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b) in seinem späteren Leben, indem er Keuntnisse nicht
ehörig anwendet oder nicht erwirbt (Unfleiß, Trägeit),
nicht erhält (Verschwendung, schlechter Haushalt),
nicht durch frommen Sinn sich beglückt.
2. Indem er nicht vermeidet, was er vermeiden sollte,
a) indem er sich einläßt mit schädlichen Dingen, mit
gefährlichen Sachen, zu unerlaubten Genüfssen sich
verleiten läßt, alles auskostet junger Greis), erlaubte
Genüsse ohne Maß genießt (Schwelger), unmäßig
tanzt 2c. (Kränklichkeit, Siechtum ꝛc.);
b) indem er Verbindungen eingeht mit gefährlichen
Personen, die ihn um Hab und Gut bringen, mit
Betrügern oder mit solchen, die ihm sittlich schaden,
die ihn um Ehre und guten Namen bringen 2c.
II. Schluß: Sei gerecht gegen deine Nebenmenschen, fordere
von ihnen nicht, daß sie dir fein sollen, was du dir selbst
sein mußt. Bist du dir wirklich, was du sollst, und fehlt
es dann noch an Hilfe, dann werden gute Menschen dir nahe
sein! Darum wache selbst und sei stark! Erinnere dich, daß
jeder seines Glückes Schmied ist! Kellner.)
Der goldene Mittelstand.
I. Einlejtung: 1. Oft liegt das Wahre und Gute in der Mitte.
Uberschreitung des Maßes ist nirgends gut. Die Mittelstraße
ist die beste. Zwischen Geiz und Verschwendung
liegt die Sparsamkeit; zwischen Ehrfurcht und Schamlosigkeit
die Ehrliebe; zwischen Hochmut und Kriecherei
die Demut und edles Selbstgefühl.
2. So ist es auch in Rücksicht des Ranges und des Besitzes
äußerer Glücksgüter. Das erkannten schon die
alten Weisen. Salomo betete: Armut und Reichtum
ib mir nicht, denn 2c., und Horaz, der das Leben so
chön zu würdigen und zu genießen wußte, preist den
Mittelltand
II. Der goldene Mittelstand:
1. schützt vor dem Schmutze der Armut, bewahrt vor
äußerer Not, vor übergroßer Anstrengung der Kräfte,
vor den Sorgen um die Unfrigen;