Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1881. (58)

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II.  Von  einem  Postbediensteten  zu  viel  angesetzte  oder  erhobene  Portobeträge  oder
sonstige  Postgebühren  können  auf  genügenden  Nachweis  von  der  betreffenden  Postanstalt
unen  drei  Monaten  zurückgefordert  werden.

S.  50.
Verkauf  von  Postwerthzeichen.

I.  Die  zur  Frankirung  der  Postsendungen  erforderlichen  Werthzeichen  werden  von
der  Postverwaltung  beschafft.
el  *  Die  Freimarken  werden  zum  Nennwerth  des  Stempels  an  das  Publikum  abelassen.



III.  Für  die  mit  dem  Frankostempel  bedruckten  Briefumschläge,  Postkarten,  Postanweisungs-Formulare,
  wie  auch  für  die  gestempelten  Streifbänder  kann  außer  dem  Werthbetrag
  des  Stempels  eine  den  Herstellungskosten  entsprechende  Entschädigung  erhoben  weren.
  Bis  auf  Weiteres  erfolgt  die  Abgabe  von

1)  mit  den  Frankostempeln  von  5  und  10  Pfennig  versehenen  Briefumschlägen  zum

Preis  von  6  und  11  Pf.  für  das  Stück,
2)  mit  dem  Frankostempel  versehenen  Postkarten  und  Postanweisungs-Formularen  ohne
Zuschlag  für  die  Kosten  der  Herstellung  zum  Nennwerth  des  Stempels;

3)  mit  dem  Dreipfennig-Frankostempel  versehenen  Streifbändern  bogenweise  (10  Stück

auf  einem  Bogen)  zum  Preis  von  33  Pfennig  für  einen  Bogen.

IV.  Außer  Kurs  gesetzte  Postwerthzeichen  werden  innerhalb  der  durch  den  Staatseanzeiger
  von  Württemberg  bekannt  zu  machenden  Frist  bei  den  Postanstalten  zum  Nennverth
  gegen  gültige  Postwerthzeichen  umgetauscht.  Nach  Ablauf  der  Frist  findet  ein

mtausch  nicht  mehr  statt.  Die  Württembergische  Postverwaltung  ist  nicht  verbunden,
ostwerthzeichen  baar  einzulösen.

 

S.  51.
Verkauf  von  Formularen  zu  Postanweisungen,  Postaufträgen,  Post-Zustellungsurkunden  und  Post-Packetadressen.

I.  Ungestempelte  beziehungsweise  nicht  schon  zum  Voraus  von  der  Postanstalt  mit
Freimarken  beklebte  Postanweisungskarten,  sowie  Formulare  zu  Postaufträgen,  zu  Postustellungsurkunden
  und  zu  Post-Packetadressen  werden  zum  Preis  von  1  Pfennig  für
Stück  von  den  Postanstalten  an  das  Publikum  verabfolgt.
II.  Andere  als  die  von  der  Postverwaltung  ausgegebenen  Formulare  zu  Postanweisungen

  werden  nicht  zugelassen.