24 II. 1.A, Eheschliessungen.,
nur wenig, gestiegen. Sie betrug 1896) 1900 8,4°%ı00. Das letzte Jahrfünft hatte mit
8,0°%/o eine abermalige Abnahme zu verzeichnen.
Ein Vergleich der Zahl der Eheschliessungen im Reiche mit derjenigen des
Auslandes zeigt, dass, soweit hierüber Nachweise vorliegen, Deutschland fast an erster
Stelle steht. Auf 1000 Einwohner kamen im Jahre 1904 Eheschliessungen: in Deutschland
8,1, in Österreich 7,8, in Ungarn 9,1, in Italien 7,4, in Frankreich 7,6, in England
und Wales 7,6.
Von den Staaten und Landesteilen ist die Heiratsziffer niedrig in den
Provinzen Ostpreussen, Westpreussen, Pommern, Posen, dann in Mecklenburg-Strelitz
und Waldeck, wo im Jahre 1905 gegenüber dem Reichsdurchschnitt von 8,1
weniger als je 7,5 Eheschliessungen entfielen. Hoch dagegen ist die Heiratsziffer in
den Gebieten: Berlin (11,0), Bremen (9,2) und Hamburg (3,9 %/0o der Bevölkerung).
Die Gebietsteile mit niedriger Heiratsziffer gehören zu denen mit vorwiegend ländlicher
Bevölkerung.
Die :Heiratshäufigkeit in den einzelnen Monaten ist aus folgender für den
Durchschnitt der Jahre 1903/05 berechneten Zusammenstellung für das Reich
ersichtlich:
Eheschliessungen j Eheschliessungen
Monate auf 1 Tag Monate auf 1 Tag
des Monats des Monats
Oktober 1930 Juni 1175
November 1724 Juli 1132
Mai 1709 Januar 1077
April 15% Dezember 1000
Februar 1387 August 902
September 1178 März 842
in den 3 Jahren täglich 1302
Auf die Monate Oktober, November, Mai und April fallen die zahlreichsten
Eheschliessungen, besonders wenige dagegen auf die diesen Monaten vorangehenden
Monate März und August. Hauptsächlich erklären sich die Heiratszeiten wohl
durch die Termine für den Wohnungs- und Dienstbotenwechsel im grössten Teile
des Reichs.
Dem Alter nach heiraten die Männer gemäss den Feststellungen für die Jahr
1901 ‚bis 1905 am häufigsten im 25. bis 26. Lebensjahre, die Frauen 1901 bis 100: im
23. bis 24,, und gemäss den Nachweisungen der beiden Jahre 1904/5 im 22. bis 23.
Lebensjahre. Überwiegend heiraten die Frauen (56,0 bis 56,5%, in .den Jahren
1901 bis 1905) im Alter von unter 25 Jahren, während die heiratenden Männer fast
zur Hälfte (42,6% im Jahre 1901, zunehmend bis 43,9%, im Jahre 1905) im Lebensalter
von 25 bis 30 Jahren stehen. Der durchschnittliche Altersunterschied der eheschliessenden
Paare beträgt für die Jahre 1901/1904 3,1 Jahre, bei jüngerem Alter
der Frau 5,5 Jahre und bei höherem Alter der Frau 3,7 bis 3,8 Jahre. Der erstere
Fall ist der Regelfall, denn bei über 70°], aller Eheschliessungen ist die Frau
jünger als der Mann, bei über 20°, der Eheschliessungen findet das umgekehrte
Altersverhältnis statt und bei etwa 9°, der Eheschliessungen stehen beide Teile in
gleichem Alter. \on diesen Durchschnittszahlen weichen die Zahlen für die verschiedenen
Berufsstände und sozialen Schichten nach dieser oder der anderen Richtung
Ain stark ab, da der Beruf und .die wirtschaftlichen Verhältnisse das Heiratsalter des
annes und damit Cen Altersunterschied zur Frau sehr beeinflussen. Die Einzelheiten
ersunterschiede der ie i
Sammenstellung zu Ce ger eheschliessenden Paare sind aus der nachstehenden Zu-