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thun ältere 3—4jährige Einzelpflanzen in 30 cm Entfernung gute
Dienste. Die Hauptaufgabe besteht darin, daß man um Johanni die
Gipfel= und Seitentriebe dicht über den Knospen abschneidet und
dies Verfahren bis zur gewünschten Höhe und Breite der Hecke fortsetzt,
wo dann alljährlich um Johanni das regelmäßige Beschneiden mit der
Heckenscheere nicht versäumt werden darf. Um das Ausbreiten der
Wurzeln in den Kamp zu verhüten, muß man inwendig längs der Hecke
einen Graben ziehen. Auf gutem Boden legt man Weißdorn= und
Hainbuchenhecken an, indem man 3jährige Stummelpflanzen nach der
Schnur in 10—15 em Entfernung in entsprechend tiefe Gräben pflanzt.
Von den ersten Trieben läßt man nur 2 stehen und verflechtet dieselben
kreuzweis mit den Nachbarpflanzen und bindet sie mit Bast an einem
provisorischen Stangenzaune fest, der erst entfernt wird, wenn die Hecke
stark genug ist. Vor der eigentlichen Bearbeitung des Kampes soll
immer ein einmaliger Kartoffelbau zur gründlichen Beseitigung des Unkrautes
vorhergehen; sonst ist die Behandlung des Bodens dieselbe, nur
noch sorgfältiger wie bei Saatkämpen; die Wege, mit Ausnahme der
kleinen und stets wechselnden Beetwege von 0,3 m Breite müssen sorgfältig
von Unkraut gereinigt oder mit Kies und Schlacken bestreut
werden. In einer Ecke des Gartens soll ein schattiger ständiger Platz
zur Aufbewahrung und Bereitung der Dungerden und Komposthaufen
eingerichtet werden, da das Düngen sich selbst auf fruchtbarstem
Boden schließlich nicht umgehen läßt. Auf diese Stelle bringt man
zunächst alles ausgejätete Unkraut, soweit es keine ausschlagenden
Wurzeln und keinen reifen Samen enthält, die Rasenerden, gebrannten
Rasenaschen und Holzaschen (von allem Wurzelwerk gewonnen
2c.), alles nicht mehr brauchbare Decklaub rc., Abschurf von
Chausseen, Wegen cc.
Dieses Material wird nach Bedarf noch durch Buchen= und anderes
Laub (nur nicht von Eiche und Birkel) sowie Farrenkraut vermehrt.
Im Herbst werden die Komposthaufen wie folgt bereitet. Man gebraucht
pro ar Saatbeete 3 chm, pro ar Schulfläche 4 chm jährliche Düngung;
(auf gutem Boden etwas weniger, auf schlechtem etwas mehr). Unten
legt man eine Schicht des Unkrauts, darauf eine Schicht Asche oder
Dungsalze, darauf eine Schicht Buchen= oder anderes Laub, darauf eine
Schicht künstlichen Düngers, und zwar auf kalkarmem Boden von gebranntem
Kalk, auf kali= oder phosphorarmem Boden von Kalisalzen