Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1874. (51)

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Verfügung  des  Ainisteriums  des  Innern,  betreffend  die  Ausbildung  der  Apotheker.
Vom  26.  Januar  1874.

Unter  Hinweisung  auf  die  Bekanntmachung  des  Reichskanzlers  vom  18.  Juli  180
(Reg.  Blatt  vom  Jahr  1873  Seite  358),  betreffend  die  Prüfung  der  Apotheker,  worno
die  Zulassung  zu  derselben  künftig  von  dem  Nachweise  der  wissenschaftlichen  Befähigunz
eines  Schülers  der  Sekunda  eines  Gymnasiums  oder  einer  Realschule  I.  Ordnung  in
Württemberg  mindestens  einjährigen  Besuchs  des  ersten  Jahreskurses  der  oberen  Abtheilung
  eines  Gymnasiums  oder  des  Real-Gymnasiums  in  Stuttgart,  eines  niederen
theologischen  Seminars,  oder  eines  Lyceums)  bedingt  ist,  wird  bestimmt,  daß  die  in  Purbl
2  der  Ministerial-Verfügung  vom  25.  Juni  1812,  betreffend  die  Prüfung  der  Apothekel
ihrer  Gehilfen  und  Lehrlinge,  vorgeschriebene  Prüfung  der  Apotheker-Lehrlinge  durch  del
Oberamtsarzt  und  die  Ausstellung  einer  Legitimation  zur  Annahme  des  Lehrlings  dur
das  Oberamt  künftig  wegfalle.  Dagegen  hat  der  Apotheker,  welcher  einen  Lehrlinb
annimmt,  hievon  dem  Oberamtsarzte  unter  Vorlegung  des  Nachweises  der  erlangten
Schulbildung,  Anzeige  zu  erstatten.  Die  Prüfung  nach  erstandener,  mindestens  drei
jähriger  Lehrzeit  hat,  wie  bisher,  jedoch  bei  den  nach  dem  1.  Januar  1874  in  die  Lehn
Getretenen,  unter  Weglassung  der  Prüfung  in  der  lateinischen  Sprache,  —  zu  geschehen-Stuttgart,

  den  26.  Januar  1874.  Sick.

gekanntmachung  des  Ministeriums  des  Innern,  betreffend  die  Ausdehnung  der  Eisenacher  Colvention
  auf  Elsaß-othringen.  Vom  28.  Januar  1874.

In  der  Sitzung  des  Bundesraths  für  das  Deutsche  Reich  vom  6.  Dezember  v.
wurde  das  Einverständniß  der  Bundesregierungen  damit  erklärt,  daß  die  zu  Eiseno
zwischen  den  Regierungen  mehrerer  deutschen  Staaten  wegen  der  Verpflegung  erkrankier
und  der  Beerdigung  verstorbener  gegenseitiger  Unterthanen  am  11.  Juli  1853  verein“
barten  Bestimmungen,  wonach

1)  hilfsbedürftigen  Angehörigen  des  anderen  Staates  im  Erkrankungsfalle  die  nöthige

Kur  und  Verpflegung  nach  denselben  Grundsätzen  wie  bei  eigenen  Unterthanen  zu