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lungen im Dienste selbst kommt dem Oberstaatsauwalt bei dem
Oberlandesgerichte in Ansehung des gesammten staatsanwaltlichen Personals
zu.
Kanzleibeamte und Unterbedienstete der Gerichte, welche gleichzeitig im Dienste der
Staatsanuwaltschaft verwendet werden, unterstehen insoweit, als letzteres der Fall ist,
der Ordnungsstrafgewalt des ersten Beamten der Staatsanwaltschaft.
Gegen Beamte anderer Departements, welche auf Grund des Art. 26
Abs. 3 des Ausführungsgesetzes zum Reichs-Gerichtsverfassungsgesetze vom 24. Januar
1879 (Reg. Blatt S. 3 ff.) mit Wahrnehmung der Amtsanwaltschaft beauftragt
werden, greift die Ordnungsstrafgewalt der ersten Staatsanwälte bei den Landgerichten,
des Oberstaatsanwalts und des Vorstands des Instizministeriums nur bezüglich
der den staatsanwaltlichen Geschäftskreis berührenden Dienstverfehlungen Platz.
Hinsichtlich der Ordnungsstrafgewalt der ersten Staatsanwälte bei den Landgerichten
und des Oberstaatsanwalts bei dem Oberlandesgerichte gegenüber denjenigen
Beamten des Polizei= und Sicherheitsdienstes, welche Hülfsbeamte der Staatsanwaltschaft
im Sinne des §. 153 des Reichs-Gerichtsverfassungsgesetzes sind, ist in Unserer
Verordnung vom heutigen Tage, betreffend die genannten Hülfsbeamten der
Staatsanwaltschaft, Bestimmung getroffen.
Mit Vollziehung der gegenwärtigen Verordnung, welche am 1. Oktober d. J. in
t tritt, ist Unser Instizministerium beauftragt.
Gegeben Stuttgart, den 27. September 1879.
Karl.
Mittnacht. Renner. Faber.