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zwei Drittel der Vorstandsmitglieder anwesend
sind. Wer am Erscheinen verhindert ist, hat dies
unverzüglich dem Vorsteher anzuzeigen. Dieser
bat alsdann einen stellvertretenden Beisitzer zu
aden.
Muß der Vorstand wegen Beschlußunfähigkeit
zum zweiten Male zur Beratung über denselben
Gegenstand zusammenberufen werden, so
ist er ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen
Mitglieder beschlußfähig. Bei der zweiten Zusammenberufung
soll auf diese Bestimmung ausdrücklich
hingewiesen werden.
Die Genossenschaft hat auf ihre Kosten unter
Aufsicht des Meliorationsbaubeamten die im
Plane vorgesehenen und später etwa neu beschlossenen
gemeinschaftlichen Anlagen herzustellen
und zu unterhalten und die sonst zur Bodenverbesserung
erforderlichen Arbeiten auszuführen.
Von der Mitgliederversammlung kann bestimmt
werdess, daß einzelne Arbeiten durch Naturaldienste
der Genossen geleistet werden.
Die Ausführung und Unterhaltung der gemeinschaftlichen
Anlagen und der sonstigen genossenschaftlichen
Arbeiten liegt dem Genossenschaftstechniker
(§ 23) ob. Dieser hat das Bauprogramm
aufzustellen, die besonderen Pläne auszuarbeiten,
die für die Verdingung erforderlichen
Unterlagen zu beschaffen und zur Genehmigung
vorzulegen, überhaupt alle für das zweckmäßige
Ineinandergreifen der Arbeiten notwendigen
Maßnahmen rechtzeitig anzuregen und vorzubereiten,
die Ausführung zu leiten und die für
Anderungs= und Ergänzungsanträge für Abschlagszahlungen
und für die Abnahme erforderlichen
Unterlagen anzufertigen.
Die Verträge für die Vergebung der Arbeiten
bei der ersten Herstellung der Anlagen bedürfen
der Zustimmung des Meliorationsbaubeamten,
dem der Beginn der Ausführungsarbeiten rechtzeitig
anzuzeigen ist. Auch im übrigen hat der
Vorstand in technischen Angelegenheiten während
der Bauausführung den Rat des Meliorationsbaubeamten
einzuholen und zu berücksichtigen.
Nach Beendigung der ersten Ausführung der
Arbeiten nach dem Genosfeuschaftsplane hat der
Meliorationsbaubeamte die Anlagen abzunehmen
und festzustellen, ob das Unternehmen zweck= und
planmäßig und mit den von der Ausfsichtsbehörde
genehmigten Anderungen ausgeführt ist. Sollten
hierbei Nachmessungen erforderlich sein, so sind sie
unter Leitung des Meliorationsbaubeamten vorzunehmen;
die Kosten dieser Aufmessungen sind
von der Genossens ftzzu tragen.
Über die voraussichtlichen Ausgaben und Einnahmen
der Genossenschaft ist alljährlich ein Haushaltsplan
aufzustellen.
In der gleichen Frist ist über die wirklich
entstandenen Ausgaben und Einnahmen Rechnung
zu legen, die festzustellen und zu entlasten ist.
§ 12.
Die Beiträge der Genossen zu den Kosten
der erstmaligen planmäßigen Ausführung der
Genossenschaftsarbeiten, mit Ausnahme der gemeinschaftlichen
Anlagen, richten sich nach den für
die einzelnen Grundstücke tatsächlich aufgewendeten
Kosten. über diese Beiträge führt der Vorstand
eine besondere Liste.
An den übrigen Genossenschaftslasten sowie
an den etwaigen Nutzungen der gemeinschaftlichen
Anlagen nehmen die Genossen nach dem Verhältnisse
der Fläche ihrer beitragspflichtigen
Grundstücke teil. Zur Festsetzung dieses Beitragsverhältnisses
stellt der Vorstand ein Kataster
(Grundstücksverzeichnis mit Angabe der Flächengrößen)
auf.
83 13.
Nur durch einstimmigen Beschluß der Mitgliederversammlung
kann bestimmt werden, daß
1. einzelne Grundstücke beitragsfrei bleiben;
2. sämtliche Genossenschaftslasten nach dem
Verhältnisse der Fläche der beitragspflichtigen
Grundstücke getragen werden.
E 14.
Die auf Grund des Katasters von dem Vorstande
aufzustellende Beitragsliste sowie die Liste
über die im § 12 Abs. 1 bezeichneten Beiträge
ist vier Wochen lang zur Einsicht der Genossen in
der Wohnung des Vorstehers auszulegen. Die
Auslegung ist vorher ortsüblich in den Gemeinden,
deren Bezirk ganz oder teilweise dem Genossenschaftsgebiet
angehört, und in dem für die
öffentlichen Bekanntmachungen der Genossenschaft
bestimmten Blatte bekannt zu machen.
§ 15.
Im Falle einer Teilung der zur Genossenschaft
gehörenden Grundstücke sind die Genossenschaftslasten
durch den Vorstand auf die Trennstücke verhältnismäßig
zu verteilen.
8 16.
Die Genossen sind verpflichtet, die Beiträge
an den von dem Vorstande festzusetzenden Zahltagen
zur Genossenschaftskasse abzuführen. Bei
versäumter Zahlung hat der Vorsteher die fälligen
Beträge beizutreiben.
§ 17.
Jeder Genosse hat sich die Einrichtung der
nach dem Plan und der nach den Beschlüssen der
Mitgliederversammlung oder des Vorstandes in
Aussicht genommenen Anlagen, diese Anlagen
selbst und deren Unterhaltung, sowie die Ausführung
der sonst noch zur Erfüllung des Genossenschaftszwecks
erforderlichen Arbeiten, soweit sein
Grundstück davon vorübergehend oder dauernd betroffen
wird, vorbehaltlich der Bestimmungen des