Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

 

 

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T#n  #l#  auch  für  auswärtige  Abonmenten.  —
14  Pfg.  monatlich.  —  Kolegramm-Udresse:
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Abruch  1  Mark  80  Plo--  monernh
Vostzuftrlloed

 

 

Rosenheimer  Tagblatt

 

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3-######  7.  März  1915

Rosenheimer  Anzeiger

 

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errichteten  Agenturen,  sowit  alle  Postanftalten  und  #m#t-Unzeiger“
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breite  Zeile  im  Neflamei#

Rabatt  nach  aufllegendem  Tuar.

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A#ogl#r  —#.  Neienbem,  Mä#chen,  M#nbers,  Berün,  Bern,  ##,  Dro#sden,  Erf##t,  Brnfart  a.  M.,  Ha##chu  —.“

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—  ####  M#####fl  a###  für  Aufnahme  in  die  laufende  Tagenmer  nicht  mehr  garur#crt  werben.  Für  Ihlech#geschrieh  M##trpt  wird  k#aine  Berut#r#t###  ###

Scharfer  Wind  aus  Nordamerika  gegen  England.

Beschlagnahme  der  Woll,  Gerdutc  1914158.  —  Ein  deuissches  U.  Boot  von  den  Englädudern  versenkt.  —  éin  blutiger  Tag  in  den  Argonnen.  —

Dlc  wabrhelt  übcc  das  csolislche  „murioncenberr“.  —  die  RArbeiterbiwmegung  in  England.

—  kußblands  schlimme  wirischaftlicc  Lagt.  —

Das  Kingen  in  den  karpatbrn.  —  Jalien  und  öriechemand  vor  der  entsfcheidung.  —  der  Kampf  um  die  Dardanellen.  —  französischdurch
  dic  Cürken  abgelchlagen.  —  ein  französisches  Kricgs#ichll  vor  den  Da-danecilen  gelcheitcrt.

engusche  landungsversuche
Eugland  und  Amerika.

Wenn  man  den  englischen  Blättern  glauben
darf,  will  sich  Wilson  von  seinem  englandfreundlichen
  Standpunkt  nicht  abbringen  lassen.  Andererseits
  wird  von  der  Fortsetzung  des  Umschwunges
  im  amerikanischen  Volk  zu  Gunsten
Deutschlands  immer  mehr  berichtet.  Auch  heute
liegen  bedeutsame  Nachrichten  vor.

Einmal  läht  sich  der  „Daily  Telegraph“  fol,
gendes  melden:  Präsident  Wilson  erklärte,  daß
er  die  englische  Note  als  Vlockade--Erklärung
und  als  Anzeige  dahin  auffasse,  daß.  amerika.
nische  Schiffe,  die  sich  in  die  Kriegszone  wagen,
dies  auf  cigenes  Risiko  tun.  Wilson  erklärte,
daß  er  weitere  diplomatische  Mitteilungen  über
die  ganze  Sache  empfangen  habe,  aber  Amerika
werde  sich  vorläufig  abwartend  verhalten.  Die
Bedingungen,  unter  denen  ein  moderner  Krieg
geführt  werde,  seien  ganz  andere,  als  früher;  die
völkerrechtlicken  Gesetze  für  den  Krieg  seien  geändert,
  und  wenn  Proteste  erhoben  werden,  so
werde  man  sie  gegen  die  Aenderung  der  Kriegsgesetze
  erheben  müssen.  Der  Präsident  gab  seiner
  Beunruhigung  uber  die  englische  Rotc  Ausdruck
  und  machte  darauf  aufmerksam,  daß  ihn
die  Verhällnisse  gezmungen  hätten,  die  Kongreß.
ferien  auf  unbestimmte  Zeit  zu  verschieben.  (Um
freie  Hand  zu  haben  und  unbequeme  Frager
stumm  zu  machen!)  Er  fugte  hinzu,  daß  keine
Aussicht  über  eine  Gesetzesänderung  vorhanden
sei,  nach  der  die  Ausfuhr  von  Waffen  aus
Amerika  verboten  würde.

Anders  als  der  englische  Bericht  über  die  angebliche
  Haltung  Wilsons  lauten  die  Stimmen
der  amerikanischen  Presse.  Englische  Berichterstatter
  müssen  zugeben,  daß  die  amerikanischen
Blätter  mit  Ausnahme  des  durch  dick  und  dünn
mit  England  gehenden  „Neuyorl  Herald“  sich
abfällig  über  die  Repressalien  der  Ententemächte
außern.  Selbst  die  ententefreundliche  „Newyorker
  Times“  sagen,  daß  die  Politik  der  Alliierten
  nur  zu  billigen  märc,  falls  sie  eine  gesetzlich
  begründete  Vlockierung  mit  sich  brächte.  Im
Interesse  der  wirklichen  Neutralität  müßten  die
amerikanischen  Rechte  gewahrt  werden.

Noch  bedeutsamer  ist  solgende  Meldung  aus
Rotterdam:  Der  Korrespondent  der  „Times“
in  Woashington  bestätigt,  daß  ein  völliger  Umschwung
  der  amerikanischen  össentlichen  Meinung
zuungunsten  der  Verbündeten  sich  vollzogen

abe.  Selbst  deutschseindliche  Blätter,  wie

„Sun“,  „Tribune“,  „Evening  Post“  und
„World“  verurteilten  den  englischen  Standpunkt:
  die  Erregung  richtet  sich  speziell  gegen.
England,  nicht  gegen  die  Verbündeten.

Bemerkenswert  sind  auch  folgende  Ausführungen
  der  Kopenhagener  „Politiken"“:  Das
Ergebnis  der  englischen  Erklärung  ist  augenblicklich
  das,  daß  England  die  öffentliche  Meinung
Amerikas  verletzt  hat.  Durch  die  letzten  Maßnahmen
  Englands  haben  die  Deutschen  endlich
in  Amcrilo  erreicht,  was  sie  seit  Beginn  des
Krieges  erstrebt  haben.  Alle  Agitation  der
Deutschen  in  Amerika  hatte  häufig  das  Gegenteil
  der  beablichligten  Wirkung  erzielt,  besonders
  wegen  ihrer  Hestigleit.  Nun  scheint  die
Möglichkeit  nicht  fern  zu  liegen,  daß  die  Stim-Hm#ung
  jedenfalls  der  kommerziellen  und  indu- 



striellen  Kreise  sich  zugunsten  Deutschlands  wendet.
  Welche  Bedeutung  ein  derartiger  Umschlag
hat,  bleibt  abzuwarten.  Die  Aufgabe,  die  sich
Präsident  Wilson  setzte,  scheint  unlösbar,  nämlich
  die,  den  Krieg  zurückzuführen  auf  dic  völkerrechtliche
  Grundlage  vor  August  1914.  Die
„Times“  kritisieren  Wilsons  Gedanken  in  einem
eingehenden  Leitartilel  scharf  und  mit  offenbarem
  Willen  gegen  den  leiseslen  Kompromiß
von  Seiten  Englands.

Wie  bereits  kurz  berichtet,  nahm  das  Repräsentantenhaus
  in  Washington  ein  Gesetz  an,
das  die  Macht  des  Präsidenten  erweitert,  damit
  er  die  Beeinträchtigungen  der  Neutralität
verhindern  könne.  Danach  kann  er  Zollbeamte
anweisen,  Schiffen,  die  in  amerikanischen  Häfen
  laden,  die  Jollscheine  vorzuenthalten,  wenn
er  Grund  hat,  anzunehmen,  daß  die  Schiffe
Munition  fur  kriegfuhrende  Mächte  mitnehmen.
Der  Präsident  kann  ferner  bei  der  Ausstellung
von  Jollscheinen  eine  Kaution  in  Höhe  des  dop
pelten  Wertes  der  Ladung  oder  des  Schiffes
verlangen  und  diese  einziehen.  wenn  die  Reeder
oder  Kapitäne  irgendeinen  Verstoß  gegen  die
Neutralitätsvorschriften  begehen.  Die  Needer
oder  Kapitäne  werden  in  cinem  solchen  Falle
außerdem  eine  strenge  Gefängni-sstrasc  erhalten.
Das  neue  Gesetz  gilt  für  die  Vereinigten  Staa
ten  und  für  alle  ihnen  gelôörigen  Inseln.

 

Englands  „Millionenheer“.

Immer  mehr  dringen  Mitteilungen  durch.,
welche  den  Schmindel,  den  England  mit  sein:  «
..MtlltonenHcekut««ttetbjzkllbletrhlcsn
derTatitellcndieMillioncnnukaufdccn  Pa
pier.

Man  höre  folgendes:  Nach  einer  Meldung
der  Kolnischen  Zeitung  erklärt  der  „Haagicle
Courant“  zu  den  Versicherungen  der  englischen
Regierung,  es  sei  die  Vildung  emes  Heeres
von  drei  Millionen  beabsichtigt.,  daß  in  Lon
doner  Maueranschlägen  das  englische  Voll  auf
gefordert  werde,  die  zuzeile  hallle  Million  der
Heeres  zu  erganzen.  Nach  der  Zahl  der  vom
englischen  Konigspaar  an  alle  Mannschaften
des  Heectes  abgesandten  Gedenkkarten  betragt
die  Stärke  des  englischen  Oeeres#  gegenwärtig
etma  600000  Mann.

Noch  deutlicher  sind  Aeußerungen  der  „Na
tional  Tidende“  in  Kopenhagen.  Unler  dem
Tilel  „Schwierigleilen,  Millionenheere  zu  schafsen“,
  schreibt  sie:

England  erklärte.  daß  es  beabsichtige,  neue
Heere,  zusammen  drei  Millionen  Monn,  zu
schaffen.  Ein  Heer  wird  aber  nicht  nur  aus
Menschen,  sondern  auck  aus  der  Kriegerüstung
gebildet.  Die  Frage  ist  also,  wer  England  das
erforderliche  Kriegsmaterial  beschaffen  soll.  Die
Verbündeten  sind  hie  zu  ganz  außerstande,  da
sie  selbst  das  Material  brauchen.  Die  größten
Waffenfabriken  der  Welt  sind  nur  in  Deutschland,
  Oesterreich=  Ungarn  und  Belgien  zu  finden.
  Amerika  ist  auf  eine  größere  Fabrikation
nicht  eingerichtet.  England  ist  daher  auf  die  eigene
  Fabrikation  angemiesen  und  mürde  nach
eingehender  Berechnung  etwa  ein  Jahr  gebrauchen,
  um  etwa  eine  halbe  Million  Mann  mit  Gewehren
  auszurüsten.  Die  erforderliche  Munition

 

könnte  selbst  in  dieser  Zeit  nicht  hergestellt  werden.
  Die  Herstellung  der  erforderlichen  Artillerie
würde  mindestens  zwei  Jahre  beanspruchen.
ganz  abgesehen  von  allemt  anderen  Material,
mie  Patronentaschen,  Sattelzeng,  Zugriemen,
„Wagen,  Zelten,  Uniformen,  Lazarettmaterial,
Konserven  usw.  Selbst  also,  menn  eine  Absper-„rung
  Englands  gar  nicht  in  Rechnung  kommt,
kann  man  schwer  einsehen,  wie  es  England
glücken  sollte,  wie  reich  es  auch  an  Gold  sein
mag,  ein  derartiges  Millionenheer  in  etwa  eindreiviertel
  Jahren  wirklich  brauchbar  augzurüsten.
  Wahrscheinlich  wird  es  mindestens  die  doopelte
  Zeit  dazu  gebrauchen,  so  daß  die  Aeußerungen
  von  englischer  Seite,  daß  der  Krieg  drei
Jahre  dauern  werde,  wohl  unzweifelhaft  mit
Ruckiicht  auf  die  genannten  Schwierigleilen  gefallen

  sind.

bestellt.  In  dem  Gouvernement  Tobolslk  sind
unbestellt  30  bis  50  Prozent  der  Saatfläche.
In  Polen  und  Littauen  ist  es  vermutlich  noch
schlimmer.  Insgesamt  beileht  die  verringerte
Wintersaatbe#tellung  in  34  Gouvernements,  in
38  ist  sie  unverändert  und  in  9  vergrößert.
In  Nordrußland  gibt  es  kein  Sommersaatgetreide.
  In  Südrußland  sind  keine  Arbeiter.
Die  Frühjahrsarbeiten,  die  Maximalleistungen
sein  müßten,  werden  mit  einem  Minimum  an
Kräften  und  Geldmitteln  ausgeführt.  Die  Folgen
  liegen  auf  der  Hand.

Hierzu  kommen  noch  andere  schlimme  Nachrichten.
  Der  Kriegoberickterstatter  der  „N.  Fr.
Pr.“  meldet:  Ein  hoher  russischer  Funktionär
iprach  sich  gegenüber  einem  sehr  zuverlässigen
(Pewmähromann  selr  pessimistisch  über  die  Situaion
  Rußlande  aus.  Da  Explosiostoffe  nicht

 

Rußlands  TLage.
In  wie  furchtbarer  Mise  der  Krieg  den  rufsischen
  Handel  lahmgelegt  hat.  beweisen  die  Einund
  Auesfulerziftern,  die  jent  uber  den  rusfischen

Handel  fur  die  erite  Zannarhalfte  veroffent
licht  wmerden.  IJn  der  zeit  vom  1.  b
nuar  hat  Rußlands  Auefuhr  25570.  5ron  naut  -

chcnw  -l  «I2()«1utlxlm.  vergangenen  Jahre
betragen.  Die  Cinfuhr  lelief  sich  auf  3  527  11
Rubel  gegen  53  35817„  Rubel  im  Vorjahre.

bedentet  selbunerflandlich  einen  ungeheuc-Jolleinnahmen,
  die  einen  we
Siaalseinnahmen

Dies
fren  Auefall  der
sentlichen  Teil  der  ruffchen
audmachen.

Seitdem  der  Saten  von  Achangels!  zugefroren
ist,  ist  Rußland  fur  seine  Ein  und  Auesfuhr
fast  nur  noch  auf  die  transsibirische  Bahn  an.
*  iesen.  Ueber  Schneden  imt  allerdinge  noch
eine  Verbindung  im  Gange,  die  jedoch  nicht  di—
reften  Anichlußz  hat  und  jait  nur  für  Poĩt  und
Personenverkehr  in  Frage  lomm.  Dar  Um
laden  von  Gutern  ist  auf  dieser  Sttede.,  wo
einige  Stunden  lang  der  Anichluß  durch  Fuhrwerk
  und  Scklitten  aufreck  erhalten  werden
muß,  so  gul  wie  auegeschlossen.  Die  Dampfer
verbindung  uber  die  Oilĩee  von  den  finnischen
Häfen  aus  wird,  abgeschen  von  den  Eisverhöält
nissen,  durch  die  Wack  samleit  der  deutschen  Onseeflotte
  unmoglich  gemackt.  Rußlands  Dauptartikel,
  der  Weizen,  verfault  in  den  Lagerraumen
  und  der  rufsische  Kredit,  der  auf  diese  Ausfuhr
  angewiesen  ist,  sinkt  immer  mehr.

Die  russische  Zeitsckrift  „Wirtschafte  rofonomie“
schreibt  in  dem  Heft  5  in  einem  Artikel:  „„Das
Jahr  in  wirtschaftlicher  Bezichung“:  Kieg  und
Mißernte  lasten  schwer  auf  dem  landwirtichaftlichen
  Leben.  Was  gedentt  man  zu  tun,  um
von  der  Vollswirtsckaft  Rutzlands  das  drohende
Unheil  abzuwenden?  Ein  düfferes  Bild!  Fünf
zehn  bis  zwanzig  Prozent  der  Arbeiter  fetlen
für  die  Feldbestellung.  ebensoviel  sehlt  an  Ar
beitsvich.  Im  Süden,  Nordlaulafus  und  Sibirien
  irat  bereits  eine  verlurzie  Feldbesiel.
lung  in  Wintersaaten  ein.  Im  Gouvernement
Stawropol  erreichte  sie  stellenwise  15  bis  20
Prozent  der  gewöhnlichen  Anbaufläche.  In  dem
Ssamarashen  Gouvernement  blieben  (nach  den
Daten  38  jueator  eer  altun  in  vier  Kreisen
bei  402000  Deßjatin  Saatfläche  97  000  un- 



 

der  Menge  hergestellt  werden  können,
aen  der  Munitionsnachschub  fur  die  Artillerie
sehr  in  Frage  gestellt.  Vor  allem  sei  die  Finanzlage
  hoffnungslos.  Diese  Aeuherungen  fielen
  nach  der  Rücktehr  des  ruffischen  Finanzminiitets
  aus  England.

 

Allgemeines  vom  firieg

Die  Aufnahmeder

Kartoffselbeslände.

##.  Verlin,  5.  Marz.  Mit  Wirkung  vo#m
1.  Marz  ordunete  der  Bundesrat  an:  Wer  Vorrate
  von  Kartoffeln  mit  Beginn  vom  15.  März
in  Gewahrsam  hat.  im  verpflichtet,  bis  zum  17.
März  die  vorhandenen  Vorräte  den  zuständigen
Behorden  anzuzeigen.  in  deren  Bezirk  die  Vorrale
  lagern.  Die  Anzceige  über  die  Vorräte.  die
sich  an  dem  Erhebungslage  auf  dem  Transport
befinden,  in  unverzuglich  nach  dem  Empfang
vom  Empfänger  zu  erstatlen.  Vorräte  unter  50
Kilogramm  unterliegen  der  Anzeigepflicht  nicht,

soserne  nicht  die  Landeszentralbehörde  anord
net.  daß  siä)  die  Anzeige  auf  solche  Vorräle

crrecken  soll.  Der  Reichskanzler  wird  ermächligl,
  eine  zmeite  Erhebung  der  Kartoffelvorräte
im  April  oder  Mai  bei  Anwendung  der  gleichen
Bestimmungen  anzuordnen.  JZ.)

QOer  Zailer  zu  seinen  Soldaten.

Berlin.  „  Marz.  Die  Danziger  Zeitung“
  neroffentlicht  auf  (Grund  eines  Feldpost=Friefes
  eine  ÖOffiziers,  der  dem  om  7.  Februa#
in  Gegenwart  des  Kaifere  im  Park  des  Schlosses
Rirbowo  in  Ruffrisch  Polen  abgehaoltenen  Feld-Kottesdienit
  beiwohnte.  salgende  stenographisch
aufgenomemne  Rede,  die  der  Kaiser  im  Anschluß
  an  den  Gottes  dienst  hiell:  „Soldaten
Cx  i#t  mir  eine  große  Freude.,  daß  es  mir  ver
onnt  war,  heute  mil  Euch  unter  Gottes  freiem
Dimmel  und  an  seinem  Altar  an  diesem  schlichten
  Gottesdienit  teilzunehmen.  Fur  das,  was
Ihr  geleistet,  spreche  ich  Cuch  meinen  Dank  und
meine  vollsle  Anertennung  aus.  Ueberall  in
der  Heima#  und  bei  den  ruppen,  dic  im  Westen
lampfen,  blickt  man  dankbar  und  stolz  auf  Eure
Taten.  Eine  schrere  Aufgabe  ist  uns  gestellt,
es  gilt,  die  Eristenzberechtigung  Deutschland
noch  einmal  vor  der  ganzen  Welt  zu  beweisen.
Diese  Aufgabe  müssen  und  werden  wer  erfüllen.
Keine  Ueberschätzung  des  Feindes,  aber  auch