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uusers. Zeitalters scheinen muß. Bei einer allgemeineren
natürlichen Gleichheit der Kräfte, als die verschiedene Lebensart
unserer verschisdenen Stände zuläßt, und bei einer
geübteren Abhärtung des Körpers, als im Prospecte aus
wohlverwahrten gehoizten Zimmern kaum moglich zu seyn
scheint, erhielt sich immer einiges allgemeine Gleichgewicht,
und da also auch Wunden damals weniger schmerzten, so
wurden Beulen und Loͤcher weniger aͤngstlich. gezaͤhlt, als
wir jetzt wohl zu thun pflegen. Das freie Feld oder der
offene Wald, der an das freie Feld stieß, boten jeden einen
nahen Zufluchtsort an, wohin besonders derjenige cilte, der
seinen Gegner unglücklicherweise erschlagen hatte, und die
Rache der Freunde oder Verwandten desselben fürchten
mußte.
Wie sich alles das änderte, da eben dies Volk, das
dieser Lebensart ganz gewohnt war, in Mauern zusammengeschlossen
bleiben mußte. Da sie nun enger als vorher
wohnten, so entstunden auch häufigere Händel und Streitigkeiten
als vorher, und doch wurde zugleich fast die
ganze bisherige Art, dieselbe zu schlichten, unbrauchbar.
Wem etwa bei einem entstandenen Streit und bei der fausirechtlichen
Erdrterung desselben ein Auge ausgeschlagen oder
ein Bein zerschmettert wurde, der eilte, statt daß er sich
vorher beruhigt hätte, zum Richter, welcher nun nahe genug
in eben denselben Manern mit ihnen wohnte, aber
nunmehr auch nicht leicht mehr auf ein Gottesurtheil erkeunen
durfte, denn ob vielleicht schon nicht sieben Zeugen
da waren, weil niemand gern zeugen mochte, so war doch
das allgemeine Gerücht, wer Recht oder Unrecht habe, so
ehrwürdig und so entscheidend, daß entweder Gottesurtheile
bald um ihre Glaubwürdigkeit kommen mußten oder der