und Feierlage). — Der
monatlich 90 Psennlg.
Der „Nosenhelmer Anzelger“ erschelnt läglich nachmillags 1 Uhr #mil Auanahme der Som-Abonnemenkspreio
belrägl viertelsährlich 2 Mark 70 Pkennig,
Für Postabonnenten: uslellgebühr frei ins Haus 11 Pleunig monatlich.
Fernsprecher: Lerlag und Redaktlon Nr. 72, Inseraten-Abtellung Nr. 235.
Pummer 32
die Jolgen!
Ueber die Sireilerscheinungen der verflossenen
Woche ist noch lange nicht das letzte Wort
sesprochen. Wie die Wirkung nach außenhin
-kann man an dem Jubel, der in London u.
Cris herrsckhte, und an Troblis schadenfroher
Haltung leicht erkennen. Die „Neorddeutsche Allmeine
Zeitung' hat Rech', wenn sie in einem
ensicktlich halbamtlichen Arnilel sich dabin
urimick.. daß in nächster Zeit Beweise über
Beweise sich einstellen werden, daß der Runungsarbeiterausstand
unsere Aussichten
auf Frieden verschlechtert hat. Aber
auck; die innerpolitischen Folgen und Wirkun-#en
dürften sehr erust sein und jedenfalls eine
-n andere Nichtung annehmen, als die unveruntwortlicken
Drah' zieher T sich vorgestellt hahen.
Gerade nach dieier Richtung hin sindet
die „„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ in dem
sleichen Artikel sehr energische Worie über die
[Fzialdemokratische Partei. Cs werde
ron dem zulunstigen Verhalren der Sozialdeoftatie
abhängen, eb sich das Mißtrauen uno
Unbehagen, das in weiten Kreisen gegen diese
Vartei herrsche. steigern, oder ob es wieder
weicken werde. Dus weitere Jusammenarbeiten
der Reichstagsparteien hänge in der Hauptsache
davon ab. daß die Sozialdemokratie nicht in
ihre alten Sünden zurückfalle. sondern auch
weitechin den Geist der Einigleit betätige.
Dadurch, daß die soziakdemokratische Partei
die Führung der Streikbewegung übernommen
hat. macht sie sich mitverantwortlich für
den gesamten Verlauf. Soviel ilst doch gewiß.
daß die sozialdemokratische Partei ihre nicht
germge Autorität nicht eingesetzt haben würde,
menn sie nicht der Ueberz#eugung gewesen wäre,
daß der Bewegung ein Erfolg in Uussicht steht,
der letzten Endes den lozialdemokratischen Parteiintetessen
zugute gekommen wäre. Der Streil
hezweckte aber nach bolschewistischen Methoden,
utschland in einen Zustand der Wehrloligkeit
zu versetzen, um dadurch einen vom Proletariat
diktierten Frieden herbeizuführen. Der
Un. stand, daß der sozialdemokratische Parteiorstand
an die Spitze trat, mußte nicht nur
die Streikenden, sondern auch das Ausland in
itren Hoffnungen bekräftigen. Mit dieser Halrung
Hat aber die Sozialdemokratie die Vereinhlarung
vom 4. August 1913 gebrochen. Bis
zul einer siegreichen Beendigung des Krieges
tellten alle Teile des Volkes geschlossen zusammensiehen.
Daß sonach jeßt eine ganz neue
innerpolitische Lage geschaffen ist,
siegt auf der Hand.
Der Reichslagspräsident hat von der durch
Kath.: Nomuald
Krolenko mit seinem ganzen
die Sozialdemokraten verlangten Einberufung
des Reichstags vor dem 19. Februar Abstand
venommen. Dieser Antrag fiel auch in die
Neihe der nach russischem Muster in die Wege
Tleiteten Druckversuche auf die Regierung.
Die Sozialdemokratie dürfte sich aber nicht
darüber täuschen, daß gerade ihr Verhalten bei
dem Streik eine Revision der Stellungnahme
der bürgerlichen Parteien zur Sozialdemotralie
herausfordert. Mit nicht zu verkennendem
Ernsie deutet das Berliner Regierungsorgan
die gesetzgeberische Möglichkeit der Schaffung
einer dem englischen bekanntlich sehr weitgedenden
Munitionsgesetz entsprechenden Maßtedel
an. Ueber derartige politische Folgen könnten
sich dann die Arbeiter bei denjenigen bebaiiin.
deren Führung und Verführung sie sich
rega
en.
Ne Cage in Auhland.
Die Streitmachtin Südrußland
gegen die Bolschewili
s Köln, a. 2. Ter „Klöln. Itg.“ wird aus
Verlin gemeldet: Die Rachricht, daß die Ukraihe
als Selrsaige Republik erklärt wurde, ist
bestätigt. Alle ukrainischen Truppen haben
sich auf die Seite der Jentralrada gestellt.
An der Bahn Kowel haben die Ukrainer
die Bolschewil geschl agen Sie haben auch
Nilolaijews in Händen. inderseils haben die
zeiger
49h
Haasenstein & Vogler, .
"„
Die einspallige Pclitzelle im ige leil bollet 15 P die 5
rrenen heim.
Sluh der Anzeigen-Anmame 12 Uhr unmags.
*oii
’4 ame! u *V.
Amlliches Publikafions--Organ.
Donnerstag,
7. Februar 1918
öglichkeit eines Nbbruchs der
friedensverhandlungen.
Eine neue Republik am Donaubelta. — Die ukrainische Rada behauptet
sich gegen die Bolschewiki. — Krylenko und sein Stab verhaftet.
— 20000 Tonnen versenkt.
Boischkewili die Oberhand in Chark#em, ollawa
und Jelaterinoelaw und nach längeren
Kämpfen werden sie auch Odeisa genommen haben,
ebenso? soll sich auch die Schwarz: Meer-Flolte
auf ihre Seite gestel!! haben. Dagegen
machen die Rumönen und Kaledin mit
einer Armee ron 150 000 Mann im Dongebiete
gemeinsame Sache mit der Rada. Es gebt das
Gerücht, daß Großfürst Nikolajewitsch hinter
Kaledin stehe. Drei rursische Armeekorps veruchten,
„die russuichen Grenzen zu überschreiten,
d
üt ihnen oies nur zum kleinen Teil ge
dosher
Die Lage in der Ukraine.
* Berlin, 5. 2. Wie die „Voss. Jeitung“
erfährt, haben die Truppen der Rada rkom
beselzt. Staatesekretär Holubowitsch hat
ein neues Ministerium gebildet, das im
Gegensatz zu der bisherigen Neigung der
Ukrainer, sich mit den Maximalisten zu rerständigen.
kein einziges bolscheu##risches Milglied
aufweist.
Krylenko und sein Stab.
verhaftet.
* Berlin, 5. 2. Ein Funkspruch aus Kier
vom 2. Februar meldet. daß Mohilew, der
Standort der ruzsischen Obersten Hecresleitung,
durch Polen besetzt und der Oberbefehlehaber
Stabe ver-
heftet wurde. Nach dem gleichen !—– «
wurde oer Ausltand der Bolschemili in Kiem
von den Utrainern unterdrückt. Alle ukrainischen
Truppen stellten sich auf die
Seite der Kiewer Zentralrada. Die
Truppenteile der Bolschewili ziehen Iteninn
aus der Uiraine nach Rußland ab. Bei Niew
soll eine halbe Million ulrainischer Soldaten
unter Führung von Offizieren verfsammelt
sein; auch die Jivilbevöllerung soll bewaffnet
sein.
Eince rumänische Fe kubli
m Donau-Delta.
Sosia, 4. 2. „Wofee Jewestia“, das
K des Kriegsministeriums, meldet in einem
Privatlelegramm aus Badadag, die rumänischen
Revolutionäre hätten sich der im
Hafen von Kilia befindlichen Schiffe brmachigt
und das Donau-Delta als neue Republi
proklamiert. — Der Kommandant der rusf.
Donau-Flotte hobe erllärt, Odessa werde sich
mit allen Mitteln gegen eine Besetzung Beßarabiens
durch oie Rumänen verteidigen. Die
Donau-Flotte sei zu einer Aklion gegen die Nu
mänen bereit.
Amerikes Vorschktüsse an Rumänien
eingestell
s Genf, 5. 2. Der „Herald“ meldet: Die
amerikanischen Vorschüsse an Rumänien wuruun
eingestellt. (Dürfte eine Folge der
Warienitistandsverhondlungen Rumaniens mit
den Mittelmächten sein. D
„Tatsächlich schon Friede
an der Front“.
In der russischen Zeitung „Armiti i Flot“
(Heer und Flotte) weist der russisch:e Dberbe
fehlehaber. Kruienklo, darauf hin, daß lei der
Demobilisierung das Schicksal von Millionen
auf dem Spiel siehe, für die schleunigst gesorg!
werden müsse; denn, so sagt er wörtlich, „#es
besteht tatsächlich schon diede an der Front“.
In einem anderen Blatte,
heiftt es. daß Kryls
rollitändigen
1
nlo selbit die Tatsache des
Versoils der Aemer feitgleilt ha-½e.
Die Truppen seien zu keiner militörischen
Tätigkeit mehr zu gebrauchen. Jede Militärperson,
die ingendwelche besondere Begabung
gezeigt habe, sei beiseine geschoben. Die Soldaten
murden von Führern kommandiert, die
sie selbst gemählt Bämren und die ihr Wissen
cus bolldewiftischen Zeitungen bezögen. Die
russche Armee habe das Kämpfen einfach vererun.
“
Die Nöle der Enkeuke.
Cine neue englische Regierung?
Kopenhagen, 5. 2. Die „Natienal Tidende“
meldet aus London: Die Daily i*“
e
Iordcktmkncm«U:.1rt«.l(s.sen«uec11
rin-.,1.Tixjh·x’1H11.r1151.ssd,-«Hst d.
sij«I-us«ltsmls"slsttö.s.«kin«-1kascn
Nun-!thlskncLdomaian d)b««nlcn fas:
UlusanchmSjemmrlanqsinni-Istml reines
Arbeilerminiltkerium, aus den radilalften englischen
Arbeiterführern und Pazifisten zusamn
setzt. Der Artikel ruft dite Ueberranengesenzt.
er Ariel ruft grokt: Uederra
schung hervor.
Faalien.
Die Stimmung in Italie
Lugano. 5. 2. Die Gifensachmahme Zarzaris
wirdn allem nsch. ine nach von proßer
politischer Bedeulung sein. Es geht ein Gärungeprozen
vor sick, der inmer weitere
Kreise eht. Aus der Polemit der Blätter
ersicht das Voll, daß der italienische Krieg
um die Erelerungen gebr und daß er fortdauert,
weil sich ies Eroberunaen nicht verwirllichen
laisen. Da die Redendarten der Staalsmänner
und Parteen über die Widerftandsltraft
der Mittelmächte aber unerfüllt blieiben,
beginnt das Voll um Erfolge zu zweifeln.
die Streikbewegung.
".
Vollüändige Wiederaufnahme der
Arbeit in Rüstungesbetrieben.
§ Verlin. 5. 2. Bei allen der Wumta
unterilellten Belrieben der Ruftungsindustrin
ist die Arbeit heute Vormittag wie der aufgenommen
worden. Edenso melden alle auderen
Großbetriebe und Werlitälten, daß ihre
Arbeiterschkaft heule Morgen volizählig erschienen
ist. Das Fernbleibe n einzelner Arbeiter
iit faĩt ausschließlich auf Kranlheit oder ver—
iönliche Gründe zurückzuführen. Irgendwesche
Ruhestörungen sind nirgends gemeldet.
Allgemeines vom Krieg.
neuc Operationsheer
er Ententeir
„Tribuna“ erfährt aus
perationobceer der Alits
gebildet betrachtet
werden lönne, daß es jedoch noch nicht zufammengczogen
sei. Tas Operationsheer werde unmittelbar
dem Versailler Krieg srtat unteritehen.
Bolksaufruse der alliierte:
Sta nbsregferngen.
s f5 2 Der „Matin“ sneldet: Im (Anschluß
. den Alliiertentongreß in Versailles
*“t
as
*Bern,
den „Nash Wiel“, erfolgen Aufrufe der Alliierten Staatsregie-,
Rosenheimer Tagblatt
Krieges durc zuhallen.
eine
«, des Opiers endgegenʒu
* nn= 64 Jahrgang
runeen und Heeresleitungen an ihre Böller,
in denen die Notwendi#leil begründer
wird, die lepte Enich, eidung: uphase dens
um zum Siege zu gelanauch
gen.
nerhaftung oon Marimal-sten
Baris
Vern. 4. 2. Nach einer Meldung des „
G#“# ist in Paris ein Beauftragler der bolschewinisesen
Propaganda, die die
Idren der Marimal sten in Frankre eih zu ner-Lreiten
sucn, verhaf:et worden. Wenere
Ver haftungen sollen bebifteh-#.
Brattilien will Trupden d
** Lugano. 5.2. Einer
*-––w
5
M *
zia Arnericana zuẽ olne hat der
Kriegemininer erer: Biesisceiae i berit, au
den ersten Ruf der Entenne Truppen nach
Europa zu cutsenden.
Eine Unterre dung mir der Vartt.
**5 Genf. 1. 2. Die Pari cöffentlichen
den Worll 9l
des amerilanich
sball mit dem 5
Verlaufe der Unterrednng
der Krieg hoffentlich in
reisen lasse. den Gesenen
Weltg emein'icha
lionen zu dienen, und der
G#geblich er#lärt. daß
allen den En:schlu#z
der GHere#gleit für
Na-
serner der Hoisnnn
nahme der Vereinig:en
erleichtetn werde. eine Fcdeherboe#ufühten,
der allen V
wmühr voller Sicherheit
Politische
Die neue
Kuodschan
Gebier; freucr.
J:
Re
In einem Artilkel. be ** elt „Die neue Reichslieth#ener
und Bayer#“ im .„Baer. Kur#er
schreibt der Abg. Rauch (3.): Ich erahre aus
Verlin folgendes: Samelichke Gettänte mit
Aurnahme von Trinkwasser und Mi#ch sellen
mit cusgiebr gen Verbr- uchsit. uern belegt werden.
Die Steuern auf Vier, also der 2 uf-#d
1½#". sollen zu einer Siener * 1:
Vier (irilsecnter nach i
umgenoltet werden. Miarlein
Verlaufshuch sollen eine 2
trolle für die Steuerbe 4 örden ab#e 9.
Einheitrsäne sollen für Nor * iere ntit ei
nem Simmmurzeehaft ven 3E Vrezen:
einer Höhe vorgeichlagen werden. dan man eiwa
mit 10 g. für den LViter
Vier rechnen «
zentigen Kriegsbiere von heute gelnan als Ha
biere mit dem halben -
re mit 12. 11 Tr
rusbiere mit der cinund .-legt
werden. -Abg. R 10 !m i; die
Payeriĩchen Bierbuer her * Vorde
ralung dieser Gess
ihre Anteressen zu vertreit#.
Baverischer Landtag.
München. 3. Februrr.
Die Einzelbe rlunsss Er ba 1
Minismeriums des J
Montag nachmittag meed
Beim Kapitel .„Bezi “vB
Abg. Endres .Würzbu: g (S.)
Gan der Arbeiten bei den .. -.1
tunusidfordctc d kamjspstsi meinden
mit aeiseren Miei verugein#en u c. die
die Zuschünse zu der r#ch#eeee Am'in
unterühnn nal —#n e#äl ren. We. 1 x#
irat er Wenste den Mnnen und der NM
Dilsepersonals. —1 . Mu ger (r BV. J. z
W
brachte Klagen var wegen der Act der
scled.tungen im Bezrl Homburg un wün
gehebene Stellungen für Hüchtige Bez ris 9*8
männer. Abg. Dr. Ueberreiter (.3.) tr## für
Verleihung der Umntttelbarleit auch an lleinere
Slädie im reckterheinischen Vay###n ein. Abg.
Dr. Quidde (lib.) jforderte, daß auf jene Gemeinden
ein Druck ausgeübt werde, die ihren