Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

—

 

 

ODer  „Rosenhenner  Anjeiger“  erschelnt  gllch  nachmltsags  4  Uhr  (mil  Ausnahme  der  Sonnund
  Feierlage).  —  Der  Abonnemenlspreie  belrägt  olertellährlich  2  Mark  70  Plennig=Menalich
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Fe#che:  Lelag  und  Nedabtion  Nr.  72,  Inseraken-Ableilung  Nr.  233,

 

 

 

Kath.:  Notburga

Aumer  A11
lialserworte  an  die  heimal:  Amnee.

Gelegentlich  seines  Beuches  der  Kruppschen  Werke
Essen  richtele  gestern  Kaiser  Milbelm  an  die
rupoyschen  Arbeiler  und  Beamten  folgende  Ammpracke:
seine  lieben  Freunde  von  den  Kruppichen  Werfken!
  Es  gilt  heute,  dem  Kruppschen  Direktorium,  den
Werksleitern  den  Arbeitern  und  Arbeiterinnen  meinen
Vailelichen  Dank  aus  zusprechen  für  die  geradezu  überzalligende
  Art  u.  Weise,  in  der  die  Kruppichen  Werke

 

zut  Verfunung  gestanwen  haben  und  meit  uber  menich-Hhes
  Ermessen  und  Hoffen  hinaus  dus  Materiul  ge--
  aben,  das  die  Armee  im  Lause  der  iteigenden
krtenn  in  diesem  gewaitigsten  aller  Kriege  von
tien  hat  verlangen  musien.
*4%  Lan  ungrahnte  Maobiimat  urg  st
se  Mobi  hung  ohne  uchensches
5  Aes  und  des  bhetasentn  eine  Anforderung.  wie
noch  nie  an  das  deutsche  Voik  gesteilt  worden  ist.
nn  trotzdem  int  *Vm'  willi  4  und  kreudig  ennorochen
uden.  chte  ich  vor  allem  meinen  wr  miten
dank  als  andesate  ausiprechen  sowohl  den  Fraue
6#:"  auch  den  Mädchen  und  Mannern,  daß½  jiie  so
ylerwillig  ihre  Pflicht  getan  haben.  tleotz  der  denenden
  Sorgen  von  Noi  und  Elend,  die  un?d  aile  ge

 

*  lsoll  keiner  in  unseren  t  Mianben.  dan  ibh
tüber  nicht  Bescheid  weiß.  habe  auf  meinen
kumurn  durch  das  Land  mit  maet  euton,  mit  man.
ein  Vauern  im  sernen  Oflen  und  Westen,  mit  man.
ient  Landwehr.  und  Landsturmmann  Lesprochen.  der
das  Herz  schwer  haulte  von  Sorgen,  die  aber  überrahli
  wusden  von  dem  Gedanken:  erst  die  Pilicht,
1%  andere  kommt  #ater.  Ich  habe  Eure  Sorgen
1  tiefstem  Herzen  empfunden.  Was  an  landesvatkerer
  Anregung  hat  geschehen  können,  um  die  Last  nach

i  koglichkeit  zu  mildern  und  die  Sorgen  unsere:  Ao#r,
!..  zu  verleilen.  das  ist  geschehen.  Ex  hätte  mancheriders
  gemacht  werden  können.  Und  dah  daruber
deer  und  da  Min#stimmung  herisan  int  kein  unge  er.
ber  wem  berdanken  un  Wer

 

  

es  gew.

Fuaben  Hat  in  diesen  Krieg  hir  #ngebnache  hat
-  n  die  Feinde.  dit  wollen  uns  doch  dari:ber

ir  W  wie  die  Dinge  steben.  Ein  jerer  von  Euh
1.  in  die  jeruste  Hutte  unsercs  Vaterlandes  weiß,
9  #  ich  keinen  Schrilt  unversucht  gelassen  habe,  unuem

  Volk  und  unserer  gesamten  gesitteten  eulupai
*  Welt
rEW  Krieg  möglichst  abzuküren.

3  beee  ber  des  Jahres  1916  habe  ich  ein  ofle
ates  und  unsweidentige.  4&#  Friedensangebot  im  Nauer
Deutschen  Reiche-  meiger  Verbündeten  dem
*  Leer-  übergeben.  Hohn  und  Spott  und  Verachtung

Antwort  ge##sen.  Der  oben  lent  mein  Ge-*

  d  Verantwortung.  Wiederbolt  in  den  vergau-#inen
  Monaten  haben  verantwottliche  Leite:  au:;  der
Gierung  des  Neiches  in  unzweirentige  beis;  jedem,
verstehen  wollte,  zu  verstehen  gegeden,  daß  w###r
bersei  bereit  sind,  die  t  zu  Griere  1  doruhieter

Antiwort  it  aus  ener  Vern
-änaswille  die  Ahlee  und  Zusbncilemmn

utschiands.  um  Friedenmachen  gehõcren  zwei:  wenn
*  beide  wollen,  kann  der  eine  nicht,  votausgesett,
er  den  anderen  nicht  niederwirft.

 

 

 

  

 
   

 

2

So  sleht  der  absolute  Vernichtungewille  unserer
Gegnet  uns  gegenuberr.  und  dem  absoluten  Vernich-47%
  #gswillen  müssen  wi

den  ableluies:  rn  unsere  Eristen3

zeipegensteen.  1n  lid  Heer  draußen  hat  auch
ie  Mill  adie  Tat  gezeigt,  set  es  im  Vor-"’,
  set  N·ckwatlsbemqullq,letezun
J  llunqckampf  Unsere  todesmutige  Marine  hat  es
3u.)  bewiesen.  Gegen  starke  Ueberlegenheit  hat  sie

den  Feind  bei  Skagerrak  geschlagen.  Undere  Untersee.

wole  nagen  wie  der  verzehrende  Wurm  am  Ledene-Jark

  der  Gegner,  mehr  wie  unsere  Feinde  zugeben

Jollen,  wenn  es  manchem  unter  Euch  auch  zu  lange
uert.

Dirsen  unvergleichlichen  Heldentaten  unferen  Heeres
*rsd  jnnserte  Flotte  muß  ein  Rückhalt  geschaffen  wer  ·
den,  nicht  bloh  in  der  Arbeit,  sondern  auch  im  Sinn
iud  den  Gedanken  unseres  Volle  es.

Ich  kann  mir  wohl  vorslellen,  daß  mancher  uniter
kuch  in  dieser  langen  Kriegezeii  sich  wiederholt  die
Frage  vorgelcgt  hat:  wie  hai  das  kommen  könden  und
vzorum  mußte  uns  das  passieren,  da  wir  doch  40  Jahre
Frieden  hatten?  In  der  Welt  ringt  das  Gute  mit

gem  Bösen.
das  und  das  Nein

d  9  imisten  gegen  das  Ja  des
Nein  des  Ungläubigen  gegen  das  Ja  des
beden.  das  Ja  des  Hmmmels  gegen  das  Nein  der  Höle.
Nun,  ich  glaube,  Sie  werden  mir  darin  recht  geben,
vitnn  man  diesen  Krieg  bezeichnet  als  hervorgegangen
cus  einer  großen  Verneinung.  Nun  fragt  Ihr,  welche
Verneinung  es  ist.  ist
ie  Verneinung  der  Sritensevechtt
gun  es  deutschen  Volke
§  ist  die  Verneinung  bun  unserer  di  3  ist  die
Derneinung  unserer  Leistungen  und  u  Wirkens.
das  deutsche  Volk  war  fleihig,  in  (60  17Ü9  streblam,
  erfinderisch  auf  allen  Gebieten;  es  arbeitete  geistig
ind-  körperlich.  Es  gab  aber  jolche.  die  nicht  zu.  arbeilen
  wünschten,  sondern  auf  ibren-  Lorbeeren  ausruhen
vollten.  Das  waren  unsere  Feinde.  Wir  kamen  inen
an  die  Nähle  und  zwar  durch  erspriebliche  Arbelt  und

dem  deutschen  Heere  und  seinem  Obersten  Kriegöherru- 



 

 

Die  einspaltige  Peklizelle  im  Anzeigen
Die  Annahme  von  Anzeigen,  Reklamen  und  Bellagen  ersolgt  durch  die  Anmoncen-Expedilion
üaoasensein  &  Vogler,  A.-G.,  Nosenhelm,  München,  Nürnberg,  Berlin,  Bru#slau,  Cassel  usi#

Schluß  der  Anzeigen-Annahme  12  Uhr  mitlags.

 

lell  hoflel  15  Psg.,  die  Petitzelle  im  Reklametell  40  M.

 

 

Rosenheimer  Kubln

Amlliches  Publikafions-Organ

 

Sreitag,  13.  September  1918

Kaiserworte  an  die  Heimat-Armee.

An  den  Kampffronten  ruhiger  Tag.  —  Einigung  zwischen  Sibirien
und  Großrußland  im  Gange.  sch

 

erspriebliche  Entwicklung:  Industrie  und  Wissenschaft,
Kuns  und  Wolkser  ichhung.  sobie  Gesetzgebung  70½
-  kam  unser  Voik  in  die  Hoͤhe  und  da  k##
der  Nei  Der  Neid  veranlaßte  unsere  Gegner:
Kampt,  krun  es  lam  der  Krieg  uber  uns,  die  wir
abnungs  elos  waren.  Und  jcht.  da  die  Gegner  sehen,
dan  alle  ihre  Loffnungen,  dir:  sie  in  früheren  Jahren
gebabt  haben,  irügerisch  gewesen  sind,  wie  unsere  gewaltigen
  Heerführer.  nach  deren  Namen  uiit  Recht
Enuere  neuen  Werkftälten  genannt  werden,  Schag  cuf
Schiag  ihnen  versetzt  waben.  nun  erhebt  sich  auch  no##

 

   
 

der  Ha
dazu.  Nun,  meine  Freunde:  Wer  haßt  Der  Deut-Ime,
  der  Germane  kennt  keinen  Haß.  Wir  kenne:

cinen  ehrlicken  Zorn.  der  dem  Gegner  einen
verietz:.  Wenn  er  aber  getrofsen  darniederlieg#
wir  ihm  die  Hand  und  sorgen  für  sein  Heil.  T
Laß  zeigt  sich  nur  bei  den  Böllern,  die  sich  unter
legen  fohlen.

Wir  wiien  nicht,  wann  das
uird,  aber  dos  eine  wissen  wir.
dau  wir  den  Kamuf  besteben  musien.
Und  nun,  meine  Frrunde,  laßt  Euch  noch  auf  elwas
irKewisen.  Ihr  habt  geiesen  was  kurzlich  in  Modlau
erle,  die  Kewaitige  Verschw#-rung  gegen  die  jetzig:
Negierung.  #das  pariamentarisch  regierte  und  derolratuche
  Voll  der  Engländ  rer  hat  die  uitra  demokratische
Negierung.  die  sich  dae  ruisisehe  Volk  ietzt  zu  formulitren
  begonnen  hat,  zu  flurzen  versucht,  weil  diese  Regietung
  in  Wahr  nehmung  der  Intereslen  ihtes  Varer
landes  dem  Vo  en  Frieden.  nach  dem  es  sihteit.
erlhallen,  der  Angelsachie  aber  noch  keinen  Frreden  heben

  will.

Jeh#  kommt  es  auf  die  lektten  Anserengungen  an.
C.  gehl  um's  Ganze.  ind  weil  unsere  Feinde  e-s
missen,  meil  sie  vor  dem  dr  u  schen  Heere  den  gtöhten
Reipeit.  haben,  weil  sie  einsehen,  daß  sie  unser  Heer
und  unsere  Marine  nicht  niederzwingen  können,  deshafb
  v#e#riuchen  sie  es  mit  der  Zersetzung  im  Innern.
um  uns  murbe  zu  machen  durch

alsche  Gerüuchte  und  Flaumache

da  lochme  nicht  aus  den  Kreisen  des  denutichere  Vooles.
  das  sind  künftiiche  Machwerke.  Aber  ein  jeder,
der  am  ein  soiches  Gerücht  hort.  ein  jeder.  det  un
verburate  Nachrichten  in  der  Cisenbahn,  Werkstait  oder
andereuno  weilerget,  versundigt  sich  am  Vareilande,
der  isl  ein  Verräter  und  herer  Strase  #riellen  ganz
gleich,  ob  er  Gras  sei  oder  Arbeiler.  Ich  weiß  eht
wohl,  daij  ein  jeder  von  Euch  mir  darin  techt  gidt

Glaubt  mir  wohl,  es  ist  fur  mich  dicht  leicht,  jeben
Tag  die  Sorge  der  Veran  ung  fur  ein
-  von  70  Millionen  zu  tragen  5½%  Mehr  als  bier
W  alle  die  Schwierigleilen  und  die  zunchmende  Not

Volkes  zu  sehen.  Ich  bin  jabrelang  an  der  Front
Nachel  immer  lo  nahe  *  Fi-  um  meinen  Truppen
  nahe  zu  sein.  D  mich  die  Na-  chricht  von
der  Erkr  ankung  #  Mauldleisn.  Cin  jerer
Galte  unter  Ihnen  weiß.  das  das  heißt,  wem  man  so
schwere  Verantwortung  liäg:  und  dann  sosche  Nachicht

Ringen  beendet  sein

  

kommt.  Mit  Gottes  Hilie  ist  die  Kaiserin  wieder  auf
dem  Wege  der  Beslerung.  Es  waren  dies  drei  schmere
Wochen

Wir  haben  ein  schönes  Wort,  das  uns  die  Heilige
Schrift  zuruft  i  bei  r!srJ  :  Alle  Euere  Sorge  werft  auf
ihn,  er  sorgt  uns!  Dazu  das  andere  Wort:  Trachtet
  am  ersten  nach  dem  Reich  Gotlers,  so  wird  Cuch  solches
  alles  zufallen!  Dae  soll  heihen.  daß  wir  die
irdische  Sorge  von  uns  werfen,  damit  u#r  frei  sind
lür  unsere  Ausgoben.  Wie  konnen  wir  Golt  nefallen
und  sein  Setz  perhen  Dadurch,  daß  wie

l  Pflicht  lu

Worin  besteht  unsee  Piictte  Unser  Naterland
sreizumachen.  e  desien  haben  wir  auch
die  Verpllichtung,  mit  lkee.  unseren  Krufien  auczuha#
t  im  Kampfe  gegen  seine  Feinde.  Und  nun  frage

Euch  Larz  einsach  und  llar:  haben  wir  denn  cigent.
10  Gr  weiseln?  Scht  doch  all
die  vier  Fnhre  Krieg  an,  was  ͤn  große,  gewaltige  Leistungen
  wir  hinter  uns  haben!  Eine  halbe  Welt  stand
gegen  uns  und  unsere  treuen  B  erbündeten:  und  z
aben  wir  Frieden
manien.  Serbien
im  Weiten  kämpfen  m
liebe  Golt  im  letzten  Funochn  noch  verlassen?
lollten  uns  schämen  über  unseren  Kleinmut.  Aus  den
Tatsachen,  die  Ihr  selber  erlebt  habt,  da  schmied  kzr
Euch  einen  festen  Glauben  an  die  Zukunft  Eures
Vaterlandes.

Meine  Vilte  vnd  meine  Aussorderung  an  Euch  un
durch  Cuch  an  die  gesame  Arbeiterscot  die  sich  ".
ausgczeichnct  und  tüchtig  bewährt  hat,  und  durch  Euch
an  das  gesamte  deutsche  Volk  geht  pahin,  für  8
und  mein  Verhältnis  zu  meinem  Koll  ind  maßgebend
meine  Worte  vom  4.  ch  in  kelne
Parteien,  4  uanel  un  u  151  4%  ist

1  für  Partelun
Wir  misien  uns  Kut  alle  gusennenensallet  r§n  einem
ock,  und  hier  ist  wohl  am  ersten  das.  am
Platze:  Werdet  stark  wie  Stahl.  Und  der  deutsche
Volksblock  zu  Stahl  zusammengeschmeißt,  er  soll  dem
Feinde  seine  Kraft  zeigen.  Wer  allo  unter  Euch  ent.

Winter.

 

 

scloflen  ist.  dieser  meiner  Arssorderung  nachmkommen,
eem  rechten  Flet  hat  und  die
Treue  hallen  will,  der  stehe  jent  am  und  veripreche
mir  on  Stelle  der  gesamten  deutschen  Arbeiters  laft:
Wir  wollen  kämpfen  und  durchhalien  böoe  aum  besten
Ende.  Dazu  r  uns  Golt.  Und  wer  will,
antworte  mit  Jo.  (Die  Verfammeiten  ent  onter  d
einem  laulen  3)  Ich  danke  Euch!  Mit  diesem  Ja
gehe  ich  zum  Feldmarsch  chall.  Es  gilt  nun  für  jeden
von  un,  die  gelobte  Pflicht  auch  zu  ersüllen  und  an
Geistes-  uid  Körperschaft  dae  äuß  erste  einzuleyen!
  as  Vaterland.  Jeder  Zweisel  muß
aus  Hen  und  Sinn  E  *  jeht  heißt  es:
ische,  die  Schwerter  hoch,  die  Hotzen  flark  und  die
keln  geitrafit  zum  Kampf  gegeu  aller,  was  -
.  juhl,  däns  wenn  es  noch  so  lange  dauert.)  Tuzu
behe  uns  Gott!  Und  nin  nun  lebt  wohl,  Leute

Um  den  en  grieden.

Wassenstillstandsgerede.
§  Zürich,  11.  9.  Nach  einer  Meldung  der
„Jürcher  Pon“  glaubt  man  in  holländischen
politischen  Kreisen  an  einen  Waffenstillitand  im
(Es  wäre  interessant  zu  erfahren,  wer
diese  „politische  Kreise"“  sind.)

Ein  Friedensantrag  der
Unabhängigen
Berlin,  12.  9.  Jm  Berliner  Rathause  hat
die  unabhängige  sozaldemokratische  Fraktion  fol.
genden  Antrag  eingebracht:  Mit  Rücksicht  auf
die  durch  den  Krieg  herbeigeführte  und  täglich
wachsende  Notlage  der  Berliner  Bevölkerung,  die
sich  vor  allem  in  der  Verschlechterung  ihrer  Ernahrung,
  in  der  Herabsetzung  ihrer  gesamten  Lebenshaltung
  und  in  der  Zunahme  der  Kriminalität
  und  der  Sterblichkeit  ausdrückt,  wolle  die
Siadtverordnetenversammlung  beschließen,  den

 

Prot:  Gottlieb  46.  —  K.  “

werdenr  von  unseren  Fliegern  verfolgt,  die  übe
200  Kilogramm  an  Bomben  auf  sie  geschleu.
dert  haben.  Einer  der  Hauptstützpunkte  der  ruf
#e  Gegenrevolution  ist  damit  in  unserem

    
  

wkein  angeblich  gestorben.
Züurich,  I  Sept.  Schweizer  Blätter  melden:
  Der  von  Moskau  über  Stohdolm  nach#
Italien  kunncgelehrte  Chef  der  inalienischen
Militärmission  erllärte  Zeitungs  vertrelern  ge.

genuber,  daß  Lenin  genorben  sei.

Dora  Kaplan  Urbeberin  des  ersteny
Attentats  auf  Lenin.  ,

Stockh  olm  11.  9.  Die  Unecuchus

hat  ergeben,  daß  Dora-  Kaplan  auch  das  ert:
erfolglos  gebliebene  Altenlat  auf  Lenin  ver
übt  hat.  Damals  war  sie  von  Sauinkom  unier-  .

stützt  worden.

#iurichtungen  in  Moelnun.  9

rleu  1I.  Sept.  Vor  einigen  Tagen

warden  in  Moskau  im  n  amnenhang  mit  dem
Attentat  auf  Lenin  etwa  30  Personlich.
keiten  bingerichtet,  darunter  der  frühere
Minifter  des  Innern  Krasnostau  und  der  fru—
here  Justimminister  Schtscheglowitow.
Eine  zweite  englische  Note.
Zürich,  11.  Sept.  Der  „Secolo“
det  aus  London:  Eine  ijweite  englische
Note  an  Rußland  sordert  die  Freilasfung  al.
ler  Briten  bir  zm  15.  u  15.  September.

Die  eaie  im  im  Osten.
Ein  deutscher  —es
Finnlan

Kopenhagen,  12.  5  Nach  einem  Pri
vattelegramm  aus  Heljingfors  hat  Prinz
Friedrich  Karl  von  Hessen  sich  beren
erllärt,  die  Königslkrone  Finnlands  amunehmen.
Der  finnische  Landiag  tritt  an  23.  September
aufammmen.  Eine  Bertatigung  der  Nachricht  neht
noch  aus.

—

 

 

“  nel

für

 

Magistrat  zu  ersuchen,  zusammen  mit  ihr  eine
Petition  fertigmstellen,  worin  der  Reichskanzler
ersucht  wird,  1.0  sofort  Friedeusbesprechungen
  einzuleiten  und  2.  zur  Vorbereitung
  erfolgreicher  Friedensverhandlungen  mit
allen  Kräften  auf  die  Schaffung  deiokratischer
Einrichtungen  im  Deutschen  Reiche  und  in  den

die  schlackt  in  weslen.
Abenbbericht.

WIMB.  Berlin,  11.  9.,  abends.  Amtl.

An  den  Kampffronten  ruhiger  Tag.
Diegewaltigen  Verluste  der  Entente.
1  §  Züri  11.  9.  Der  Militärkritiker  des
„Secolo“  schaht  die  bisherigen  Verluste  der  Enttente-Truppen
  un  Westen  auf  etwa  40  Prozeut
  des  gesamten  Einsatzes.

Zur  Beendigung  der  Foch'schen
.  Offen  L  e.
„Ha  9.  Die  bereits  über  50  Tage

dauernde  Wenon  Fochs  hat  in  Frankreich  insolge

  der  fortgesehzten  Transporte  für  die  Armee
eine  schwere  Verle  lehre!  Trökrise  hervorgerufen.

Ve  Creiguisse  u  in  Rußland.

Einigung  zwischen  Sibirien  und
"  Großrußland?

*Stockholm,  9.  9.  (Privattel.)  Laut
„Svenska  Tagbladet“  hat  der  frühere  russische
Gesandte  in  Stockholm  gestern  ein  Telegramm
von  dem  Minister  des  Aeußern  der  provisorischen
Regierung  Sibiriens  erhalten,  welche  ihn  dahin
auffordert,  die  offizielle  Verbindungmit
dieser  Regierung  einzuleiten.
Kasan  im  Besitz  der  Sowjettruppen.
DIA.  Moslau,  10.  Sept.
vomnn  9.  September  begonnen  die
ihren  Einmarsch  in  die  Stadt  K

ist  Kasan
Hände  übergegangen.
Tschecho-Slowalen  fliehen  in  Unordnung.  Sie

Soettrupen
asann.  Heute

I
Vundesstaaten  hinzuwirlen·
l

 

In  der  Nacht

gesallen  und  endgültig  in  unsere
Die  Weißgardisten  und

—
Der  amil.  österreichische  Berich
V.TB.  Wien,  11.  9.,  Amtlich  wird  verlaalbart:

talienischer  Kriegsschauplatz.
Auf  der  Hochfläche  von  Asiago  schei
zwei  feindliche  Erkundungsversuche.  4
Im  Asolone-Abschnitt,  wo  es  dem  Italiene
unter  Einiatz  starter  Artillerie  gelang.
sere  Linie  einrudringen,  stellie  ein  Gege#toß  d
Infanterie-Regunents  Nr.  99  die  Sination  ur
der  her.
An  der

lerten

 

Piave  Front  erhöhre  Arlilleriekähnpfe.
Der  Chef  des  Generalstabes.

—

der  Ariea  zur  See

Ein  englischer  Zerstörer  gesunken.
!London,  10.  9.  Die  Admiralität  teilt
mit:  Infolge  ein  es  Qusfammenstoßes  in  dichtem
Nebel  ist  am  2.  September  ein  englischer  Zer
störer  gefunken.  Mnnschafksverliltc  sind  nicht
zu  bellagen.

Der  U  Vootekrieg  wirds  machen.

s  Dresden.  12.  9.  In  einem  Vortrage  gab
der  lonfervative  Reichstagsabgeordnete  Dr.
Wildgrube  ein  Gespräch  wieder,  das  er  kürnich
mit  dem  Admiral  Scheer,  dem  Chef  des  Admiral'tabes,
  gehabt  hat:  Dieser  sagte:  Mit  gu
tein  Gewissen  können  Sie  sagen,  daß  ich  nicht
einen  Augenblick  zweisle,  England  mit  den  U-Vooten
  an  den  Verhandlungskisch  zu  bringen,
nur  muß  ich  es  ablehnen,  mich  auf  einen  bestimmten
  Zeitpunkt  festzulegen.

2  —
Allgemeines  vom  Brieg.

Der  zngesahntt  Mord  an  Jaures.

§  Züri  .  9.  Die  französische  Regierung
hat  noch  Lren  uetn  den  Mut,  das  gerichtliche
Verfahren  gegen  Villain,  den  Mörder  Jaures,
beginnen  zu  lassen.  Allen  denen  unzähl  been  Ablehnungen
  zumn  Trotz.  hat  die  Liga  der  Menschenrechte
  wiederum  einen  Protest  an  die  Regierung
gerichtet,  in  dem  energisch  verlangt  wird,  ein