deusche
Reservisten, aus Italien kommend, hier an.
Die Leute, unter denen sich 20 Offjiere, 60
Unterofsiziere sowie mehrere Frauen und Kinder
besanden, kamen größtenteils aus Südamerika
bew. Argentinien, wo sie am 23. Oktober infolge
des Krieges ihre Stellungen verließen, um entweder
in Deutschland sich freiwillig dem Militärdienst
Zu stellen oder aus wartichaftlichen
Gründen in die Heimat zurückzukehren. Die Absabrt
von Südamerika Pwolgte auf zuen italienischen
Dampfer. Beim Passleren der Meerenge
von Gibraltar wurden die Deutschen je-
und auf die Festung gebrackt, obwohl ihnen die
Engländer auf Grund eines zwischen Italien und
England bestehenden Kontratte die We iterreise
hätten gestallen jollen. In Gibralkar hieli uan
die Leute mit vielcn nderen Deutschen gefangen
Als einer der Deutschen nachts sich an der Ve,
sängnistüre #u schaffen machte und den ersten.
Anruf des Poste## nicht beachtele, wurde er
ron diesem wegen Flucktverdackts ersch oslen;
nach Aus age ver Leut: war er jedo.h gan' unsckuldig.
Aus# Veranlassung des amer: lanisean: n
Generallonuls in Gibrallar jand hieruber eine
kriegsgerichtlich : Verhandlung slatt, in der die
Wachtronen freigesprochen wurde. Der Ersch)#g
sene wurde mit militärischen Ehren beerdint.
Hiebei gelang es den Deutschen, den amerilani.
schen Generallonsul von dem Kontraktbruch der
Engländer b. w. von ihrer widerrechtlichen Gesangenhaltung
in Kenalnis zu seten; dieser und
ein an den neuernannien deutschen Bolschaf.,##r
in Rom, Fursten Bülou, von den Deulichen gesckriebener
Brief be- weate endlich deren Freilafsung.
Nach 71 tägiger Gesangensazast verlieszen
die D Deutschen, unier denen sich auch ein Prigz
von Thuin und Taris und ein Prin, v. Cray,
beide aus Vanern besanden, am J. Januar des
Gefangenenl ager in Gibrallac, und w.ir wurorn
je 50 Mann mit einem italienischen Dampser de.
fördert. JIm M itielmeer wurden die Schitse
wi federhor ron jrantöffschen Kriegeschiisen un
gehalten, „e#do. konnten sie unbehe#l dilr Jalt
nach Genna sortfetzen. % hier giun es mu
der Bahn Turch Qaaten. und Tirol nach Nosenheim,
ron wo and die Weiterreise erfolßte.
Felopoflbriefe zund Felppotacken.
5Dr Insanterist P. schreibt unter dem
. Rovemler an seine # r in Rosenheim:
Vom 1U0. bis 20. Movember waren wir Uirbe:
im Shnnengraten. Wir mußilen drei Kom
panien allosen. Dies geichie Ut durch Laufgte
ben, in denen wir vom : ner des Gegnets
vollständig geschützt sind. Die Lage vorher halle
es viel geregnet und da löônnt ihr einh vorstellen,
was da für ein Morast war. Scklinzz
lich wurde es uns zu dumm und uir gingen
einfach im Schutze der Dunlelheit in untere
Stellung. Auch beim Essenholen, das abends
und morgens geschieht, indem von jeder Gruppe
zmwei Mann die Felokessel milnehmen, müisen
wir durch die Laufgräben bis zum nachnen
Dorf, in dem die Feldlüchen stehen. Denn sie
können nichl so nahe heranfabren, da sie jonn
vemerlt werden. Manchmal kommt es vor,
daß einer beim Essenholen oder bei der Ab.
lösung eine eiserne Portion empfängl. Nachls
wird dann gewacht, was bei Regenwetter oder
bei schneidender Kälts. wie wir sie letzthin halten,
#eyr oin l cleage haven
wir woll:: * . eS v D Uns sehr
wohl tun. Soweit mic Zeit haben, schlafen wir
in den von uns mit Stroh ausgepolsterten
Erdhohlen. Neulich gab es elwas zu lachen.
Mein Nachbar legte seinen Mamel um eine
Lalte, setzte ihm einen Helm auf und hiel
das Ganze in die Höhe. Die Franzosen enldeckten
sosort den Schabernack, winlten aber
mit einer Schaufel ab. Am 20. Nov. wurden
wir abgeröst und lkamen in Quartier. Mit min
belegten noch 16 Mann ein Zimmer. Naturlich
heizten mir sofort ordentlich ein. Da
wird dann gesotlen und gebraten — wenn man
etwas hal. Nachto liegen wir auf Stroh. Manch
mal müssen wir nachts auch ein paar Stun,
den schanzen. Nach ein paar Tagen lommen
wir dann wieder in den Schützengraben. Ihr
lönnt froh sein, daß der Krieg sich nicht bei
Euch abspiell. Die Ortschaften in der Nähe
von Hesechten sollte Ihr ansehen, wie das alles
verwüstet und zerschossen ill! Die Einwohner
sind meistens alle geflohen und die noch da sind,
müssen sich von uns erhalten lassen. Da sieht
man allerhand Elend. Ihr könnt Euren Soldaten
nur dankbar sein, daß sie soviel Elend
von Euch fernhalten.“ (3.)
Der Insanlerist R. L., der früher als Ge-Hilse
in der Buchdruckerei M. Niedermayr stand,
schilderte in einem Brief die Gefangennahme
von Franzosen wie folgt: Wir waren noch elwa
1000 Meter vom Gegner entfernt und gingen
dann plötzlich mit begeistertem Hurra, alles
mit sich reigend, zum Sturm über. Die Franfosen,
welche unser Seitengewehr fürchten, ergriffen
schleunigst die Flucht und ließen alles,
was sie in den Schützengräben hatten, wie
Wein, Brot und sogar ihre Tornister liegen.
Dabei wurde eine Menge Frangosen hefangen
genommen, was für uns Bayern somsagen die
größte Gaudi ist. Wenn sich ein Franzose gesangen
nehmen läßt, wirft er alles, was er
hat, von sich, bricht in ein Geschrei aus und
kommt mit ausgespreisten Armen auf uns zju.
Dann erzählt er fortwährend elwas, von dem
wir eigentlich gar nichts verstehen. Ein Mam
unserer Kompanie hat kürslich einen Franzosen
fangen, welcher gut deutsch spricht. Als der
Hen in unsere Nähe kam, fing er plötich
zu schreien an: „Das freut mich, daß ich gesangen
genommen worden bin; jetzt werde ich
nigstene nicht mehr erschossen.“ Franzd sische
Gesangene erzählen auch, daß sie die Offi-Fere
hinter der Front mit Pistolen antreiben
doch von den Engländern von Bord genommen 3 mffen, sonst kagen sie lich nicht mehr.“ 13.),