Metadata : der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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wurde,  zum  Sinken.  Von  den  russischen  Offizieren  sind  fünf  gerettet
worden,  darunter  ein  Fregattenkapitän.  Alle  Gefangenen  wurden  nach
Jsmid  gebracht.
Die  Kabelverbindung  mit  Odessa  ist  unterbrochen.  Die  telegraphische
Verbindung  mit  dem  Ausland  ist  auf  das  deutsche  Kabel  nach  Konstanza
und  über  Smyrna—Syra  gelegt  worden.  —  Die  russische  Bank,  ver-Luishene
  russische  Betriebe  und  die  Mehrzahl  der  russischen  Klöster  sind
geschlossen.

 

 

 

 

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                      Ein  braver  österreichischer  Flieger  gefallen.

Wien  2.  November.  Anmtlich  wird  verlautbart:  Unsere  Islenstoe
durch  die  Macwa  schreitet  siegreich  vorwärts.  Aus  seinen  befestigten
Stellungen  vertrieben,  hat  der  Gegner  bisher  nur  wenig  Widerstand  geleistet.
  Nur  an  der  Nordlisiere  von  Sabac  mußten  stark  verschanzte  Positionen
  im  Sturmangriff  genommen  werden.  Auch  Sabac  selbst  wurde  heute
nacht  erstürmt.  Unsere  durch  die  Macwa  vorgerückten  Kolonnen  haben
die  Bahnlinie  Sabac—Ljesnica  bereits  überschritten.  Kavallerie  ist  am
Feinde  und  hat  auch  Gefangene  gemacht.

Einen  schweren  Verlust  haben  unsere  Balkanstreitkräfte  zu  beklagen.
Der  Feldpilot  Oberleutnant  Sanchez  wurde  von  einem  feindlichen
Geschoß,  welches  auch  seinen  Beobachter  verletzte,  schwer  verwundet.  Trotz
furchtbarer  Schmerzen  und  mit  Aufbietung  seiner  letzten  Kräfte  vermochte
der  wackere  Pilot  seinen  Apparat  noch  auf  den  etwa  70  Km.  entfernten
Flugplatz  zu  steuern  und  dort  glatt  zu  landen.  Oberleutnant  Sanchez  ist
gestern  seinen  Wunden  erlegen.  Vor  seinem  Tode  erhielt  er  noch  das  ihm
von  Seiner  Majestät  telegraphisch  verliehene  Militärverdienstkreuz.

                                                                           Potiorek,  Feldzeugmeister.

                          Kämpfe  in  Russisch-Polen.

Wien,  2.  November.  Amtlich  wird  verlautbart:  2.  November,
mittags.  Die  Kämpfe  in  Russisch-Polen  dauern  an.  In  den  Gefechten
am  San  hatten  die  Russen,  namentlich  bei  Roswadow,  schwere  Verluste.
Wir  brachten  dort  400  Gefangene  ein  und  erbeuteten  drei  Maschinen-=gewehre.
  Südlich  Stary  Sambor  nahm  eine  Gefechtsgruppe  gleichfalls
400  Russen  gefangen.  In  diesem  Raume  und  nordöstlich  Turka  machte
unsere  Vorrückung  weitere  Fortschritte.

                       Der  Stellvertreter  des  Chefs  des  Generalstabes.
                                                             v.  Hoefer,  Generalmoajor.

                   Der  König  von  Württemberg  an  seine  Truppen.

Im  „Württembergischen  Militärverordnungsblatt“  wird  folgende
königliche  Order  veröffentlicht:

An  meine  Truppen!  Offiziere  und  Mannschaften!

Ihr  habt  das  Vertrauen  und  die  Erwartungen,  die  ich  und  mit  mir
das  württembergische  Volk  in  euch  gesetzt  haben,  im  bisherigen  Verlaufe
des  Krieges  glänzend  gerechtfertigt.  Durch  Ausdauer  sondergleichen  und
unerschütterliche  Tapferkeit  seid  ihr  allen,  auch  den  schwersten  Aufgaben
in  vollstem  Maße  gerecht  geworden.  Mit  euch  gedenke  ich  bewegten
Herzens  und  auch  mit  Stolz  der  im  Kampfe  für  unsere  gerechte  Sache  heldenmütig
  gefallenen  Kameraden.  Ihnen  und  euch  allen,  Offizieren  und