Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1883. (60)

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Bekanntmachung.

Auf  Grund  des  Artikels  18  der  Maaß=  und  Gewichtsordnung  vom  17.  August  1868  (Bundesgesetzblatt
Seite  473)  hat  die  Kaiserliche  Normal-Aichungskommission  folgende  Nachtragsbestimmungen  erlassen:

Zwölfter  Nachtrag  zur  Alchorduung
vom  16.  Juli  1869.  (Besondere  Beilage  zu  Nr.  32  des  Bundesgesetzblattes.)
Zu  §§.  7  und  16.
Material  der  Flüssiskeitsmaasße  und  der  Hohlmoahe  für  trockene  Gegenstände  hetreffend.

Flüssigkeitsmaaße  aus  sogenanntem  Britannia-Metall  und  ähnlichen  Legirungen  sind  als  zulässig
zu  erachten  und  bei  der  Aichung  lediglich  als  Zinnmaaße  zu  behandeln,  wenn  in  ihrer  Masse  nicht
weniger  als  fünf  Sechstheile  reines  Zinn  enthalten  sind.  "

Als  Material  der  Flüssigkeitsmaaße  und  Hohlmaaße  für  trockene  Gegenstände  ist  auch  vernickeltes
  oder  mit  Nickel  plattirtes  Stahl=  oder  Eisenblech  zulässig,  falls  die  Ausführung  des  Nickelüberzuges
an  den  maßgebenden  Flächen  keinerlei  Bedenken  gegen  die  Haltbarkeit  desselben  erweckt,  insbesondere
alle  Theile  dieser  Flächen  von  dem  Ucberzuge  gleichmäßig  bedeckt  sind  und  Spuren  stattgefundener
Abblänerung  und  dergleichen  nicht  erkennen  lassen.

Zu  §§.  24  und  26.
Material  und  sonstige  Beschaffenheit  der  Gewichte  betreffend.

1.  Fortan  sollen  auch  solche  Gewichtsstücke  aus  Eisen  oder  aus  Material  von  verwandter  Beschaffenheit
  zur  Aichung  zugelassen  werden,  bei  denen  die  Ausmündung  der  Instirhöhlung
(das  Justirloch),  abweichend  von  den  bezüglichen  Bestimmungen  im  §.  26  der  Aichordnung,
lediglich  eine  schwach  konische  Erweiterung  nach  außen  hat;  doch  soll  dieselbe  jedenfalls  so
beschaffen  sein,  daß  der  Aichpfropf  darin  einen  festen  Halt  findet,  wozu  insbesondere  ein
möglichst  regelmäßiger  Verlauf  der  Wände  dieser  Ausmündung  erforderlich  ist.

2.  Gewichtsstücke  aus  Eisen  oder  aus  Material  von  verwandter  Beschaffenheit  sollen  von  jetzt
ab  auch  in  abgedrehtem  Zustande  zulässig  sein.

3.  Bei  abgedrehten  Gewichtsstücken  dieser  Art  darf  die  Ausmündung  der  Justirhöhlung  und  der
Aichpfropf  auch  an  der  Oberfläche  des  Knopfes  angebracht  und  die  Bezeichnung  der  Gewichtsgröße
  in  vertiester  Schrift  ausgeführt  sein.

4.  VBernickelte  Gewichtsstücke  aus  Eisen  oder  aus  einem  Material  von  verwandter  Beschaffenheit,
sowie  aus  Messing  oder  Bronze  sind  zulässig,  falls  die  Ausführung  der  Vernickelung  keinerlei
  Bedenken  gegen  die  Haltbarkeit  der  letzteren  erweckt,  d.  h.  salls  die  Oberfläche  der  betrefsenden
  Gewichtestücke  rein  und  frei  von  Unregelmäßigkeiten  ist,  die  Vernickelung  alle  Theile
derselben  gleichmäßig  bedeckt,  und  Spuren  stattgesundener  Abblätterung  des  Ueberzuges  sich
nicht  erkennen  lassen.

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