Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

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Zummer  409

ligen  F.  deren  wir  uns  zum  größten  Teil  hLeute
noch  erfreuen,  hat  er  redlich  sein  Teil  beigetragen.
S)h  sind  unter  seiner  Mitwirkung  das  Krankenhaus
  und  die  meisten  Schul7äuser  erstanden;
die  Nädtischen  Aleen,  der  Stolz  Rosenheims,  erfreuten
  sich  der  besonderen  Förderunz  des  Verstorbenen.
  Neben  seinen  Berufsgeschäften  und
in  seiner  Eigenschaft  al#  Armenpflegschafterat
verwaltete  Skadler  uschl  weniger  als  sechs  slädti.
sche  und  Vereinskassen  mit  größter  Gewmissenhaf--tigkeit.
  Der  alte  Herr  verstarb  kinderlos.  .
ven  getreuen  Sohne  Nosenheims  die  Erde  leicht
ein!

Undwiederistes  Wintergeworden!

chdem  uns  in  letzter  Jeit  abnorm  warmes
Wetter  beschieden  war,  scheint  der  Winter  nachholen
  zu  wollen,  was  er  bis  dahin  versäumte.
Lustig  fliegen  heute  die  Schneeflocken  einher  und
gemahnen  uns,  daß  der  Frühling  noch  in  weiter
Ferne  steht.  Den  Negenfällen  des  gestrigen
Tages  ist  eine  Frostnacht  nachgefolgt.

(Der  Kommunalverband  Nosen- 



heim-Land,  gibt,  um  von  nun  ab  jeden  Mo

nat  eine  Zuckerwarle  hinausgeben  3.1  könmen,
die#mal  eine  Iu.#marle  im  Wert  von  300  Gr.
Zoter  für  die  Zeit  vom  15.  28.  Februar  aus.
Mit  derselren  ist  eine  Marke,  lautend  auf  12
Brieschen  Sühstoff  verbunden.  Der  Juckler  wird
nach  der  Kundenliste  verkeill  und  sofort  sämtlichen
  Geschäften  nach  der  Höhe  ibrer  Kundenzahl
zugeteilt.  Der  Süßstoff  kommt  gegen  Ende  des
Monats  durch  die  Gemeinden  bzw.  gemeindlichen
Sammelstellen  zur  Verteilung.  F#  Zukunft  wird
die  Zuckermarke  mit  Beginn  jeden  Monats  lautend
  auf  700  Gramm,  giltig  für  1  Monat  ausgegeben.


Der  Haferpreio  sinlt  am  28.  Februar  auf
13.50  Mt.  Die  Landwirte  müssen  sich  daher  mit
der  Ablieferung  des  beschlagnahmten  Getreides
beschleunigen,  wenn  sie  nicht  benachteiligt  werden
wollen.

Verdienstmedailledes  Bayerischen
Industriellen-Verbandes.  Der  Vaye--rische
  Industriellen-Verband  teilt  mit,  daß  als
nächster  Termin  für  die  Derleihung  der  Verdienstmedaille
  des  Bayerischen  Industriellen-Verbandes
  nebst  Ehrendiplom  mit  Bestätigung  des  Königlichen
  i  i

Staatsministeriums  des  Königlichen

Hauses  und  des  Aeußern  für  Angestellte  und  Ar-,

beiter  industrieller  Betriebe  der  1.  Juli  1918  foflgesetzt
  wurde.  Anträge  (Formulare  und  Verleibungsbedingunden
  können  durch  das  Bureau  des
Vayerischen  Industriellen-Verbandes,  München,
Prannerstr.  15,  lostenlos  bezogen  werden)  müssen,
  menn  sie  noch  Berücksichtigung  finden  sollen,
bis  spätesiens  31.März  1918  bei  der  Gaschäftsstelle
  eingereicht  werden.

Oeffentl.  Versammlung.  Der  Scz'aldemokratische

  Verein  Rosenheim  veranstaltet  am

kommenden  Somtag,  nachm.  3  Uhr,  im  Sterngarten
  eine  Versammlung,  in  der  Herr  Landtagsabgeordneter
  Timm  aus  München  über
„Die  Aufgaben  der  sozialdemokratischen  Partei“
  sprechen  wird.

Altpapiersammlung.  Vei  der  je#igen
großen  Papiernot  und  dem  Mangel  an  Rohstofsen
  braucht  das  Vaterland  alles  Altpavier.
und  bei  der  leider  so  groken  Uahl  der  Kriegeinvaliden

  Geld,  viel  Geld  zur  Unterstützung  der

tapferen  Verteidiger  desselben.  Uebergebe  daher
Jedermann  bei  der  am  Dienstag,  den  19.  beginnenden
  Altpapiersammlung  den  jungen  Schülern,
wenn  sie  anllopfen,  soviel  Altpapier  als  nur  möglich.
  Der  Erlös  hieraus  fällt  je  #ur  Hälfte  der
bayerischen  Kriegeinvalidenfürsorge  und  dem  hiesigen
  Kriegoinvalidensond  zu.

Die  Versorgung  der  Industriearbeiter
  und  demobilisierten  Truppen  macht  es
nötig,  in  großem  Umfang  für  Jioillleider  zu
sorgen.  Süddeutschland  muß  hiezu  bis  Ende
März  75  000  Jivilanzüge  liesern;  auf  München
  tressen  2000  Anzügc,  welche  von  den  Müncheer
  Schneidermeistern  angefertigt  und  an  die
ichsbekleidungsslelle  geliefert  werden  müssen.
Der  Preis  für  diese  Anzüge  beträgt  als  Höchst-Lgrenze
  190  Mark.  (1)

Beim  Verbrauch  von  Kommunionkerzen
  ist  es  im  Hinblick  auf  die  äußerst
schwierige  Lage  der  Rohstoffbeschaffung  für  die
Kerzenindustrie  notwendig,  möglichste  Sparsamkeit
  walten  zu  lasen.  Der  Verband  der  deutschen
  Wachswaren  «
ror,  für  die  diesjährige  Osterzeit  nut  Kerzen
mit  einem  Gewicht  von  nicht  über  250  Gramm
zu  verwenden.  Den  Eltern  wird  nahegelegt)  obigen
  Verhältnissen  bei  Anschaffung  der  Kommunionkerzen
  gerecht  werden  zu  wolken.

Die  Jubelhochzeit  unsereserlauchte
  n  AKônipe  pn  loll  auch  im  hiesigen
Theater  festlich  begangen  werden.  Eine  Festvorstellung
  wird  vorbereitet  und  zwar  dat  sich  die
in  Nord  und  Süddeutschland  und  im  Aluslande
gleich  gefeierte  Tragödin  Mara  Feldern-Förster
aus  Wesen  Anlaße  bereit  erklärt,  mit  ihrem
eigenen  Ensemble,  in  einer  ihrer  besten  Rollen:
als  „Magda“  in  Sudermanns  packender  „Heimat“
  hier  zu  gastieren.  Im  Kreise  Liesiger  Theater-
  und  Kunstfreunde  wird  das  einen  Dieser

#abrilanten  schlägt  deshalb

 

gekeierten  Bühnengröße  freudige  Zustimmung
hervorrufen,  umsomehr,  als,  durch  den  duheren
festli  Amlat  bestiniant,  Herr  Otto  Friedrich
Schöpf,  der  Leiter  der  Festvorstellung,  für  die
übrigen  Hauptrollen  erste  namhafte  Fiochener  Z
Bühnenkünstler  verpflichtet  hat.  .

.

—  —  —  —  —  –

seleabeinen  Hn#cbe

Berschlebe##e  Nochrichten.

Hindenburg  Eyrenprälsident  der
Nationalstistung.  Generalfeldmarschall
von  Hindenburg  hat  das  Ehrenpräsidium  über  die

Nationalsliflung  für  die  Hinterbliebenen  der  im

Kriege  Gesallenen  übernommen.

Schweres  Eisenbahnunglück  in  Galizien.
  Bei  einem  Personenzug  Stanislau
Lemberg  geriet  durch  Entzünden  eines  von  einem
Agenten  ausgegebenen  Kinofilms  ein  Waggon  in
Brand.  Durch  Anziehen  der  Notleine  konnte  der
Zug  auf  der  Dujestrbrücke  zum  Stehen  gebracht
Doc.  ,  doch  entftand  eine  furchtbare  Panik.  Die
Passagiere  sprangen  aus  dem  Wagen,  mehrere
davon  in  den  Tujestr  und  ertranken.  Anter  dem
Eisengerüst  des  tolal  verbraunten  Waggone  fand
man  sieben  verkohlte  Leichen.  Elf  weitere
  Personen  wurden  durch  schwere  Brandwunden
  getölet.  Auch  einige  weilere  Waggons  fingen
Feuer.  Hilfszüge  waren  sofort  von  Lemberg  abgegangen.


Gr  *  Feuersbrunst.  Die  Manufakturwarenfabrik
  Rennert  in  Ciri  (Jtalien),  ist  ein
Raub  der  Flammen  geworden.  Der  Schaden  beträgt
  über  4  Millionen  Lire.

Eine  neue  Kältewelle  in  Amerika.
Eine  neue  Kältewelle  liegt  zur  Zeit  über  Amerika.
Das  Thermometer  sank  in  verschiedenen  Gegenden
  auf  über  7  Grad  unter  Null.

Sgrechsaal.
(Obne  Verankwortung  der  Redaktion.)
Im  Tunkel  der  Nacht  kreuz  und1xquer
durch  Rosenheim.

Man  kann  immer  mehr  die  Beobachtung  machen,
  daß  schulpflichtige  Burschen  und  Mädchen
unter  17  Jühren  frei  und  ungestraft  regelmähig
Theater  und  Kino  besuchen,  die  nicht  Vür  dieses
Alter  passen,  noch  späl  am  Abend  in  den  Etraßen
und  auf  dem  Bahnbof  sich  herumtreiben,  auf  Militär
  und  Abendzüge  warten,  darunter  auch  Kinder
  mit  10  Jahren  und  das  alles  trotz  verschärfter
Kriegsverordnungen  über  Theater  und  Kinobesuch:
  Jugenolscher.  Man  muß  sich  unwilllürlich
fragen,  haben  denn  diese  Jungen  keine  Eltern,  die
um  das  Wohl  ihrer  Kinder  besorgt  sind  und  gelten
  die  Kriegsgesetze  nicht  besonders  in  einer
Stadt,  in  der  die  Gefahren  für  bie  Jugend  bei
dem  beständigen  Verkehr  der  Tu##ppen  ohnedies
vicl  gröer  sind:  Moan  bellage  siährdann  nicht  über
Verwilderung  der  Jugend!  Gerade  in  der
Kriegszeit,  wo  wir  den  Verlust  unzähliger,  wert
voller  zunger  Menschenleben  Vetrauern,  wäre  doch
wohl  der  Jugendpflege  und  dem  Jugendschutz  in
der  Heimat  doppelte  Sorge  zumwenden;  dann
lönnte  den  Eltern  mancher  Verdruß,  der  Schule
manche  schwere  Sorge  und  vergebliche  Mühe,
dem  Staat  manche  Lasten,  die  die  Jugendgerichte
ihm  auferlegen,  erspart  bleiben.  Vidcant
Consules!  5.

1
Quartweise  Abgabe  von  Bier.

Eine  gar  sonderbare  Blüte  hat  die  jetzige  Bierlnappheit
  gezeitigt.  Die  hiesige  Gastwirtsinnung
hat  sich  dahin  geeinigt,  fernerhin  im  Wassenschank
Bier  nicht  mehr  quartweise  zu  verabreichen.  Will
man  mit  dieser  Mahnahme  einen  Jwang  ausüben

auf  Diejenigen,  die  sich  aus  verschiedenen  Gründen

  im  Bierkonsum  beschränken  müssen  oder  sich
der  jetzigen  Knappheit  verständigerweise  freiwillig
fügen?  Die  Innung  hat  anscheinend  übersehen.
daß  von  den  Generalkommandos  erst  kürziich
wieder  der  Bierpreis  viertelliterweise
feitgesetzt  wurde  und  demnach  auch  so  verabreicht
  werden  muß.  Vielleicht  genügen  diese
Zeilen,  daß  sich  die  Herrn  eines  Besseren  besinnen,
ehe  man  andere  Schritte  zu  ergreifen  gezwungen
wird.  .

Wo  bleibt  die  Zichorie?

Malz  ohne  Kaffeezusatz  gibt  nie  und  nimmer
eine  einigermaßen  geniehbare  Kaffeebrühe.  Jedermann
  weiß,  welch  grohe  Bedeutung  dem  Kafseegetränk
  heute,  zumal  in  den  Familien  Minderbemittelter,
  zukommt.  Da  wird  es  als  groher
Mangel  empfunden,  daß  seit  Wochen  hier  keine
Zichorie  mehr  aufzwtreiden  ist.  Die  Kaufleute
erllären,  daß  der  Kommunalverband  auf  die  bekannten
  roten  und  gelben  Päckchen  die  Hand  gelegt
  habe.  Es  wird  deshalb  an  ihn  das  Ersuchen
gerichtet,  mit  dem  so  notwendigen  Kaffeezusatz
berauszurücen.

Lelie  Rochrichten.

WIB.  Grobes  upto  jartier,  den
15.  2.  Amtlich.  (Drahtb.)

We##icher  Kriegsschanplat.
Kronprinz  Rupprecht.

In  einzelnen  Abschnitten  Artillerie-  und  Minentätigkeit.
  Abteilungen  eines  Matrosenregiments
  brachten  von  einem  Erkundungsvörstoß
gegen  die  belgische  Linie  südwestlich  von  Monnesonsvire
  zwei  Offiziere  und  26  Mann  als  Gefangene
  zurück.  -

Deutscher  Kronprinz

Nordwestlich  und  östlich  von  Reims  rege  Erkundungstätigkeit
  des  Feindes.  In  der  Gegend
von  Prunay  und  südwestlich  von  Tahure  ent.

Kielten  lich  lcbhakte  Arulrirempfe.

 

Samstag,  16.  Februar  1918

 

berzog  Albrecht  von  W  dritenberg.

Die  Gefechtstätigkeit  lebte  im  Oberelsaß  zeilweilig
  auf.

Die  Fliegertätigkeilt.

Im  Januar  beträgt  der  Verlust  der  feindlichen
  Luftstreitlräste  an  den  deutschen  Fronlen
  20  Fesselballone  und  151  Flagzeuge,  oon
denen  67  hinter  unseren  Linien,  die  übrigen
jenseils  der  gegnerischen  Stellungen  erkennbar
abgestürzt  sind.  Wir  haben  im  Kampf  63
Flugzeuge  und  4  Fesselballone  verloren.

Von  den  anderen  Kriegsschauplätzen  nichts

Neues.
Der  erste  Heneralquar#tiermasster:
Ludendorff.
Neue  U.  Boot-Beute.

VITB.  Berlin,  14.  2.  (Amtlich.)  Außer  den
geslern  veröffentlichten  Erfolgen  unserer  U-Voote
  im  östlichen  Mittelmeer  sind  nach  den
neu  eingegangenen  Meldungen  auch  folche  im
mittleren  Teile  des  Mittelmeeres  erzielt  worden,
  durch  die  im  besonderen  der  Transporlverlehr
  nach  Italien  getroffen  wurde.  Drei
Dampfer  und  drei  Segler  fielen  hier
unseren  U.  Booten  zum  Opfer.  "1

Der  Chef  des  Admiralstabs  der  Marine.
ri

St  urm  gegen  Lloyd  George.

5Rotterdam.  15  .2.  (Drahtb.)  Der  Manchit#er
  Guardian  schreibt:  Die  Negierung  hat  im
Umerhaus  eine  gemischte,  aber  feste  Mehrheit.
Nur  wenn  Robertson  zurücktrete,  würde  die  Re-Lierung
  durch  ein  Bündnis  solcher  Liberaler  und
Konservativer,  die  mit  der  Armee  in  GVerbindung
  stehen,  bedroht  werden.

5*  Geuf,  15.  2.  (Drahtb.)  Nach  Londoner
Depeschen  hat  sich  Liond  George  am  Schluß  seiner
Rede  gegen  einen  furchtbaren  Ansturm
der  Gegner  eines  einheitlichen  Enlentekommandos
  zu  verteidigen  gehabt.

stab  würde  Millionen  zahlen,  wenn  er  auf  Asquilhs
  Fragen  über  die  Versailler  Beschlüsse
amworten  würde,  verwahrte  sich  Asquith  heftix
gegen  den  Vorwurf,  daß  er  militärische  Geheimlen

  Asquith  unter  gewaltigem  Lärm.  Sie  schrien
Temission!“  Demission!  Lloyd  George  machie
Aequith  einige  Komplimente,  aber  die  Aufregung
  legte  sich  nicht  und  wuchs,  als  Lloyd  George
den  Pressefeldzug  gegen  die  Versailler  Beschlüsse
kritsier#.  Die  Liberalen  riefen:  Warum  slopfen
Sie  der  Noriheliffpresse  nicht  den  Mund?  Sie
is  eben  Ihre  eigene  Presse.  Sie  Oezieht  ihre  In- 



sormationen  von  Ihnen  selbst.  Lloyd  George

schrie:  Das  ist  eine  gemeine  Lüge.  Der  Premier

edet  sich  schlieblich  in  grohe  Wut  und  erklärte.

T  die  Hetzereien  der  Presse  machten  ihm  die  Kriegführung
  einfach  unmoglich.  Wenn  man  kein  Ver
trauen  mehr  zu  ihm  habe,  so  soll  man  Doch  in
Gotiesnamen  die  Regierung  wechseln.

Der  Eindruck  der  russischen
Frklärung  in  Amerika.
*Wien,  15.  2.  (Drahtb.)  Ueber  den  Eindruck,
  den  die  russische  Erllärung  in  Washington
gemacht  hat,  berichtet  der  dortige  Berichterstatter
  des  Petit  Parisien.  Die  plötzliche  Auflösung
habe  peinlich  überrascht.  Präsident  Wilson  sei
bereit  gewesen,  die  Regierung  der  Bolschewiki
anzuerkennen.  Die  Enttäuschung  sei  umso  größer.

die  Folgen  des  russischen  Versagens  zu  verlennen.
  Der  diplomatische  Sieg  Deutschlands
  werde  eine  starke  moralische  Wirkung
auslben.

Finnland.
abend  fanden  zwei  Riesenversammlungen  statt.

die  Vermittlung  in  Finnland  zu  übernehmen.

TCzernins  Antmort  an  Wilson.
Wien,  15.  2.  Graf  Czernin  mird  auf  die
Rede  Wilsons  möglichst  rasch  antworlen.
  Selbstverständlich  mird  seine  Antwort  den
Ton  festhalten,  welcher  mit  so  gutem  Erfolge

rechtfertigt  erscheint,  da  Wilson  sich  nicht  den
Versailler  Beschlüssen  angeschlossen  hat.  Auf
leinen  Fall  mird  es  gelingen,  durch  differenzierte
Behandlung  einen  Keil  zwischen  Oesterreich-Ungarn
  und  oulschland  zu  treiben.
Bolo  Pascha  zum  Tode  verurteilt.
*  Paris,  15.  2.  (Havasmeldung.)  Bolo
ist  einstimmig  zum  Tod  verurteilt  worden,
  re  murde  zu  drei  Jahren  Eefängnis.
  i  in  contumaciam  zum  Tode  verukleilt.
  vie
Die  BVesprechungen  im
vohpen  Hauptquartier.
Berlin,  15.  2.  Der  Reichskanzler  verle
  a##  Donnerstag  abend  das  Grohe  Haupt- 



10000  Personen  forderten  die  Regierung  auf,

Am  31.  Januar  hat  eines  unserer  IBoote)
die  Chemische  Fabrik  Arenelin  bei  Palermo
auf  nahe  Entfernu  rfolgreich  b  *s

.  fernung  er  folgreich  besch?  Feier  ihrer  goldenen  Ho

quartier  und  kehrte  nach  Berlin  zurück.  An
den  Besprechungen  im  Großen  Hauptauartier
nahmen  außer  den  bereits  genannten  Herren  noch
für  die  Marine  der  Chef  des  Admiralsstabes
Admiral  von  Holtzendorff,  und  der  Staatsselreiär
  des  Reichsmarineamtes,  von  Capelie,
leil.  Den  Abendblättern  zufolge  fuhrien  dir
Besprechungen  im  Großen  Hauplquartier  in
einer  völligen  Uebereinstimmung  der
Aussassung  zwischen  den  militärischen  Stellen
  und  der  politischen  Leitung.  Ein  endgilliger
  Beschluß  liegt  noch  nicht  vor.  Das  erfor
derliche  Ergebniw  soll  erst  in  einigen  Tagen  belanntgegeben
  werden.

*Berlin,  15.  2.  Einzelnen  Blaltern  zufolge
würde  der  Reichslanzler  alsbald  nach  Zusammentritt
  des  Reichstages  Veranlassung  nehmen.
sich  über  die  politische  Lage  in  Plenum
zu  äuhern.

Berlin,  15.  2.  Wie  die  „Vossische  Zeilung“
  vernimmt,  finden  im  Auswärtigen  Amt
Verhandlungen  zwischen  Vertretern  Ocherreich
Ungarns  und  dem  Deutschen  Reiche  uber  bie
Regelung  der  durch  den  Friedensvertrag  ande
lnupften  wirtschaftlichen  Beziehungen  zrischen
den  Mittelmächten  und  der  Ulraine  statt.

Eine  Spende  de?  Rönigspaarce.
CH.  München,  15.  2.  (Drahtb.)  Der  K#
nig  und  die  Königin  haben  aus  Anlaß  der
eit  den  Armen  der
Stadt  München  10  000  Mark  gelpendet.
Ztaatsminister  von  Dandl  ist  gellern  abend

von  seiner  Besuchsreise  an  dem  würtlembergi

Als  Lloyd  George  sagte,  der  deultsche  Generalnisse

  herausloden  wolle.  Tie  Liberalen  sekundier-,

schen  und  badischen  Hofe  zurückgekehrt  und  wur
de  heute  vom  König  zum  Vortrag  emp  fangen.

Kleince  Tagcschronik.

Bei  der  letzten  Sinung  in  Brest  Lito#wm#e  he
zeichnete  Trohli  die  Errierungen  auf  d
Grundlage  des  Selbstbemmmmungrrechtes  der
Völker  insolge  der  Anwendung  durch  die  r
genpartei  für  hoffnungslos.  Der  mit  der

iewer  Nada  von  den  Mittelmachten  abge
schlossene  Friedensvertrag  habe  fur  das  ulrai
nische  Volk  und  die  Regierung  v#u  garz  Run
land  leinerle  i  Geltung.

1

Die  ötert.  ung.  Truppen  sind  vorgeitern  in
Vrody  eingezogen.  Das  einmarschierende  Ja
eingezot  nar  chierer
gerbataillon  wurde  vom  Kurgermeister  der
Stadt  Brody  in  Gegenwart  der  Nadn  der  11..
uUkrainischen  Dioision  seierlicht  be  zratt.  Auch
die  Bevölkerung  ließ  es  a  allerber#ichsien

Spmpathbiekundgebungen  fur  die  öfsterr.  un  gar.

Truppen  nicht  fehlen.  Durch  diese  iriedlich:
Besetzung  Brodys  in  die  lezte  großere  Stadi
Oflgaliziens  wieder  in  err.  ungar.  Laden.
  nachdem  sie  jeit  den  letzten  Julitagen
1316  unter  russischer  Herrschaft  wo#r.

Ueber  die  Verhandlungen
ist  Genaueres  noch  nicht  bekanm.
dürften  rumänische  Bevollmächtigte.  die  üter
die  Verlängerung  des  Waffennillslandes  ver
l#ndeln  sollten,  an  einem  dazu  bestimm:ten  Or:
eingetroffen  sein  und  man  wird  nicht  #er
rascht  sein.  wenn  man  in  den  nächten  Tad#e#n
hören  sollte,  daß  auch  volkftische  Per'örrnn.  #
keilen  sich  einfinden.

Die  zunel  mende  Oprefition  gegen  desinbisch:
  Minislerium  wird  in  der  Skupscht  n#  ##
strengungen  machen.  die  jetzige  Negierung  #
stürzen.

Am  Mittwoch  hat  der  enalische  Außennn
nister  Balfour  im  englischen  Unterhaus  gesprchen.
  Seine  Ausführungen  lassen  leincriei  ##

mit

 

naäbherung  an  die  Wiittelniächte  erlennen.

In  der  Tat  denke  heute  niemand  mehr  daran,

„Stodholm,  15.  2.  (Drahtb.)  Gesternangeschlagen

  murde  und  auch  als  durchaus  ge

Die  energischen  Mahregeln  zur  Fortfüllr#.,

des  Krie  zes,  wie  sie  in  der  englischen  Thr#-rede

  und  in  der  Rede  Lloyd  Georges  erwat#
wurden,  sollen  in  England  eine  starke  Gegner
schaft  hervorgerusen  baben.

In  London  fanden  in  den  letzten  Tagen  en
täglich  große  Demontrationen  zuguniten  dees
Friedens  statt.

In  der  Beratung  der  preuß.  Wahlrechte#
lage  wurde  der  §  1  unter  Ablelnung  samilicher
gestellten  Abänderungsamräge  angenommen.

Ueber  die  neuen  Steuervorlagen  verlautet.
daß  es  sich  diesmal  in  der  Hauptsache  um  2-direite
  Steuern  handelt,  nämlich  eine  Steuer
auf  Wein  und  Mineralwasser  sowie  cine  mono
polartige  Steuer  auf  Branntwein.

Humoristisches.

Bauer  (in  einer  Herberge):  „Was  schnuffiel:
der  Hund  vom  Doktor  bloß  überall  hier  herum?“
  Sein  Freund:  „Halt  um  Himmels
willen  deinen  Mund,  bis  ich  draußen  lin.  Ich
site  auf  dem  Doltor  seinem  Hut.“

Samment  Winanier!

#  Doas  Gaterland  braucht  es.  2:

 

 

 

We  tiarhericht  für  Samstag,  den  16.  Februar.
Fortschreitende  Besserung,  Frost.
Verantwortlich:  Fo#  den  redakt.  Teil  Hans  Mittl,

suͤt  ble  r*ssir  Ernst  Grosse.  Nolationsdrus  u.
W#  W.  Zinb####n  #ul  #  M#.