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bien war, als null und nichtig betrachtet. Es lässt Keinen
Zweifel darüber bestehen, dass es alle Konzessionen, zu
denen die anderen Regierungen Oesterreich-Ungarn überreden,
von vornherein ablehnt, dass es nur ein Ziel hat:
völliges Nachgeben und Zurückweichen Oesterreich-Ungarns
oder den Krieg. Es gesteht ebenfalls offen ein, dass Deutschlands
Bemühungen, Russlands Mobilmachung zu verhindern,
nur diese Mobilmachung beschleunigen werden. Es
erzählt ruhig, wie wichtig Frankreichs bedingungslose Unterwerfung
unter die russische Politik für Russlands Intransigenz
war.‘) Auch Frankreich kann nicht umhin, aus der Schule
zu plaudern. Aus seinem Gelbbuch erfahren wir, dass es
bereits vor der Ueberreichung des Ultimatums mit Russland
und England eine gemeinsame Politik gegen Oesterreich-Ungarn
und Deutschland festgelegt hatte, dass der berühmte
Konferenzvorschlag in Wirklichkeit durchaus das Gegenteil
dessen bezweckte was er vorgab, dass Frankreich
alle deutschen Friedensbemühungen in Paris auf die brüskeste
Weise ablehnte, dass es niemals und nirgends für die
Erhaltung des Friedens, sondern nur für das Zustandekommen
der russisch-englisch - französischen Allianz auf dem
Schlachtfelde arbeitete, dass es den grosserbischen Bestrebungen,
deren Opfer Franz-Ferdinand gewesen, mit Spmpathie
gegenüberstand und mit Oesterreich-Ungarns Zerfall
im Kriegsfalle rechnete.”) Man sieht: was Russland, Frankreich
und England selbst über ihre Kriegsschuld sagen,
genügt, um ihre Verantwortlichkeit zu kennzeichnen. Dasselbe
gilt von Serbien.°) Was ein jeder von den anderen sagt,
vollendet das Bild. Deutschlands und Oesterreich-Ungarns
Dokumente — das ist das besonders wichtige Moment, das
dem Leser auffallen musste — vermögen nur wenig zu dem
Bilde der Dreiverbandsschuld, so wie es aus den Dreiverbandsakten
ersteht, hinzuzufügen. Die Lücken, die Deutschland
und Oesterreich-Ungarn in den Akten über die Drei-!)
Ob. Nr. 4, 10 (siehe Rb. Nr. 15), 40, 48, S8, 60, 64, 67, 74.
?) Gib. Nr. 8, 18, 22, 26, 31, 32, 33, 36, 56, 57, 61, 62, 76, 85, (siehe
Ob. Nr. 53), 101, 108, 110, 117, 127.
») Siehe Fussnote 1, Seite 380.