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solenxelmetniizesses
Freltag, 2. Se 7. September 1 1012
Uummer 205
Gegner unternommenen Angriffe brachen dank
der standhaften Haltung unserer lriegerproblen
Karstverteidiger zusammen.
100 italienische Ossiiere und über 4000 Mam
sielen als Gefangene in unsere Hand. Die Gesamtiahl
der seit Beginn der Schlach! eingebrachlen
Gesangenen beläuft sich auf 15 000 Mann.
T wurde wieder zweimal non italienischen
Fliegern angegrissen. In der Nacht vom 3.
aus 4. September belegte eine größe Anzahl
seindlicher Flunzenge Pola mit eiwa 1000 Bomben,
die in der Stadt einigen Privatschaden verurjachten.
Militärische Objelte ersillen nur ge—
ringjüginen Sachschaden. Es sind leine Mensche.-verlunte
zu bellagen.
WMägemelnes nom Sriles.
Ehrenvolse Auszeichnung.
Der belannte Kampfflieger Lentnant Mar
Mulier, der erit vor lurzem anläßlich seines 27.
Lu#lli### bom Osfiziere#el'vertreter zum Ofsizier
leiordeitt worden in, erhielt den Orden
Pour merit“. Lemnant Müiler ül aus dem
Mann#ilenande bervorgegangen und dieate
vor zehn Jaberen altiv bei einem banyerischen Insanlerte
Regiment. Vei Ausbruch des Krieges
trat er durt wieder ein. Er inm somit der erste
alline. aus dem Mannschafltostande hervorgegaupene
Soldal. der die bohe Auszeichnung
de# Orden? „Pour le merite“ erhiest.
(Graf Czernin in Verlin.
Der ülle erreichische Minitter der Aeußern, Graf
Czernin. hat iich nach Veriin begeren. Wie ververlaulel.
Z#i dieser Besuch nicht nur der Fest
inelruna der Rulivorlt am: die Papitnoite und der
Slemunnienr zr Ni Wilsons, somern es
handelt ii.h auch um die Losung der immer breunende
it r. on wlsnlmnaqcIhtoumkll
ss k- An rrfrnhen. des Staatsselretär
.Kuhlmann in Wien.
de- —9 untthen Amtes.
Schlechle englisile Ermeansssaten
alien Teilen Englands melden.
das schwere Neuenilurme am 27. Augufst
nuch ciner longeren Periode nassen und son
neulmien Wellel cinen verderbjichen Einisuß
am ie Cuute hallen. Laul „Dailn Mail“ sieht
b#er etäldirellar der Lebens müteleumtes Lvc
1 mt erit ernu an. allchlich, sagt
Nachrichten auur
1: Lane anl
die unn war das Wetier nich blonz besonder##
unnnnmi.). sondern schlecht. oDnegleichen.
Da-Lando kehl einer der schlechtesten Ernten der
(60 raimtr orn enuler. derhalb am sich die gebie-
Nmend iglteit der grösten Sparsamteit
**“ uch der Nahrungemiltelb##tände tauicm
Indn 8ioh.
GErlechenlsand.
rfolnnueigopojitil in
((riechenland.
Die rsechische venizelistisue Kammer erörterte
die 7 Alane. die Mitglieder der früheren Minülerten
ver einen Ölergerichtehof zu diellen.
Veniz PdnoF berlangie. daß der Krater Michelladis,
ehema’iner Unterrichteminüler unter Sluludis,
nil vor den Öberilen Gerichis Hhos gedellt
werde. Gun lingewirtsche i110. Einige Redner
rr.nen sich inguniten der Stellung unter
Anllune uns. ie Kammer beichlaß mil 133 ge
Ln !10 lie mmoen Kahint 1 d/s8 vor den
OÖberuen Grrichthof in siellen. Mil 135 gegen
acht Stimmen wurde beschlossen, das Kabinett ·
Lembros-Zographos nicht zu verfolgen.
Die begeisterten Griechen.
Das tapsere Hellenenvolk, daß sich so lange
wacker gegen den Druck der Entente gewehrt hat,
ist nun auch auf die Seite unserer Feinde gezwungen
worden, und seine Seeleute müssen für
die Engländer fahren, wenn anders sie nicht
verhungern wollen. Da ist es verständlich, daß
die armen Teusel die Versenkung ihres Schisfes
manchmal mehr als eine gute Fügung des Schilsals
betrachten, wie als eine böse Tat der Deutschen.
Das lam vor einiger Jeit deutlich zum
Ausdruck. Nachdem in der Straße von Gibraltar
ein griechischer Dampfer versenlt worden
war und das betreffende U Voot sich den
Rettungsbooten näherte, um den Namen des
Schisses sestzustellen, nahmen die Griechen alle
ihre Mützen ab und Brachlen unter lauten begei
sierten Zurufen dem deutschen Unterseeboote eine
Kundgebung dar. Eigenlsich lonnten einem die
Burschen leid tun, aber zum Glück war die
saniche Küste nicht weit entsernt. Sie werden
bei den ritterlichen Spantern vermutlich ein befseres
Los eingetauscht haben gegen die Unter—
drückungen in ihrer durch Venizelos an die Entente
verschacherten Heimat.
Perschiebene Nsor#ichlen.
Budapest, 5. Sept. Der Minister des
Imeern Ugron hat zur Verbeserung der Approvisionierung
und zur Linderung der Wohnn, igs
not eine Verordnung erlassen, daß jeder Fremde,
der nicht nachweisen lann, daß er sich infolge
Verufes in Budapest aufhält, lanslribiert und
verpflichtet wird, Budapest innerhalb 14 Tagen
zu verlassen. Diese Maßnahme ist gegen alle
Fremden, einschließlich der Oesterreicher und
Reichsdentsch-n, gerichtet, die nach Budapest gelommen
sind, um sich hier besier veruflegen zu
lönnen.
Fe#und Personaluachrichlen
Verlin, 6. Sept. Die Kronprinzessin im geslern
von einer Tochter entbunden worden. Die
neugeborene Prinzessin ist neben vier Prinzen
die zweite Tochler des kronprinzlichen Paares.
Rüng#teer Neiugkeien.
München, 5. Sept. Der Gendarmeriewacht.
meister von Pullach sah. wie sich am Dienstag
vormittags 10 Uhr ein Mädchen von der Groß-=hesieloher
Vrücke in den Werlkanal hinabstürzte,
nom Wasser fortgetrieben wurde und ertrank.
Auf der Brücke fand man einen schwarzen Hut,
eine Handtasche und einen Zettel, auf dem eine
Jahre alte Kontoristin aus Oberfranken,
die zuletzt in München in Stellung war, mitteilte,
daß sie aus Lebensüberdruß in den Tod
geben wolle. Die polizeilichen Erhebungen er-Lal
en, daß diese Kontorittin tatsächlich seit
Dienslag früh al gängig ist. Die Leiche lonnte
noch nicht geborgen werden.
Boyerische Nacheichten
vom TLanbe, 5. Sept. Der Güterhandel
siehl zurzeit in üppigster Blüte. Leute, die durch
Kriegslieferungen usw. einen reichen Schnitt gemacht
haben, kaufen sich auf dem Lande an, an-
— 0D
. .
*
Eln= „Prophezeiung“.
eim Mirocrlegen einer Mauer im Kloster
zum bl. (Gbein in Wiomar in Melenburg wurde
in einer Bilel ein Pergament mit einer prophet.
Inichli! neinnden. On#Pergamem besfindel
ich se m Nathau= zu Wiemar unier Glas und
Nahmen. DTie im Jahre 1701 von einem fliehenten
Klolterbrurer geschriebene Alschrift lautet:
„Herr, erbarme r Deine Volkes, welches
sich iminer mehr von Dir abwendet. Es zerüort
Deine Klosler. vernichtet Deine heiligen Orden.
Ee cinnet sich Leinc Kraust an unn macht sie diesen
#zwecken gieich bienlbar. Europa wird in
rieser Heit, dn der papllliche iuhl seer i#st, von
fürchterlichen Zuctigungen heimgesucht werden.
Vocoheit. Versaumdung und (Gchasjihleil wird
ein lleineo Haussein anfreizen. Turch Fursten.
morb wird der uuno entsacht. 7 Reiche wer
den sich erheben gegen einen Vogel mit zwei
Kopfen und einen mil einem Kopf. Die Bögel
wercen um ihren Hillichen ihr Recht schützen und
mit ihren Krallen werden jie c% verteidigen.
Ein Furit autd der Mille „der sein Roß von der
verlehrtn Seile beleigt, wird von einem Wall
von Feinden umtingl sein. Des Monarchen
Wahlipruch lautel: Mit Golt vorwärte! Die
Allmacht Gotte# wird ihm beistehen und ihn
von Sieg zu Sieg führen. Es wird ein großes
Ringen ilallfinden von Ost und West und viele
Menschen vernichten. Die Wagen werden ohne
VRosse dahinsaufen, feurige Drachen werden durch
die Lusle flicgen und Feuer und Schwefel speien.
Stedte und Dörfer vernichten. Machtlos werden
die Menschen diesem allem zusehen. Das Volk
wird die Warnung Exttes anhören, und Gott
wird sein Antlitz abwenden. Drei Jahre 5 Mo
pate wird der Aufruhr dauern. Hungersnot,
Seuchen und Pest werden viele Menschen zum
Opfer fallen. Die Zeit wird lommen, da Du
weder kaufen noch verlaufen kamm noch darsst.
Das Brot wir. gezeichnet und geteilt werden.
Meere werden sich rot särben von Blut. Die
Menschen werden auf dem Grunde des Mecres
wohnen und auf ihre Beute lauern. Das Noll
des Siebengeilirns wird. in dad Ringen eingrei
sen und dem bärligen Voll in den Nucken sallen
und sich von der Mitlte abwenden. Der ganze
Niederrhein wird erzittern, erbeben, grr. nich!
unterliegen. sondern bestehen bis ans Ende der
eil. Das Land im Meer wird mit rieinem
Konig geschlagen und auf die tiesste Sius#
des Elends kommen, das bärtige Volk wird noch
lange bestehen. Alle Bölker werden in Mitlei
Vencchat #czogen, es findet ein Wogen aller
Tüller statt. Der Sieger trägt ein Kreuz und
zwischen vier Städten mit Türmen findet die
Ennccheidung stalt. Dari sieht ein Kreuz zwischen
zwei Lindenbäumen. Hier wird der Sieger nie
derlnien, seine Arme ausbreiten und seinem Gott
danken. Alle Tänze der Gotilofigleit wird der
Krieg abschaffen und wieder göttliche Ordnung
in Kirche, Staat und Familie heruellen. Der
Krieg wird beginnen, wenn die Aehren sich voll
neigen, wird seinen Höhepunkt erreichen, wenn die
Kirschen zum drittenmal blühen. Den Frieden
schließt der Fürit zur Zeil der Chrisunesse.“
Diese „Prophezeiung“ liest sich sehr schön, und
in ihrem ersten Teile hätte. sie sich sogar schon
verwirllicht. Sie hat aber einen großen Fehtler:
sie ist nicht ccht und eristiert überhaupt nickhtt.
Seit längerer zeil schon tauchl sie basd bier.
bald dort auf: jetz fand sie ihren Weg auch in
ein Münchner Vlatt. Tatsache aber ist, daß in
Wio. nar von einer solchen Urkunde nich!5 be.
lannt ist, und die Stadtwerwaltung hat wieder.
holt schon Stellung dagegen genommen. Derarlige
Enten sind eben schmer totzuschlagen.
derseits wird der Güterverlauf begünstigt durch
die derzeitigen Verhältnisse im Bauernstande;
viele Vesitzer ländlicher Anwesen lind gefallen
oder es lann ihr Besitz nicht mehr richtig bewirtschaftet
werden, so daß sie lieber verkaufen.
Seibstverständlich suchen dabei auch die gewerbsmäk#igen
Güterhändler ihre Suppe ordentlich
zu schmalzen. Da steht ihnen nun aber vielfach
das Güterzertrümmerungegeseh im Wege, und
deshalb suchen sie mit allerlei Kniffen über die
bestehenden Schwierigkeiten hinwegmiommen.
S) teilt ein bayerisches Bezirlsamt in einem
Schreiben an die Darlehenslassenvereine seines
Bezirles mit, daß in manchen Fällen das Vorlaufsrecht
nicht ausgeübt werden lann, weil
die Güterhändier die Anzeige über den Erwerb
erslatten und in München verbriefen lassen, da:
mit das Vezirlsamt nichts erfährt. Sie zahlen
dann gern die lleine Geldstrase wegen Unierlassung
der Anzeige, wenn sie nur das Anwesen
haben, aus beisen Jertrümmerung sie Tausende
gewinnen. Das Bezirisamt ersucht daher die
Darlehenslassenvereine um sofortige Benachrich
ligung. wenn bei einem allenfal: sigen Gutsver--lauf
der Verdacht eines Güterhandelsgeschäftes
vorliegt, damit das Vezirle Samt die rechtzeitige
Herbeiführung der Amzeige nach Art. 2 des Gi
terzertrummerungsefehes zur Wahrung des
Vorkausfsrechtes der Berechligten veranlassen
tann. Gleichzeilig empfiehlt das Bezirksamt, Anwesen,
die nicht mehr gehalten werden lönnen,
der Siedelungsgesellschaft beim Staateministerium
des Innern anzubieten. Das betreffende
Bezirksamt verdien ob dieser Mas- nahmen alle
Anerlennung: mögen auch die übrigen Bezirlsämter
im gleichen Sinne gegen die Kniffe der
gewerb#emäßige'n Güterhändler auftreten!
Landsberg a. X., 5. Seplemer. Nach MagQ#ttratsbeßlausit
wurden den Lanowirten der
Stadt, die sich bereit erllärten. Michvieh zu
erwerden und die gewonnene Milch den städti.
ichen Verbrauchern zuzuführen. Prämien von
100. Ml. bezahlt, oder es wurde ihnen neben
einer lleineren Prämie langere Stundung der
Zahlung aewährt. Auf diese Weise wurden 22
Milchluhe neu in der Stadt ausgeitellt.
Seperssches Obeiigas.
Vom LCanec, 5. Sept. Das Brotgetreide
der Selb#versorger leschäftigte das Direllorium
des Uaner. Landwirtschafterates in seiner Sthung
vom 30. Aungust. Am Antrag seines Mitglied
Lamesötkonomierats Stleininger rich tet das
Direktorium ernem die dringende Voritelwung
betr. die Erhehung der Drotgetreidemenge der
Selb#uversorger an die zusländigen Steilen. Die
Vrotgetreidemenge mit 9 Kilogramm auf den
Kopf der Selb'tversorger ill so gering, daß der
Wandwirt bei der Art und Dauer seiner Arbeit
und bei der Knapyheit an anderen Lebensmitteln
für sich und seine Dienstboten auf die Dauer
unmöglich auskommen kanm. Dasseib: gilt von
der bislang gewährten Gerstenmenge. Der
Vancrische Landwirtschaftsrat hat nicht umierlassen,
srüher schon in demjelben Sinne seine
Vorstel ungen und Vorschläge den mas,gebenden
Stelsen zu unterbreiten, so neuerdinge nach seinen
Volijihungen am 17. April und 31. Mai
1917. Das Direktorium beschloß die Angeiegenheit
nochmals der nächsten Veratung des Kriegswirtschaftlichen
Ausschusses zu unterbreiten.
Weiter sagt der Vericht: Zahlreiche Gemeinden
insbesondere aus Oberbavern haren auch an
den Vancrischen Landwirtschafterat vor einiger
JZeit gleichlaurende Beschlüsse mit der Bilte um
Vertretung an mas gebender Stelie gerichtet. Die
in denselben u. a. gesorderte Menge von 15
Kilogramm Brotgeireide pro Kopf und Mo
nat iit unter den gegenwärtigen Verhälinisien
nicht verrretbar. Daselle gin von den 40 Proj.
freie Gerile. Das Ergebnis unserer Getreide
ernie itehl noch leineswegs einwandfrei sen, daß
solche Forderungen mit Auslich aus Erfüflung
gesleiit werden lönnien. Die übrigen Forderungen
inste Fondere hinsichtlich der Seibstiewirtschaftung
Vayerns hai auch der Bayerische Landwirtschaftrrat
immer vertreten. Die lettere isl.
sa tatsächlich auch erfüilt.
Bab Uibling, 5. Sept. Gestern wurde im
Auer Holz beim Bahnübergang ein Pferd der
Mühlbesigerswitwe Asam von hier durch die
eleltrische Bahn überfahren und so schwer verlebt.
daß es getötel werden mußte. Wer an dem
lufal die Schuld trägt, wird die nähere Untersuchung
ergeben. Das Anwesen der Werk
meisterswitwe Lisette Eckert in der Sedanstraße
dahier ging durch Kauf in den Beli der Privalierswite
Linhuber hier über. Verbriefung
hat bereits Nallgesunden.
Großhöhenrain, 6. Sept. Wie schon erwähnt,
ist der Brauerei- und Gutsbesitzer Alois
Kahmanr, der als Unterofsizier in einem Fuß
Art.-Bll. stand, vor Verdun verschüttet worden.
Jetzt traf die Meldung ein, daß er nach
19 monatlicher treuester Mlichterfüllung durch
einen Granatvollmeffer auf dem Felde der
Ehre geblieben ist. In weitesten Kreisen wett
sein Heldentod allgemeine Teilnahme, die sich
seinen Angehürigen zugewendet.
Bausham, 5. Sept. Auf Grube Haueham
wurde der Hauer Johann Rippl verschütret und
erlitt außer einem Beckenbruch am Fuße Verletzungen.
Der Hauer Joseph Will wurde ebenda
beim Absichern eines Kohlenstoßes verschüttet
und sofort getetet. Er tand im 31. Dienstjahre
bei der Gru
—— 5. Sept. Gestern starb in seinem
Besitz in Miesbach, wo er leit seiner Pensio
nierung lebte, Bergrat Sasn früherer Berg
werlsdirettor in Penzberg und Haushen. Der
[Verstorbene, der auch als Magistratsrat in
Miesbach sich große Verdienste um die Marllgemeinde
erworben hal, war mährend seiner vieljährigen
Tätigleil als Bergwerksdirellor als
Vergsachmann geschätzt, von der Arbeerschaft
als zwar strenger, aber stets gerechier Torgesetz.
ler geachtet. Der Krieg brachte auch Herrn
Vergrat Engel groes Ungück und undüfterte
seinen Lebensabend.
Traunstein, 5. Sept. Das Bezirkoamt wen
det sich im Amtsrlatt in einem scharsen Artilet
gegen das sog. schwarze Handeln mit Buter und
Felt und sagt zum Schluß: „Soil es in un
serm Vaterland so weit lommen, daß der (be
wissenlose oder Reiche leinen Mangel spürt und
der welcher sich an das Gesetz häft oder arm int,
schwerste No1 leiden muß? Tus will lein rech!l
lich Denlender. Darum richtet sich die Mahnung
an Al- e die es angeht: Krieg den Hamiern und
Schleichhändiern in jeder Gestalt! Alles, was in
der läuerlichen Wirtschaft entvehrsich i#, an die
Sammeliteslen!“
Tittmoning, 5. Sept. In Tenugling brach in
der A. Moosburner'schen Mühle Schadenfeuer
aus, dem die gesamte „Mühleneinrichung zum
Opfer fiel. Das durch eine Feuermauer getreun
Wohnhaus lonme gerettet werden, jedoch imt
e Mchl und der in Arbeit beiindliche Weizen
da ie Der Brand ist vermutlich insoige
Heißlausens eines Lager? entstanden.
Eetainsckrichten.
tosenheim, 6. Geplemb.
Ausf dem Felde der Ehre gesatlen:
Stephan zwe liteller. Bahnarbeiter aus Schloj;
berg, Soldat in einem Ini. Reg.. Juhaber des
Militärverdienitlreuzer J. Kl. mii Swertern:;
Alois Katzmanr. Guls und VBrautteibesẽtzer
in Gros,höhenrain, Unteroffizier in einem uß
r. Vataillon.
Das König Eudwig Krem ist dem
Geͤrciten Franz Reisser, Besitzer der Drogerie
Neißer in Rosenheim, verliell- un worden. Ferner
wurde der Vorarbeiter Joseph Hoset, welcher
in der Pulversabril Winterhoster in Slephanslirchen
sei1 23 Jahren mit grötter Gewissenhf
ligkeit seinem gezährlichen Beruse obiegt. wiit
dem. Rönig- Ludwig, Kreuiz ausgezeichnet. Die
Auzzeichnung in daher mohl verdient.
Lebenemittelversorgung. Ab Samstag,
den 8. September cbegiant die Akgabe von
Kandis-Zucker, gegen Vedugsmarle J. Speise
Smrup in mit Vesiellmarle IV in den Ceschäften
H. Mariensched, G. W. Keljermann, Fritz Wei
ler, Anna Häuslmaner, Franz #schwind, L.
Wachler, V. Krottenh auser und J. Aliwang
bis einschliestiich Montag zu besecllen.
Verein (Marin Wm Zahlreich
sind die Mitgliet der zur eriten Versammlung nach
den Ferien erschienen. H. H. Präses hatle viel
zu berichten von der Präside: sfonjeren in Ulm.
Der Verein ist denn auch gleich drangegan 107.
in fleißiger Beratung nach den in Um gegeb
nen Anregungen die Vereinsarbeit zu geitalten.
Kurse wurden anberaumt, von dene die An
meldung zu Stenographieslunden Ansänger.
und Fortbildungslurs) am Freitag, den 7. de.
Abends 8 Uhr erfolgt. Am Momag d. 10. ds.
beginnen die Singstunden. Auch al##dere Kurfe
sind vorgesehen. Es ist nun an den Mitgliedern,
das vom Verein Gebtene mit dauernoem Fleiß
zu nutzen. zur Vilkung und Ertuchligung im
Angestelltenberme a#bort auch das eeinsblatt
und das Taschenuch. Mitglieder, 11ad. vor
wärti= G# iommt bald eine Zeit. in der sich das
Wort leweisen wird: Nur der Tichtige hat
Gluck. ummt, in jede Versammlung zu treuer
« I
«i.tllkoncitssverniiniiilnaaeii
I. Dienelag. die Jwischenver
r½, Sonmtag im Matz sonach
ni enversammlung am 16. d., die
1. kermmmmlng am 4d. Okt. Zum
ins Sonnlag d. 9. ds. wolle man
4. zur Prozession einfinden.
in der Not. Unser Austuf zugun-
—
.-D:«·’
2.
Vilir
sten der umen Taglöhner-Famisie war bereils
von gutem Eniolg. Bis jeht sind bei unserer
Schrütletung sg »igende Gaben eingegangen: Kr.
Mi., Mik., Ungenannt 5 Mk.,
3 M., Fran Fichtmann 5 Mk., wgelip X
senheim 20 Mk., insgesamt 35 Mk. Wir danlen
bestens dafür und sehen weiteren Caben gern
entgegen.
Kein neuer Dotschenwinter. Die
„Leipz. Neuest. Nachr.“ veröffentlichen eine Un
terredung mir dem Staatssekretär im Kriegs
ernährungsamt Dr. Auguit Muliser, in der dieser
seine Ansichten über unsere Erhährung im
kommenden Wirtschaftsjahr äußerte. dr. Müller
erllarte mit unbe Tdingter Sicherheit, daß wir eine
Kohlrubenzeit uie im vergangenen Minter diesmal
nihhl wieder durchmacken werven. A lerdings
Werren unr nichl ganz auj die Kohlrübe verzichten
tönnen, doch werden wir sie nur als Gemüse neben
der Kartoffel essen müssen. Bei dem Mangel
an Ledensmitteln bleibt die Kohlrübe eine
Wer#volle Beigabe.