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England mit dazu beigetragen, daß der päpstliche Kirchenstaat
wiederhergestellt wurde, indes doch nur, um der österreichischen
Herrschaft auf italienischem Boden einen Damm entgegenzusetzen.
Von Kaiser Wilhelm aber wurde gefordert, Rom den
Italienern selbst wieder zu entreißen und damit dem italienischen
Nationalstaat den Todesstoß zu versetzen! Dem eben erstandenen
deutschen Kaiser Derartiges zumuten, konnte nur, wer in ihm
nur einen Nachfolger und Fortsetzer der Römischen Kaiser
deutscher Nation sah, ihn zu einem Papstkaiser stempeln wollte.
Daß dies der Grund und Kerngedanke der Petition war,
sollte bei der bald folgenden Adreßdebatte im Deutschen Reichstage
zu Berlin greifbar genug zutage treten.
Schon durch die Wendungen der Thronrede bei Eröffnung
des Reichstages, welche dahin gedeutet werden konnten und wohl
auch sollten, daß man den Italienern ihr Rom nicht strittig
machen werde, fühlten sich die Römlinge beunruhigt. Hierzu
genügte schon die Wendung, daß das neue Deutschland ein
zuverlässiger Bürge des europäischen Friedens sein werde —
„weil es stark und selbstbewußt genug ist, um sich die Ordnung
seiner eigenen Angelegenheiten als ein ausschließliches, aber
auch ausreichendes und zufriedenstellendes Erbteil zu bewahren.““
— „Eine Stelle‘, bemerkt Majunke (in seiner Geschichte des
Kulturkampfes), „aus der man herauslesen konnte, das neue
Deutsche Reich wolle seine Auseinandersetzung mit den Katholiken
vornehmen, ohne die Einmischung fremder Mächte, (d. h.
des Papstes oder des ‚katholischen‘ Österreich) zu dulden.“
Will sagen: die Hoffnung der Römlinge — trotz alledem und
alledem doch noch mit Hilfe des Papstes und des „katholischen“
Österreich auch des neuen Deutschen Reiches Herr zu werden,
erlitt schon durch die Thronrede einen schweren Stoß.
Gar der Adreß-Entwurf der ‚nationalen‘ Partei in Erwiderung
auf die Thronrede! Gleich der Eingangssatz mißbehagte
denen, welche ein engeres Deutschland mit dem überwiegend
protestantischen Preußen und seiner evangelischen
Dynastie als Vormacht, mit Ausschluß von Österreich, immer
nur bekämpft und verwünscht hatten. Sprach er doch von der
„sehnsucht der Vorfahren und der Hoffnung der Mitlebenden‘‘,
die solcherweise durch Gottes gnädige Fügung in Erfüllung gegangen
wären. Allerdings wußte auch der Gegenentwurf, aus
der Feder Aug. Reichenspergers, von glorreichen Siegen und