Full text : König Friedrich August III. von Sachsen.

ungeschmälert  erhalten  bleiben  sollen.  In  der  klaren  Erkennt
nis  dieser  Voraussetzungen  und  Tatsachen  läßt  sich  der  König
die  Erhaltung  vor  allem  dieses  wichtigen  Rechtes  in  besonderem
Maße  angelegen  sein.  So  tat  er  es  kund  in  der  Thronrede  bei  Eröffnung
  des  Landtages  am  15.  November  1915:  „Meine  NRegierung
  wird  es  als  eine  ihrer  wichtigsten  Aufgaben  betrachten,
  im  Einvernehmen  mit  der  Reichsverwaltung  Beeinträchtigungen

der  bundesstaatlichen
  Finanzrechte
  auf  dem  Gebiete
  der  direkten
Steuern  entgegenzutreten.“


Die  Fürsten  aus
dem  Hause  Wettin
waren  zu  allen  Zeiten
  ihres  Volkes  „Herzöge“
  in  dem  alten
ursprünglichen  Sinne
der  Verkörperung  der
Liebe  und  Treue  zur
engeren  Heimat.  Der
Raum  ist  zu  kurz,  um
noch  weiter  den  Betätigungen
  des  stam-  Schloß  und  Dom  zu  Meißen.
mestreuen  Berantwortlichkeitsgefühls
  unseres  Königs  nachzugehen.  Eins  aber  verdient
  gerade  heute  noch  besonderer  Erwähnung.  Wenn  heute
zwischen  Deutschland  und  SOsterreich  -  Ungarn  eine  so  unzerstörbare
  Einheit  besteht,  daß  der  Name  „Bündnis“  kaum  noch  eine
Bezeichnung  dafür  ist,  wenn  das,  was  uns  heute  eint,  nichts  Diplomatisches
  mehr  an  sich  hat,  sondern  wie  eine  geschichtliche  Selbstverständlichkeit
  und  lebendige  Notwendigkeit  empfunden  wird,  so
wollen  wir  nicht  vergessen,  daß  an  der  Uberwindung  früherer  Mißverständnisse
  und  an  der  Entwickelung  unserer  Freundschaft  bis  zu
ihrer  heutigen  Innigkeit  die  sächsischen  Könige  als  Wettiner

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