Uummer 22
Elab. Generalstabsoffiziere sind nicht vorhan--dent
die Arbeitsbedingungen in den Stäben sind
gentsezladt Wertshaftlia. herrscht vollkommene
Aufl ölung. Die Ausbildung u. Ordnung
der Truppen ist nichts wert. Eine Ordnung
em Heere gibt es nicht mehr; B’sehle werden
nicht ausgeführt, Defertionen finden malsenha##t
statt und Beurlaubte k hren nicht zurück.
Der Zusammenhang ist an vielen Stellen zerrifsen;
der Befland an Pserden ist fast vernichtet,
die Befestigungen der Stellungen zersallen und
die Drahthidernisse sind zur Erleichterung der
Verbrüderung und des Handels en'fernt worden.
Einen Angriff des Feindes auszuhalten
ist unmöglich. Die eirzige Retung
des Heeres ist ein Rückzug hinter natürliche
Grenzen.
Die Alliierten. L ndun
1
Wibiwoftot.
s Petersburg, 00. . Von den im Hasen
von Wladiwostol eingelausenen engliscken,
amerikanischen und japanischen Kriegsschifsen
wurden Truppen an Land gesetzt, die nicht nur
den Hafen. sondern auch die ganze Staot besett
haben. Den russüchen Bebhörden wurde eine
diesbezügliche Note überreicht. die im Namen.
die Stadt besetzenren Mächte vom japanisschen
Generalkonsul in Wladiwoslol unterzeichnet
war. Der Inhalt dieser Note wurde auf telegraphischem
Wege nach Peteroburg übersandl.
Bitte der liv= und estländischen Ritlerschaft
um den Schutz Deutichlands
* Stockholm, 29. 1. Wie „Stockholmo
Tidningen“ meldet, überreichte gestern eine Abordnung,
beislehend aus drei angesehenen Mitgliedern
der Ritterschaft von ECslland und Lioland,
dem Vertreter der Bolschewili- Regierung
in Stodholm, WoromsI, eine Kundgebung, in
der mitgeteilt wird, daß die Rillerschaft von Livland
und Cstland eine versassungsmäsige Vertretunz
des Landes bildet und hiemet bekannt
gibt, daß Lidland und Cslland selbständig
1 und in ihr Recht eintteten, um anit anderen
Ländern Ablommen jeder Art zu treffen.
Zum Schlus, heißl es in der Kundgebung:
„Die wiederbolten Uebergriffe der gestürzien
Selkstherrschermacht und die, zahlreichen Ueber-Griffe
gegen die Gesehe des Londes, die vonider
repul litanischen Regierung Rußlands zugelasen
wurden, beben des Land m eine verzweiselte
Lage gebracht und haben ihm die Moglichkeit
n#encn, sein sgatliches Dasein zu friften.
Die Verkicter des Landes sind somit gezwungen,
sich nach einem Schug außerhalb der
Landergrenzen um gceben und dort Garautien
ar Gesetz und Mecht zu suchen. Daher Hat die
"#tterschaft von Liolm *7 und Estland beschlosen,
das Deutiae Nei um Schutz zu
zitten. Sie will die Vertreter der russischen
Regierung davon zur selben Jekt in Kenntnis
setzen, wie dieser - der deutschen RegierusiJ)
übern#tteli bird.
die Kriegslage.
Der amtliche österreichische Pericht.
aden. Wien, 30. 1. Amtlich wird verlaul-#ie
schweren Kämpfe auf der Hochfläche
von Asiago dauern an. Südwelllich von
Asiago und im Gebiete des Monte Sisemol
scheiterten alie ila leuiscen Angriffe unter grohen
blutigen ð Verlußen. DOe# Monte di Val Bella
und der Col del Rosso mut#ten nach heldenmütiger
Verteidigung und zähem Ningen den an
Zahl immer siärler herangeführten seindlichen
FKiästen uberlassen werden.
Der heif des Generalstabs.
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5
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incs ate
„ Rtatd us umioc l!
—.—.—...——————"“
Die Rume von Sailmru.
20) Roman
ans dem Lande der Jucdenta- von Luls Sumpeler.
„Was machen Sie rohrend der langen sonmenlosen
Wintertage
„Wir musi zieren fleißig. .so vergeht rasch
.. Da welen wir wieder zu Dause angeenst
sie durch den Garten schritten, in welch em
Astern und Georginen llühten, an den gelbbelaubten
Bäunchen Li# lösischiten êAepfel und Birnen
hingen, Vie Nebstöcke voll der herrlichsten
Trauben waren, kam ihnen Hauptmann Werner
antgegen, der, als er die Dame sah, aberrascht
stehen blieb und sagle:
„Ei, Donnerwelter! . lüh die Hand, gnãdigite
Frauum Serous Balmer!“
.„ Ist das Ihr Freund, Hauptmann Werner?
err Professor Balmer bet mir ost schon viel
. t von Ihnen exzählt.“
Sat, rih entlich haft du nicht aus der Schule
t * Gewissen so beladen, daß du Indis-Vesionen
zu befürchten haft? Sei unbesorgt, ich
KRosenheinier Anzelger
Zu den Luftangriffen auf England.
s Haag, 30. 1. Reuter meldet aus London:
Bei den gestrigen Luftangriffen wurden
14 Mann, Frauen und 16 Kinder
getötet und 93 Mann, 59 Frauen und 17
Kinder verwundet. Mit Ausna## me eints Toten
und sieben Verwundeten sanden alle Unglücksfälle
in London statt. Der verursachte
Schaden ist unbedeutend.
der Kleg zur see.
Ein englisches Torpedoboot
gesunken.:
s London, 30. 1. Reuter meldet: Die-#eldmiralitst
gibt bekannt: Insatze einer Kollission ist
das Torpedoboot „Hazard“ am 28. Januar im
Kanal gesunken. Drei Mann sind umgekommen.
Einbewaffneterenglischer
Dampfer umgekommen.
§ London, 30. 1. Reuter meldet: Die Admiralität
teilt mit: Das bewassnete Schiff „Mechanician“
ist am 20. Jannuar torpediert und
darauf im Kanal auf Strand gesetzt worden.
Das Schiff ist völlig zertrümmert. Drei
Offiziere und 10 Mann sind umgekommen.
Ausland.
internationale tatholische
Konferenz.
* Genf, 30. 1. Wie „La Feuisle“! erfährt,
Eine
beginnt am Dienstag in Zürich eine intermationale
kath.
Kouferenz, an der holländische
und deutsche 7 Delegierte, darunter der
Meichptageabg. Erzberger, offiziell teilnehmen.
Auch franz. kath. Persönlich keiten werden
in Zürich erwartet. Sie werden sich indessen
an den Vethandlungen nicht off. zieli beteiligen.
Bayerischer Landiag.
Etat des Innern. — Kriegsziel
und Streikfragen.
* MUünchen., 30. 1.
Vor der Weiterberatung des Etats des Innern
wurde in namentlicher Abstimmung der
Gesetzentwurf betr. die Haftung des Grundstückes
für öffentliche Lasten einstimmig angenommen.
Bei der Debatte über den Etat spielten wiederum
die Fragen der Streikbewegung und der
Kriegsziele eine Rolle, zumal auch der Minister
noch chäman den Standpunkt der Regierung
darlegte. Eingeleitet wurde die Debatte durch
den Abg. Bechh (Fr. Vgg.) der eine Reihe von
Maßnabmen auf dem Gebiet der imeren Verwaltung
besprach und dann ins Politische überleitele,
wobei er dagegen protestierte, daß die
Schuld an den Arbeiterstreiks der Vaterlandspartei
in die Schuhße geschoben werde und bestruüt,
dah diese Partei zur Kriegsverlängerung
gehetzt habe. Wir wollen nur unsere Grenzen
sichern, niemanden annektieren und uns eine
Kriegsentschädigung sichern, möglichst durch Lieserung
von Nohslossen. Abg. Cilenberger (Bd.)
sprach zunächst lurz zum Elat und wandte sich
dann scharf gegen die Hetzereien der Akldeutschen
und der Vakerlandspartei. Bedauocrlich sei, d.ß
diese Hetarbeit von manchen Reigierungen unterstützt
wurde. Zur Arbeiterschaft habe er das
Vertrauen, daß sie zur Vernunft komme und
wieder zur Arbeit zurüskehre.
Längere Ausführ##gen machte darauf Minister
von Brezkreich. Zunächst ging er
auf „Wünsche der Vorrchner zum Etat ein, wobei
er die Schwierigkeiten schilderte unter de
habe dich der gnädigen Frau von der ainverdient
rosigsten Seite geschildert
„Das dürfen Sie ihm glauben“, warf Mia
scherzend ein, „und da die Freunde meiner Freunde
auch meine Freunde sind, darf ich Sie wohl
bitten, als mein Gast heute abends dhiert hu bleien.“
„Gnädigste Frau, Ihr Wunsch ist mir Besehl.“
Beiter plaudernd schritten sie dem Herrenhaus
Uebrigens, Hauns, entschuldige, wenn du solange
warten mußtlest, aber ich habe irb
liche Leben und Treiben da draußen inden Weingärten
ein wenig anschen wollen. Die Trauben
hier im Garten werden erst in einigen Tagen reif,
dann mußt du hier sein, wenn wir Erntefest halen.“
Bald 0h dem Nachtmahle kam auch Herr
von Land
„Wie si nd Sie demn mit der heurigen Ernte du-Krieden““
fragte Balmer.
„Ausgezeichnet, sie fönnte nit besser sein!“
„Da gratuliere ich von Herzen. Die Gewitter
des verslossenen Sommers haben also keinen
Schaden angerichtet?“
„Nein, Gott sei Dank.“"
„Deslo besser, es freut mich, daß ich d der
Lage sein werde, meinen leeben Gälten einen guten
Tropfen vorzusetzen,“ sagte
„Ja, Frau Gräfin, der en der: ist heuer
so gut sausgefallen wie nochen
„Famos, da werd ich mich Phn einladen lassen,
« lachte Hauptmann Werner.
nen die innere Verwaltung während des Krieges
zu leiden habe, die Frage der Vereinfachung
der Staatsverwaltung berührte und die
Förderung des landw. Kulturbauwesens und
des Ausbaues der Wasserkräfte versprach. Das
Güterzertrümmerungegesetz soll geändert werden.
Von einer Aenderung des jetigen Ernährungswstems
ser ihm nichts bekannt, auch nicht von
einer Herabsetzung der Mebl= und Brotration.
Dann ging er auf die erwähnten politischen
Fragen noch einmal ein und erllärte gegenüber
m Abg. Auer, dah die Stellung der Reichsdenn
in Bezug auf die Friedensfrage durchaus
klar sei. Die Stellung der Reichsleitung
in der Kriegszielfrage lann einen begründeten
Anlaß zu dem jetzigen Verhalten beines Teiles
der Arbeiterschaft nicht bilden. Der Minister
bat schließlich die Arbeiterführer nochmals dringend
ihren Einfluß zur Herbeiführung geordneter
Zustände aufzuwenden. Es wäre ein
Wahn zu glauben, daß die Arbeiter der feindlichen
Länder auch streiken würden. Vor allem
ist jetzt not: geschlossene Einheit, l##ine extremen
Kriegszielforderungen und leine Scharfmachereien,
weder von rechts noch links.
Abg. Dr. Schlittenbauer (Ztr.) prözisierte
emgehend die Forderungen, die erfüllt werden
müßten, um die landwirkschaftliche Produktion
zu heben und verlangte Bereitstellung der not-
wendigen Arbeitskräfte, der nolwendigen Betriebssioffe,
der Düngemittel und Samereien,
belprach die Wirkungen des Gülerzertrümmerungsgesetzes
und forderte ausreichenden Schutzt
der bayerischen Landwirtschaft bei den Zollver-Uhandlungen
mit Oesterreich. Dann wandte er
sich scharf gegen die Unabhängigen, die auf
den Trümmern des Vaterlandez deie soz a'istische
Nepublik auhouen wollten.
Steit sei der ndete Vaterlandsverrat.
Jerryienheit und
derfruden mit Rußland und nur Trotzlis San
wied dabei ausgenen. Das wollen wr do.
dern. Den Krieg gewinnt nur, wie Hindenburg
sagte, das Volk, das am längsten seine
Nerven behält.
Perschiedene Nachrichlen.
Ein Kindsmord. Die Wiener Geschworenen
beschäftigte ein Prozeß, der wegen der geselltchaftlichen
Stellung der Angeliagten das.
drößte Aufsehen erregte. Angellagt sind die 25.
jährige Oberstentochter Marla Magdalena Wes-.
sely von Ballinhof wegen zweifachen Kindemordes
sowie ihre Mutter Jeseph'ins# wegen Mitschuld.
Im Februar 1914 wurde im Garten ühres
Wohnhauses, in Padpapier gebülll, die Leiche
eines neugeborenen Kindes gefunden, die von
Katzen angenagt war. Nachforschungen blieben
ersolglos. 1917 wurde im Garten abermals eine
in Papler gehüllle Leich: gefunden; das Kind
war in schmutz: der Flässigkeit ertränkt wor den.
Der Verdacht leulle sich sah liestlich auf die An-Dellagte.
Maria Wesseln, deren Vater September
1916 gestorben war, sührte einen auffälligen
Vebenswandel, erhielt vi#ele Herrenbesuche. Wahrend
der Untersuchung gestand sie, ihr erstes Kino
durch Würgen und Ersticken m#t einer Dece umgebracht,
das zweite in einem Kübel, mit dem
Kopf nach unten, ertränkt zu haben. Den Vater
ihrer Kinder erklärte sic, nicht zu kennen. Die
Verhandlung findet unter gröhtem Andrang von
Frauen und Mädchen der eleganten Gesellschaft
statt. Cs entsrinnen lich wahre Kämpfe um Einlaß
in den Saal (1!) Die Justizwach##muhwiederholt
einschreiten. Maria Weßeely wurde nach
zweitägiger Verhandlung vom eriten Mord frei "c
gesprochen. Wegen des zweiten nurde se zu drei
Jahren schweren Kerler verurteilt. D'e Muiter
wurde jreigejprochen.
„Aber Hans!“
„Oh, Verzeihung, gnädigste Frau ...
„Vitte, büte, Herr Hauptmann, srrechen Sie
nur immer so, wie Sie auf dem Gerzen haben.
Solche Menschen mag ich am liebsten; auch Herr
von Lander wird nichts dagesen haben, wenn Sie
Cinem Weine Ehre antun.“
„Auf Ihr Wohl, Herr von Lander!
Uebrigens, dn Erfindermensch,“ wandte sich Werner
an Balmer, „wie geht es drüben km Steinhaus?“
„Ich hoffe, daß meine Ernte auch so#gut ausfällt
wie die heurige Weinernte, dann kann ich
nächstes Frühjahr mit den Versuchen im Freien
beginnen . . ah, da sällt mir gerade cin,“ (uhr
Balmer sort, „ich habe noch einen Brief auf die
Post zu tragen; ich muß mir eine neue Drehspindel
aus der Fabrik kommen lassen."
„ Ich werde Lotte rufen.
Nein, gnädige Frau, be hite bleib- n Eie doch,
ich werde lie selbit rufen.“
Valmer ging in den Garten, da er das Oienstmädchen
in der Küche nicht vorgefunden hatte,
und ries:
„Lotie, Lotte
7“
— der Herr Professor rust.
4%%
Ganz erschrocken kam das Mädchen durch den
Garten Lgeranmt.
das Nachtessen im Steinhaus dauert aber
& sagte er zu dem verlegen dreinschauenden
ädchen, „ich meine aber, die Trauben sind noch
nich reik! Tragen Sie mir diesen Brief auf die
(Beisall.)“
Der jezige
Mit:
Zwielpalt im Innern bekom
men wir den Friede lä nicht, auch nicht den Spoen "
4 Zentner Weizenmehl,
Fleisch= und Wurstwaren und Butter und Cier
abgenommen wurden. Das Mehl hatten sie in
Freitag, I. Februar 1918
Hof- und Personalnacheichlen.
München. 31. Jannar.
Der Erzbischof ist gestern Abend an die
Südostsront zum Besuche bayerischer Truppe.
abgereist.
Munchener Neuigkeilen.
Zu dem Schleißheimer Zugsun,
glück. Im Münnchener Garnisonslazarett ist
nunmehr der Soldat Karl Meinel, der Flegerabteilung
SWlo kheim, Schlohrmeisier aus
Hof i. BV., an den Folgen der bei dem Anglück
erlittenen Verbrennungen storben, womit die
Zahl der Todesopser auf sechs gefsliegen fst.
Das Befinden des bei dem Unolück gleichfails
verletzten Feldkuraten Wilhelm Weber aus
Landshut, der in der chirurg. Klinik untergebracht
ist, gibt leider zu Besorgnis Anlaß. IDie
Erhebungen der Staatsanwalsschaft über die
Ursache des Unglücks werden nach ihrem Abschluß
ve röffentlicht werden.
Die Straßenbahnzusammenstöße
haben sich im Jahre 1917 gegen das Vorjahr
nahezu verdoppelt. Die Zahl der Zusammenstösre
zwischen Straßenbahnwagen selbst und
zwischen Straßenbahnwagen und Fuhrwerken
und der Verletzungen von Personen betrug
2081 gegen 1061 im Vorjahr. Ueberfahren
wurden von der Strahenbahn im letzten Jahre
insgesamt 332 Personen, darunter 43 tödlch.
Durch Auf= und We wurden insgesamt
verletzt 442 Personen, darunter 12 tödl ich.
Bayerische Nachrichten.
Abgefath#te Hanst erer. Einen bösen
elusal erlebten am Samstaxz in Bun#au etwa
em Dutend Hamsierer aus M nasburz, de#nen bei
einer Revislen durch die Gendarmerie Burgan
heinahe ein Jemner
der Mühle zu Glöttweng das Pfund 31 507Pfennig
gelauft. Die Fleisch= und Wurstwaren, die
5 Burgauer Mectzerläden stammten, wurden
uus Montag an die Dlesigen minderbemittelten
Schwerarbeiter abgegeben.
Stiftung. Aus Anlaß der goldenen Hochzeit
des Königspaares wurden in Würzburg
200 C00 Mark geriftet.
Ein Freispruch. Nach viertägiger Verhandlung
am Landgericht Passau gegen den
Garnisoninspektor und L#zaretloberinspelior K.
Lindner und dessen Ehefrau, die beschuldigt ##aren,
Lazarettlebenemittel für sch und andere
Privatpersonen verwendet zu haben, wurde heute
ein freisprechindes Urle 1 gefä ll. Zur Verhend
lung waren 43 Zeugen geladen.
Schrecklicher Unf all. Vorgestern spat
abenbo zwisch: n 8 und 9 Uhr vergnüũgte Achin
Waldlirchen beim Mondschein der 11 Jahre alie
Sohn des Güllers Steinmüller in der Reitmis
le nahe bei Waldkirchen mit Schlittenfahren.
Dabei rante er an einen nederen Heckenpfollen
und schlitzte üch die linle Bauchseite anf, godaß
die teilweise zerrissenen Gedärme hervorquollen.
Sosort in das Kranlenhaus Waldkirchen
verbracht, wurde et eirer lunneren Operation
unterzogen. Das bisderige Besinden il
trotz dieser schweren Verleung Kfrievenstellend.
Erenzlande.
Kitzhbühel, 30. 1. Geheime Mehlo or
räte. Im Hause einer Bäckermessterin dahier
warden 500 Kilo verheimlichtes Me ehl verge!- un
den, das schen löngst zu Vrot für vie Bevot
rung Zitbühels hat:e verbaden sein sorlen.
Vost, bitte . oder nein, ich werde selbert Zeb:n.
ich habe noch Zigarren zu kaufen.“
Dabei drebte er Lotte herum und sagte:
„Geh nur mieder binüber, ihr habt sicher aufden
Nachtisch vergessen.“
Es war Jut, dah es schon finster war, dem
sonst hätte“ Lotte ihr brennrotes Gesicht nicht
verbergen können.
Wenige M. nuten später erschien Balmer wie
der im Salon; ein ungewöhnlich tiefer Schat-. en
lag auf seinem Gesichte.
„Ist Ihnen was passiert?“" stragte Herr ven
Lai ider
„2 IS ich den Brief in den Kasten! bei der Rirde
Leworsen hatte, trat ich noch in ben Laden, um
meinen Zigarrenvorrat zu ergärzen, und da finde
ich wieder einen Menschen, der das kleine Ab-Fichen
mit dem schwarg ·n Salamander trägt.
Auf Schritt und Trüt bepegne 4 Leulon mi:
diesen Abzeichen, die mich zi beobachten scheinen.
Das wird m.r nachgerade unangenehm und beginnt
mich zu beumuhlgen. Ich habe Sie schon
langst einmal darüber beiragen wollen, es aber
wieder vergessen. Könnten Sie mr vielleicht sacden,
Herr von Lander, was cs bedeutet?“
Faen blichen alle auf Herrn von Lander.
weisz ich mi, aber warten [Sie.“ Er
44 Paperr ind Bleistift aus seiner Tasche und
während er weiter sprach, zeichnete er mit seinen
Uobigen Fingern
„Also am Rande des Abeeichens ist ein schwarzer
Fllawander und in der Miile die Buchstaben
S. N. S. . . . schwarzer Salamander könnle