Kummer 21.
betrügerische Weise militärische Papiere angeeignet
zu haben. Die beiden Offiziere, welche
mich am achten Tage verhörten, wurden ganz
rot vor Scham, als ich sie dat, mich die Anllage
lesen zu lassen, und sie leiehrte, es liege hier ein
dreifaches „Mißverständnis“ vor. Schyn da
mals war ich sicher, daß das Kriegsgericht die
Anllage sallen lassen und mich nicht vo: sein Tri
bunal fordern werde. Wenn ich mir aber von
Tag m Tag Freihel tsLoffnungen machle, so
sollle ch eine große Enttäuschung erleten. Chue
die geringste Vergünstigung, wie ein gemeiner
Verbrecher, mußte ich noch neun weiter: Wochen
hinter Schloß und Niegel sitzen.
Am 24., 25. und 26. Novemher hörte ich
die Leidensgefährten zur (Gerichtverhandlung
gehen. Wie man mir später erzählte, brachte
dieie halb Paris auf die Beine, um die Aerzte,
Schwestern und Sanitäter auf der Anllagebank
zu sehen. Einer der besten Pariser Rechleanwäste
führte die Verleidigung so geschick,
daß die beiden Aer'te, für welche funf Jahre
beantragt waren, „nur“ ein Jahr erli#ellen und
die „diebischen“ Schwestern sogar mit #’ur“
drei Monaten davonkamen. „Man hat mich“,
so soll ein Teil seiner Rede gelautet haben, zu
mit Revojvern bewasineten Sch, Western gerufen,
und nun sinde ich Schwestern mit einem Handtuche."
Inspellor F. war wegen eines Feuersteins
eingesponnen worden; das kam selbu den
Parisern ungeheuerl ch vor, denn das ganze
Anditorium brach in Lachen aus, als das Korrusdelikti
auf den Verhandlungstisch niedergelegt
wurde. Damale wurden weitere 35
Mann freigeiprochen. aber auch für diese hbieß
es ausharren in der Einzelhaft bis zum 14. Dezember.
An diesem Tage lam um 0 Uhr vormittags
der Wächter zu mir mit den Worten: „Jiehen
Sie die Gefängniswäske aus, in einer Viertelstunde
reisen Sie ab.“ Ich traute meinen Ohren
laum bei dieser Freudenbolschaft, denn ich hatte
mich schon darauf gefaßt gemacht, bis zum
Ende des Krieges im Gefängnisse bleiben zu
müssen. Nun ging es glücklicherweise in geschlossenen
Verwundetenwagen zum Lyoner Bahnhofe.
wo wir Oberstabsarzt Dr. Str. sanden,
dem es ebenso ergangen war wie nur. Auch die
Schwestern hatte man schon zum Bahnhose gebracht,
obwohl sie ihre drei Mhnate noch nicht
ganz abgesessen hatten. Jurückgeblieben in Paris
sind zwei Nerzte, auherdeme wenn vn nicht
irre Sirafen bis, zu
drei “ Et' ee Re trdings- varlautet
zwar, das Urteil sei wegen eines Formsehlers
aufgehoben worden, allein sichere Nachrichten
liegen nicht vor. Mir ifr wenigstens
nichts davon bekannt.
Dies sind in gedrängter Kurze meine Elek
nisse in der Gefangenschaft. Die „große"
tlon hat sich Bier wahrlich sehr, sehr llein 8
zeigt. „Frankreich verurteilt keinen Unschuldigen“,
„Frankreich handelt nur nach Gerechtigkeit“,
dieie und ähnliche Nedewendungen, welche
ich oft 9 genug zu hören bekam, vermögen nicht
hinwegsutäuschen, über die Tathache, daß hier
ein grober Versroß vorliegt, nicht nur gegen
die Genfer Konvention, sondern überhaupt gegen
Recht und Menschlichkeit. Wolle Gott, daß
dem blutigen Ringen in der Front und dem
stllen und verborgenen, aber nicht minder schmeren
Leiden hinter der Front ein baldiges Ende
gesetzt sei durch völliges Niederringen der Gegner,
wodurch allein ein dauernder Friede verbürgt
wird.
Soziale Rundschau.
München, 25. Jan. Nach dem amtlichen
Vericht über den Arbeitemarkt im Dezember
hat die allgemeine Lage eine weitere erhebsiche
Vesserung erfahren. Die Veschäftigungsverhältnisse
auf dem männlichen Arbeitsmarkt
sind im allgemeinen heuer weit besser als zur
Kleichen Zeit des Vorjahres. Auf dem weiblichen
Arbeitsmarkt scheint eine Besserung nicht
eingetreten zu sein. Innerhalb der einzelnen
Ermerbszweige scheinen in der Metallverarbeitungs-
und Maschinenindustrie, im Bekleidungsund
Reinigun sgewerbe, wie auch in der Lederindustrie
die Besch äftigungsverhältnisse gute zu
sein; in allen drei Gewerbegruppen ist die Zahl
fze bei den bayerischen Arbeitsämtern angemeldeten
offenen Stellen größer als die der
Arteitsgesuche. In der Leder# und Metallverarbestungsindustrie
ist gegenüber dem Vormonat
noch eine weitere erhebliche Besserung
der Arbeitsmarktlage zu verzeichnen. Am ungünstigsten
gestalten sich die Arbeilsverhältnisse
im Baugewerbe und im Zusammenhange hiermit
in der Holzverarbeitungeindusftrie. Beide Gewerbegruppen
haben eine fortschreitende Verschlechterung
ihrer wirtschaftlichen Lage aufzuweisen.
Michener Neulpteiten.
München. 25. Jan. Ein Postpackmeister des
Postamts 17 holte heute in der Postbezirkssse
an der Prielmayerstraße 30 000 Mark.
3000 . verwahrte er in einer Kassette,
90 Mk., die sich in einem versiegelten Umschlag
befanden, steckte er in eine Rocktasche.
Als er beim Postamt ankam, war der Umschlag
verschwunden. Der Padmeister scheint ihn in
der Straßenbahn verloren zu haben.
———-————
Zum 36. Geburtstag des Deutschen Kaisers Wilhelm ll.
Bruumunuumuumun
mMm * m *—
Du weilst im Feindeslande sern,
Lenkend gewaltigen Streit,
Mög' leuchten dir des Sieges St##,
Fürstlichstes Herrschergeschmeid'!
Vom Alpenrand zum Meeresstrand
Blicken nach dir wir. gen West,
Im ganzen deutschen Vaterland
Feiern wir mit dir dein Fest.
Wir feiern's, wie's verlangt die Zeit,
Tüul mit gefaßtem Gemüt.
Doch wenn auch Jubel nicht gedeiht,
Blüht doch so berrliche Blüt
Wenn Fürst und Volk ltich wissen eins,
Stark und vom Rechte geschirmt,
Solch Paar nicht Not, nicht Tad entzwein'e.
Wie es ringsum auch stürmt.
Beim Kriegebeginn das reckte Wort
Sprachst du, ein Wort gar schwer:
„Parteien kenn' ich nicht himfort.
Kennc nur Deutsche mehr.“
Vom Fels zum Meere die Doutschen all
Nehmen am Fesite teil,
Aus allen Herzen llingt der Hall:
Beil unserm Kaiser.
ehene Burchhardt.
I I s
-"U11127«lanuqk191polleudötbtaifckxllkil
helInfkinJS LebenslascFetts«dckd«cltljchc11
Helmat, ntitten in Feindesland, aber unter den
tapferen deutschen Truppen begeht der Kaiser
diesmal sein Geburtsfest. Mit chm begeht oiesen
Tag ganz Deutschland, leider aber in srurm-—
Feinde noch so viele sein, selfenfest is
desn Kaiser zum Eintritt in sein 57.
"-ich-einer
Jeit. Seit sechs Monaten sirht das
deutsche Voll in Wassen, um sich gegen eine Welt
ron Feinden zu wehren, die uns meuck lings überfallen
haben. Wir sollen nach dem Willen unserer
Feinde vernichtet werden, aber das deutsche
Vell lästt sich nicht vernichten. Hinter der stählernen
Mauer seiner Wehrkraft wil es sich wohlsühlen
im deutschen Hause auf der festen Grundlage
innigen Gotrvertrauens, siltlicker Gesun
dung, unverdrofsenen gewerblichen Fleißes u d
fre Ueitlicher staatsbürgerlicher Oxganisati on.
A#l das mockte man uns rauben und vernick sen,
ader unsere Feinde werden einsehen müssen: ein
solches Voll kann nicht niedergerungen w erden.
In diesem großen Bölkerringen steht unser
Kaiser als leuchtendes Beispiel vor unseren
Augen. Der Kaiser weilt siändig auf dem
Kriegsschauplatz. Den tapferen Truppen geht
er in sirengster flic lerfüllung und Aufopferung
voran. An der verantworugNsw#onl Leilung
der kriegerischen Maßnahmen nimmt er
lätigsten, unermüdlichsten Anteil. J Rögen der
unsere
Hos#nung, daß der Himmel unsere Waffen dauhen
ctu a eerrerch ge. Me n
seißn wird. In dieser Zuversicht k grüßen, wir
Lebensjahr.
Möge dem kaiserlichen Schirmherrm des Reichs
recht bald der Klang der Frieder#gtoden die
Freude eines großen deutschen Sie lies über all
umere Feinde künden. Möge diese : Sieg dann
dauernden Frieden gegen alle Fe inde sichern!
Das wünscht das deutsche Voll pon ganzem
Her:en.
Kommunales.
Sitzung des Magistrats Kollegiums
Rosenheim.
22. Januar 1915.
Verehelichungszeugnis erhält der Metzgerei
inhaber Nikolaus Burgmaier mit der Damen
schneiderin Maria Niedermaner von hier.
Das Bürgerrecht erhält: Kaiser Karl, Wagenwärtergehilfe.
Auf Ansuchen erhälmi der
Schreiner Anton Kocher von Hindelang das
Heimatrecht. Beim Stadtmagistrat München
wird Antrag auf Verleihung des Heimatrech!
an Braugehilfe Schätz Alois u. Taglöhner Kaft.
#ner Josef gestellt.
Die bisherigen Mitglieder der Einlaufslom.
mission für die städt. Pensionate und Anstalten
Magistratsräte Groß und Grabichler werden
wieder ge
In dem Eemdenverkehrerat für das Ge
schãjtsjaht 1914/15 wird als Bertreter der
Stadt Rosenheim Herr Rechlsrat Kürzinger abgeordnet.
Zur Kenntnis dient die allerhöchsie Entichtie-Hung
vom 30. Dezember, inhaltlich welcher der
Kal. Bezirksarzt in Miltenberg, Medizinalrat
Dr. Theodor Baumgart auf sein Ansuchen in
gleicher Diensteigenschaft nach Rosenheim versetzt
wurde.
Der Magistrat nimmt davon Kenntnis, daß
nach der neuen Bundesrats-Besonntmachung
über die Bereitung von Backwaren die Landeszentralbehörden
bestimmte Brotgewichte und
(formen vorschreiben können und daß daher
Zweisel bestehen, ob der Magistratsbeschluß vom
11. Januar 1915 vollzogen werden kann, welcher
das Ausbacken von Schwarzbrot in Pfund
vorschreibt. Der Magistrat beschließt, beim
Ministerium Vollzugsvorschristen zu 88 4 und
7 der Bundesratsbekanntmachung zu beantragen.
Auf Antrag des Stadtbauamts und des Verwaltungsrates
wird für eine Dachreparatur am
Kaiserbad der Betrag von 300 Mk. genehmigt,
der bei Berechnung der Zuschußleisuung für das
Koiserbad anläßlich der Aufstellung des Gemeinde-Etats
1915 in Berücksichtigung zu ziehen
ist.
Cokalnachrichten.
Auf dem Felde der Ebere feseallenn
Josef En:inger aus Wasserburg, Geefr. im 16.
Res.-Inf.-Rgt.: Franz Berger aus Cjeitau, Sol.
dat im 1. Res.-Jäger-Bat.
Das Eiserne Kreu- Dem Vizewachtmeister
d. N. Egon Frhrn. v. Schalkn aus Noseuhe
eim, klommandiert zum Stabe der 6. preuß.
Res. Division des 3. preuß. Res.-Korps, wurde
das Eiserne Kreuz verliehen. Auch der Vizefeldwebel
d. R. Alois Bicht aus Briickmühl,
im Nes.-Rgt. Nr. 25, wurde mit dem Eisernen
Kreuz ausgezeichnet.
Ein vaterländischer Abend findet
heute Dienstag im Flotzinger Löchl statt. Er
wird vom Fünserl Verein zugunsten der Angehörigenunterstützung
veranstaltet.
Acgelsch ut im Winter. Noben der
Fürsorge für untere tapferen Krieger und ihre
Augehörigen dürfen wir auch die notleidenden
Bögel nicht vergessen. Der überreiche Schneefall
bringt sie in eine schlimme Lage. Alles ist
verschneit, darum müssen wir für gunstige Futterplätze
sorgen und fleißig Futter streuen. In
den Anlagen unserer Stadt sind vielfach Futterhäuschen
ausgesiellt. aber jene, welche dafũr
sorgten, daß unsere besiederten Sänger hier
immer gedeckten Tisch fanden, stehen vielfach im
Feld, und die Futterplätze bleiben leer. Wir
richten an alle die Bilte, auch die Fürsorge für
unsere Vögel nicht vergessen zu wollen. Sorgen
wir dafür, daß sie Nahrung finden und nicht
elendiglich zugrunde gehen müssen.
Starker Sckneefalk ist jezt eingetreten.
Seit Montagnachmittag schneit es unaufhörlich.
Die Schneeschicht, welche das Land bedeckt, hat
erfreulicherweise schon eine große Höhe ange.
nommen. Auch mit der Einbringung von Eis
konnte begonnen werden.
Maul- und Klauenseuche. In dem
Oehoft des Bauern Wolfgang Käsweber in
Holzmann, Ho. Nr. 8, Gemeinde Farrach, ist
die Maul- und Klauenseuce ausgebrochen.
Sperrbezirk ist die Einöde Holzmann, Gemeinde
Farrach. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich
auf die Ortschaften Oed und Fuder-öd, sowie
auf das Anwesen Lechner in Steinhart, sämt.
liche Gemeinde Farrach.
WMittwoch, 227. Jannar 7913
—
Kechiülche
4
Bittgottesdien dkl.
Mintwoch, den 27. Jonuar, wird aus Anlaß
des Allerhochsten Ge' aurtsfestes Seiner
Maje#tät des Deutsch en K aisers um 9 Uhr in
der Stadtpfarrlirche ein feierlicher Binigottesdienn
abgehalten, um Gottes Segen fur die
deutschen Wassen zu erflehen. Die Glaubigen
werden zu recht ie Hlreicher Beterligung eingeladen.
Kaih. Sladtpfarramt.
zur IScheung der Getreide- und
Mehlvorrate.
Berlin. 20. Jom. Eine Sonderausgabe
des „Reichs-Anz. voeroffenlicht die Belanntmachungen
ube-. die Regelung des Veil. hrs mit
Brotgetreide und Mehl. Aus den Bestimmungen
noch folgendes hervorzuheben:
Getrei'e und Mebl werden mit Beginn des
Fbrur##rfür den Kommunalverband (Diltrikt
oder. Gemeinde) beschlagnahmt, in dessen Bezit.te
sie sich befinden. Mehlvorräte, die sich
»u dieser Zeit auf dem Transport befinden,
ind fur den Kommunalverband beschlagnahmt,
in deiseit Bezirke sie nach dem beendeten Transvort
abgeliefert werden. Trotz der Beschlag—
nahme oürfen Unternehmer landwirtschaftlicher
Betriekæ zur Ernährung der Angehörigen ih
rer Mirtschaft auf den Kopf und den Monat
neun Kilogramm Brotgetreide und zur Frühjah'
beitellung das erforderliche Saalgut verwennden;
statt eines Kilogramms Brolgetreide
können 800 Gramm Mehl verwendet werden.
Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe und
Händler dürfen Saatgetreide für Saatzwecke
liefern, das nachweislich aus landwirtschaft:
lichen Betrieben stammt, die sich in den letzten
wei Jahren mit dem Verkauf von Saatgetreide
befaßten. Anderes Saatgetreide darf
nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde
für Saatzwecke geliefert werden.
Ferner dürfen Händler und Handelsmühlen
monatlich Mehl bis zur Hälfie der vom 1.
Januar bis einschl. 15. Januar 1915 läuflich
gelieferten Mehlmenge veräußern. Bäcker und
Konditoren dürfen täglich Mehl in einer Menne,
dic drei Vierteilen des durchschnittl. Tagesverbrauches
vom 1. bis einschl. 15. Januar
1915 entspricht, verbacken. Die Beschränkung.
auf diese Menge gilt auch, soweit sie beschlagnehmefreies
Mehl verwenden.
Im Falle der Enteignung hat der Erwerber
krrnr die überlassenen Vorräte einen angemessenen.
reis zu bezahlen. Soweit anzeigepflichtige
Vorräte nicht angezeigt worden sind, wird für
iie kein Preis bezahlt.
Kommunalverbände oder Gemeinden, denen
die Regelung ihres Verbrauches übertragen #1.
können 1. anordnen, daß nur Einheitsbrot#
herge'tellt werden dürfen, 2. das Bereiten von
Ruchen verbicten oder einschränken, 3. das
Durchmahlen des Getreides auch in solchen
Mühlen gestatten, die das gesetzliche Ausmahlverhältnis
nicht erreichen, aber wenigstens
bis zu 75 Proz. durchmahlen konnen, 3. die Abgabe
und Entnahme von Brot und Mehl auf
bestimmte Mengen, Abgabestellen u. Zeiten,
sowie in anderer Weise beschränken, 5.
Händlern. Bäckern und Konditoren die Abgabe
von Brot und Mehl außerhalb des Bezirkes
ihrer gewerblichen Niederlassung verbieten,
oder beschränken.
Vauerische Aachtichler.
Nürnberg, 25. Jan. In der vergangenen
Nacht sind aus dem Gefangenenlager Großreuth
bei Nürnberg zwei franzöfische Kriegsgefangene
geflüchtet, und zwar: der Lehrer und Öffizier
siellvertreter Alphome Vonnet und der Siudent
der Theologie und Korporal Remie Fromentin.
Auf die Flüchtlinge wollc allgemeines Augenmerk
gerichtet werden.
Der Welltkrieg.
WITR.
26.
(Gwooße Hauvpiquartier, den
Januar, vormitlags. Amtlich.
Westlicher Kricgsschauplan.
Der Feind nahm gestern, wie gewobunich. Middelkerte
und Westende Bad unter Artilleric
seucr. Eine große Anrahl Einwohner find geto
tet und verletzt worden, darunter der Burgermeisrer
von Middelkerle. Unsere Verlufte von ge
gestern waren ganz gering.
Beiderseito des Kanals von La Bassee grifsen
unsere Truppen die Stellungen der Englander
an. Während der Angriff nordlich des
Konals zwischen Givenchn und dem Kanal wegen
srarker Flankierung nicht zur Wegnahme
der engliscten Stellungen fühme, eute der
Angriff der Badener südlich des Kanals vollen
Erfalg. Hier wurden die enalischen Stellungen
in einer Frontbreite von 1,100 Metern im
—