Full text : Die Preußischen Verwaltungsgesetze.

III.  Kreisorbnung.  167

verfügt  und  von  demselben  der  Untersuchungskommissar,
sowie  der  Vertreter  der  Staatsanwaltschaft  für  die  erste
Instanz  ernannt.  Die  entscheidende  Behörde  erster  Instanz
  ist  der  Kreisausschuß,  die  entscheidende  Behörde
zweiter  Instanz  das  Oberverwaltungsgericht.  Der  Vertreter
  der  Staatsanwaltschaft  bei  dem  Oberverwaltungsgerichte
  wird  von  dem  Minister  des  Innern  ernannt.

§  69.  Der  Amtsvorsteher  ist  berechtigt,  eine  Amtsunkostenentschädigung
  zu  beanspruchen,  welche  nach
Anhörung  der  Betheiligten  von  dem  Kreisausschusses:t)
als  ein  Pauschqguantum  festgesetzt  wird.  In  gleicher
Weise  erfolgt  die  Festsetzung  der  einem  kommissarischen
Amtsvorsteher  zu  gewährenden  Remuneration.

§  70.  Als  Beitrag  zu  den  Kosten  der  Amtsverwaltung
  überweist  der  Staat  den  Kreisen  diejenigen
Summen,  welche  er  in  Folge  des  gegenwärtigen  Gesetzes
durch  das  Eingehen  der  Königlichen  Polizeiverwaltungen,
durch  den  Wegfall  der  Schulzenremunerationen  und  an-91)

  Gegen  den  Beschluß  des  Kreisausschusses  findet  die
Veschleg  an  den  Bezirksausschuß  statt.  Die  E#s  (nbet  ae
baben  eine  Chausseegeldfreikarte  und  für  die  von  ihnen  zur

rfüllung  von  Aufträgen  in  Enteignungssachen  unternommenen
  Geschäftsreisen  Reisekosten  und  Tagegelder  zu  bean-#eruchen,
  Tarifsätze  für  die  Reisen  der  Amtsvorsteher  sind
edoch  *-  vorßeschrieben.  Die  Amtsunkostenentschädigung  des

Amtsvor  tehers  kann  wider  dessen  Willen  während  der  Dauer

er  Amtsperiode  der  Regel  nach  nicht  herabgesetzt  werden.
Das  Porto  für  die  Sendungen  der  Amtsvorsteher  an  die

andräthe  ist  von  den  Amtsverbänden  zu  tragen.  Dagegen
soll  das  Porto  für  die  von  den  Amtsvorstehern  als  Ortspolideiverwaltern
  in  Folge  von  Requisitionen  der  Justizbehörden
erstattenden  Anzelgen  in  Strafsachen  auf  den  Justizfonds

bernommen  werden.  Zur  Rechnungslegung  über  das  Pauschuantum
  ist  der  Amtsvorsteher  nicht  verpflichtet.