ständnis für die nach dem Zusammenbruche gewordene
Lage ihnen die Kraft gab, diesen Versuchungen zu wider—
stehen, bedaure ich tief. Mit Tatsachen zu rechnen, auch
wenn die Tatsachen unseren Wunschbildern nicht ent—
sprechen, ist für uns Deutsche heute nötiger denn je,
weil uns als erste und wichtigste Pflicht gegen uns selbst
und gegen jene, die nach uns kommen werden, zunächst
der Wiederaufbau unseres niedergebrochenen Hauses
vorgeschrieben ist, weil jede Kraft, die sich im Streben
nach anderen Zielen verzettelt, diesem Notwendigsten
verloren geht und entgegenwirkt. Steht das Haus
erst wieder groß und fest auf unserem Heimatboden,
dann wird am Stolz auf das Geschaffene auch unser
krank gewordenes deutsches Nationalgefühl wieder er—
starken! — —
Was bleibt noch zu berichten? Es ist sachte Frühling
— mein zweiter Frühling auf der Insel — geworden.
Die Eltern sind auf ihren neuen Wohnsitz übergesiedelt.
In den im Spätherbst 1919 erschienenen „Records“,
seinem Memoirenwerke von rückhaltloser Offenheit, sagt
Lord Fisher:
»The Essence of War is Violence.
Moderation in War is Imbecility.«
Auf gut deutsch:
„Das Wesen des Krieges ist Gewalttätigkeit.
Zeschränkung im Kriege ist Dummheik.“
Und weiker: „Es ist Pflicht der Regierung, und zwar
jeder Regierung, sich in weikem Maße auf die Rakschläge
der Milikär= und Marinesachverständigen zu
verlassen, aber auf die Dauer muß eine Regierung, die
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