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auch schon in Northeim *7) und aus der Nachricht, daß
der erste Apotheker, Jürgen Zinke, der hingezogen, „vorher
eine gute Weile auf der Apotheke zu Göttingen gewesen
sey,“ geht hervor, obgleich keine der grôßern oder kleinern
Göttingischen Chroniken dieß bemerkt, daß damals auch
schon hier an obrigkeirliche Anstalten dieser Art gedacht
worden sey, was freilich auch dringend nothwendig war, da
gerade in Göttingen die Pest nicht selten und furchtbar wüthete
29). Herzog Julius, wie seine noch ungedruckte Polizeiordnung
beweist, hatte für Hebammen und Wehmütter
gesorgt; im Calenbergischen blieb's noch, wenigstens
auf dem Lande, Schäferknechten und Ochsenjungen überlas
sen, aus alter Erfahrung, die sie bei ihren Heerden gemacht
hatten, auch zum Behufe der Menschheit da fortzuhelfen,
wo die Natur ihre sichere Hülfe verweigerte.
Bei allen so kosibaren neuen Anstalten, welche Herzog
Julius für Handel und Wissenschaften, für Schifffahrt und
Bergwerke, zum Nutzen seiner eigenen Kammergüter und
seinen Unterthanen zu Hülfe machte, wurde doch während
seiner Regierung im Wolfenbüttelschen ein Schatz hinterlegt,
der über 700, Ooo Th. betrug 95). Herzog Erich, der
nichts auf besseren Bau seiner Kammergüter verwandte,
der seinen Unterthanen zum Nutzen nichts aufopferte, hin-*)
Lubecus große Northeimische Chronik.
"*) Allein in Göttingen starben 1597 innerhalb fünf Monaten
bei 2500 Personen. S. Pflaumkerns Leichenrede auf Theod.
Fabricius 1508. 4. Nach einer geschriebenen Hannoverschen
ECbronik sind in demselben Jahr bei 4000 Personen in Hannover
gestorben.
*) S. das Kestament des Herz. Julius vom 20. Jun. 1582 bei
Rehtm. Chron. S. 1044.